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Koproduktion zwischen dem BADISCHEN STAATSTHEATER KARLSRUHE und den Schwetzinger SWR-Festspielen

Schwetzinger SWR-Festspiele

Das STAATSTHEATER KARLSRUHE ist Produktionspartner der Schwetziger Festspiele fuer die Oper THOMAS von Georg Friedrich Haas (Musik) und Haendl Klaus (Libretto).

Die Premiere wird im Rahmen der Schwetzinger SWR-Festspiele am 24. Mai 2013 im Rokokotheater Schwetzingen stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Schwetzinger SWR-Festspiele

Otto Katzameier. Foto: Helmuth Scham

Otto Katzameier. Foto: Helmuth Scham

Thomas‘ Freund Matthias liegt moribund im Krankenbett. Es ist warm, es ist 13.08 Uhr und wir schreiben den 5. August. Zählt das noch? Wir atmen die Luft eines Krankenzimmers, aber eigentlich befinden wir uns jenseits der Uhren. „Stop all the clocks, cut off the telephone“, so beginnt Funeral blues, ein Todesgedicht W. H. Audens, das Klage erhebt gegen die stur weiterschreitende, physikalische Zeit nach dem Verlust des Geliebten. Das zweite Musiktheaterwerk, das der Komponist Georg Friedrich Haas und der Dramatiker Händl Klaus für die Schwetzinger SWR Festspiele geschaffen haben, ist ein Requiem, angestimmt mit den letzten Atemzügen eines Menschen. Tod und Leben: Händl Klaus lässt Thanatokraten ein materialistisches Geheimnis ausplaudern: „ein Körper wehrt sich nicht, wenn er schließlich, vollkommen gelöst ist, während wir, von Anspannung leben...“.

Die Oper beginnt mit lakonischen Dialogsplittern, die selten über zehn Silben hinausreichen. Am Sterbebett befinden sich Thomas, der Gefährte des moribunden Matthias, sowie der Pfleger Michael. Die biblischen Namen sind nicht zufällig gewählt. Von Thomas hören wir den Versuch eines Dialoges mit dem eben Gestorbenen, dessen Körper die Starre zu ereilen beginnt. Da kommen die Erinnerungen auf an gemeinsame Reiseziele oder kleine Vergehen. Später dann kommen die anderen; die, die sich um die Leichenprozeduren kümmern. Dann endlich die Stimme des Toten, das Wechseln von Worten im Inneren des Lebenden, der dem Toten erklärt, dass er tot ist. Elisabeth Gabriel, die Regisseurin, stellt dem Tod als auflösendem Element schlechthin eine geistige und zugleich empfundene Kraft gegenüber – die Kraft der Liebe. In einem Brief an Händl Klaus spricht sie von der „Verknüpfung von Tod und Liebe auf eine wunderbare Weise: die Liebe als die einzig mögliche Form der Transzendenz, des Weiterlebens, des Jenseits, letztlich der Spiritualität.“

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