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DER VORNAME

Eine Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière
Aus dem Französischen von Georg Holzer
PREMIERE
15.12.2012 STUDIO

DER VORNAME

Ein Abendessen im Kreise von Freunden und Familie. Lehrerin Elisabeth und ihr Mann, der Literaturprofessor Pierre, haben zum marokkanischen Buffet in ihre Pariser Wohnung geladen. Die Gäste: Elisabeths Jugendfreund Claude, Posaunist im Rundfunkorchester, ihr Bruder Vincent, Pierres Jugendfreund, ein Immobilienmakler, und seine Verlobte Anna, Modebranche, im fünften Monat schwanger. Mal wieder ein richtig netter Abend sollte es werden – doch mit dem entspannten Beisammensein ist es vorbei, als Vincent den Anwesenden verkündet, wie das Kind, das Anna erwartet, heißen soll. Das geplante Abendessen im sonst so liberalen Intellektuellenhaushalt gerät zur Prüfung. Sind die eigenen Toleranzgrenzen einmