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GEORG ELSER – ALLEIN GEGEN HITLER

Volksstück von Felix Huby und Dieter de Lazzer. GASTSPIEL FREIE SZENE

07.11.2012 STUDIO

GEORG ELSER – ALLEIN GEGEN HITLER

Der schwäbische Schreiner Johann Georg Elser unternahm schon 1939 den Versuch, die NSDAP-Führung zu beseitigen und somit der unheilvollen Entwicklung in Deutschland und Europa Einhalt zu gebieten. Welchen Verlauf hätte wohl die deutsche Geschichte und damit die Weltgeschichte genommen, wenn Elsers mutige Tat Erfolg gehabt hätte?

In dem 1903 auf der Ostalb geborenen Johann Georg Elser reifte schon um 1936 der Entschluss Adolf Hitler aus dem Weg zu räumen, weil „man doch nicht zulassen kann, dass ein Einzelner ein ganzes Volk in den Krieg und ins Unglück führt“. Elser, ein wortkarger Mensch und ein typisch schwäbischer Tüftler, verlor kein einziges Wort über sein Vorhaben. Im Alleingang entwarf und baute er aus handelsüblichen Uhren eine Zeitbombe, die er heimlich in mehrwöchiger Nachtarbeit in diejenige Säule des Münchner Bürgerbräukellers einbaute, vor welcher Hitler am 8. November 1939 eine Rede bei der jährlichen Gedenkfeier zum Hitler-Putsch von 1923 halten sollte. Dreizehn Minuten vor der verheerenden Explosion allerdings verließ Hitler, da er wegen Nebels für die Rückreise nach Berlin statt des Flugzeugs die Bahn nehmen musste, den Saal und entging so dem Anschlag.
Noch am selben Abend wurde Elser kurz vor der Schweizer Grenze nahe Konstanz verhaftet. Hitler betrachtete ihn als seinen persönlichen Gefangenen, den er nach dem „Endsieg“ in einem Schauprozess verurteilen lassen wollte. Anders als seine Umgebung glaubte der „Führer“, dass Elser tatsächlich als Einzeltäter gehandelt hatte. Am 9. April 1945, drei Wochen vor Kriegsende, wurde Georg Elser im KZ Dachau ermordet.

 Das Theater Lindenhof Melchingen hat sich der Figur Elsers angenommen und ihm mit dem Stück Georg Elser – Allein gegen Hitler mit den Mitteln des Theaters ein „Denkmal“ gesetzt. Es wurde von den beiden Autoren Felix Huby und Dieter de Lazzer als „Volksstück“ untertitelt und erzählt vom Werden eines Attentäters, der schließlich nur noch ein Ziel kannte und diesem alles opferte. Die unter der Regie von Christoph Biermeier entstandene Inszenierung entwickelt in szenischen Collagen mit alptraumhaften, grell-grotesken pantomimischen Sequenzen eine eigene ausdrucksstarke Bildersprache. Im Wechsel mit Vor- und Rückblenden entsteht so eine kluge wie unterhaltsame Geschichtsstunde auf der Theaterbühne.

Am Vorabend des Jahrestages des Attentats, am 8.11.1939, zeigen wir das „Volksstück“ Georg Elser - Allein gegen Hitler, dass vom Werden eines Attentäters erzählt.
Das Theater Lindenhof war mit dieser Inszenierung bereits im Berliner Ensemble, dem Theater am Schiffbauerdamm (Berlin) und aus Anlass der Verleihung des Georg Elser-Preises an Beate Klarsfeld nach München eingeladen.

REGIE Christoph Biermeier BÜHNE & KOSTÜME Katrin Busching MUSIK & ARRANGEMENTS Wolfram Karrer DRAMATURGIE Georg Kistner REGIEASSISTENZ Hans Schenk

MIT Berthold Biesinger, Linus Biesinger, Stefan Hallmayer, Bernhard Hurm, Wolfram Karrer, Gina Maas, Oliver Moumouris, Gerd Plankenhorn

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