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EINE (MIKRO)ÖKONOMISCHE WELTGESCHICHTE, GETANZT

von Pascal Rambert & Éric Méchoulan. VOLKSTHEATER / DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG
VORAUFFÜHRUNG
25.06.2013 KLEINES HAUS

EINE (MIKRO)ÖKONOMISCHE WELTGESCHICHTE, GETANZT

„Die anhaltende Krise hat für viel Verunsicherung gesorgt. Wirtschaftsexperten sollen den Laien erklären, wann das Ende der Krise endlich in Sicht kommt. Was uns keiner dieser Experten sagt, ist Folgendes: Das Ende der Krise wird nicht kommen, denn die Krise wirkt als innerste Triebfeder der kapitalistischen Ökonomie. Der Kapitalismus hat eine ungeheure Fähigkeit, sich an immer neue Situationen anzupassen, seine Spielregeln zu ändern und aus der Ungewissheit Kapital zu schlagen.“ Der deutsch-italienische Philosoph Emmanuel Alloa versucht eine Erklärung für die anhaltende Krise und kommentiert live auf der Bühne Szenen aus der Wirtschaftsgeschichte. Darin erzählen vier Schauspielerinnen vom Kaffeehaus von Edward Lloyd, einem Treffpunkt von Kaufleuten in London, vom Gabentausch in archaischen Gessellschaften und von Adam Smith, dem Begründer der klassischen Ökonomie. Etwa dreißig Stadtbewohner, die sich regelmäßig in einem Schreib-Atelier getroffen und jeder für sich, aber gemeinsam an einem Tisch, Texte geschrieben haben, tragen diese vor und bewegen sich im Raum. Ein Chor spricht und tanzt dazu.

Diese neue Theaterform hat der französische Regisseur Pascal Rambert mit dem Philosophen Éric Méchoulan aus Erzählungen über die Krise entwickelt. Er ist als Autor, Schauspieler und Regisseur einer der innovativsten französischen Theaterkünstler und Intendant am Pariser Théâtre de Gennevilliers. Er hat das dort entstandene Format in Theatern in Frankreich und Japan mit der lokalen Bevölkerung neu inszeniert.

Nun kommt es als VOLKSTHEATER-Projekt und erstmals in deutscher Sprache und mit Menschen aus Karlsruhe auf die Bühne. Zugleich setzt der Abend die Auseinandersetzung mit Philosophie unserer Zeit fort. „Die Ökonomie denkt im Konditionalis. Es kann immer auch anders sein.“

Mit freundlicher Unterstützung des Bureau du Théâtre et de la Danse, Institut français, Berlin

REGIE, CHOREOGRAFIE, BÜHNE, LICHT Pascal Rambert DRAMATURGIE Jan Linders, Michael Nijs

Text
 Renata Bäckel
 Marie-Therése Behr
 Heidi Buchhorn
 Haivu Doan
 Mariella Gallas
 Cornelius Guzun
 Monika Hamzić
 Barbara J. Heller
 Beate Herzog
 Julia Klose
 Kerstin Koblitz
 Karin Krauss
 Mira Kübler
 Ines Kugele
 Talia Masino
 Claudia Pangh
 Ali Pourramedani
 Rutgart Reinberger
 Luzia Renner-Motz
 Hannah-Diana Römbke
 Eckhard Schaffitzel
 Martina Schöppenthau
 Ute Schramm
 Brigitte Schreiber
 Anna Katharina Seidel
 Neda Shakerian
 Gudrun Springer
 Gertrud Stihler
 Linda Tcherniakhovski
 Aaron Wiedl
 David Wiedl
 Uwe Wiedl

Gesang 
 Trang Bach
 Jens Burkard
 Matei Dinu
 Greta Duve
 Ulrike Grünwald
 Alexander Hahn
 Joachim Heinrichs
 Eva Hilfinger
 Volker Leise
 Beate Mathias
 Elisa Minsch
 Roswitha Preißer
 Regina Schulz

Szenen 
 
Ute Baggeröhr
 Stephanie Biesolt*
 Shari Crosson*
 Cornelia Gröschel


Theorie
 Emmanuel Alloa

*Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Trang Bach ist Studentin der Elektrotechnik. Renata Bäckel ist Künstlerin, arbeitet mit Neuen Medien und schreibt Essays. Ein Praktikum am STAATSTHEATER KARLSRUHE weckte Marie-Therése Behrs Interesse für den Schauspielerberuf. Marketingexpertin Heidi Buchhorn hasst Stillstand. Jens Burkard war Bester im Schulchor. Schüler Haivu Doan ist Praktikant am STAATSTHEATER. In Bukarest ist Matei Dinu an der Universitatea de Arhitectură și Urbanism Ion Mincu immatrikuliert. Als ERASMUS-Student ist er für sechs Monate in Karlsruhe. Greta Duve wirbt für eine IT-Firma und singt in zwei Chören. Mariella Gallas macht pro Jahr mindestens bei einem Theaterprojekt mit. Ulrike Grünwald koordiniert grenzüberschreitende Ausbildungen mit Frankreich. Stadtplaner Cornelius Guzun liebt Strawinsky und Nijinsky. Firmen und Privatpersonen berät Alexander Hahn zum Thema Altersversorgung. Monika Hamzić, Mutter von vier Kindern, war zuletzt Dozentin für Deutsch als Zweitsprache und macht jetzt eine Umschulung zur Erzieherin. Joachim Heinrichs unterrichtet Wirtschaft. Nach dem Kunststudium kam Barbara J. Heller in die IT-Branche. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben führte sie zu den Workshops von Pascal Rambert. Beate Herzog sucht dort den Kontrast zu ihrer Arbeit in einer katholischen Kirchengemeinde. Heilpädagogin Eva Hilfinger ist nebenbei Chorleiterin der WEIBrations. Buchhändlerin Julia Klose wagt zurzeit erste Schritte im Kulturmanagement. Durch das Studium der Germanistik ist Kerstin Koblitz theatersüchtig geworden. Karin Krauss, Vorstand der AIDS-Hilfe Karlsruhe, stellt sich vielen Herausforderungen. Mira Kübler ist Elektronikerin für Betriebstechnik. In Shakespeares Verlorene Liebesmüh hatte Ines Kugele einen sehr kurzen Auftritt: Sie durfte schreiend das Liebesglück sprengen. Journalist Volker Leise berichtet über erneuerbare Energien. Talia Masino geht in Rheinland-Pfalz zur Schule. Musik und Bewegung spielen im Leben von Beate Mathias eine große Rolle. Elisa Minsch ist Theaterpädagogin. Normalerweise stehen Claudia Panghs Schülerinnen auf der Bühne. Am STAATSTHEATER wechselt sie nun die Seiten. Ali Pourramedani hat Informationswirtschaft studiert und arbeitet als Business- und IT-Berater. Roswitha Preißer ist Architektin und stammt aus dem Schwarzwald. Rutgart Reinberger ging schon als Kind gerne ins Theater. Luzia Renner-Motz ist im Abiturstress. Im Theater fühlt sich Hannah-Diana Römbke wohl. Wirtschaftsingenieur Eckhard Schaffitzel hat gerade einen Umbruch erlebt. Berlinerin Martina Schöppenthau leitet eine Kindertagesstätte. Die Erziehungszeit von Ute Schramms drei Kindern ist fast beendet. Seit zehn Jahren bildet Brigitte Schreiber Lehrkräfte für das Fach Kunst aus. Regina Schulz ist Mutter zweier Kinder und singt in zwei Chören in Durlach. Die angehende Architektin Anna Katharina Seidel kommt aus Stuttgart. Neda Shakerian ist Schülerin und träumt davon, das Theater zum Beruf zu machen. Sportlehrerin Gudrun Springer war jahrelang Statistin. Gertrud Stihler lebt von ihrer Rente. Linda Tcherniakhovski will später mit Schauspiel Geld verdienen. Aaron Wiedl möchte Physik studieren. Er geht zusammen mit seinem Bruder David Wiedl aufs Helmholtz- Gymnasium. Ihr Vater Uwe Wiedl arbeitet in Frankfurt als Informatiker und hat noch zwei weitere Kinder.

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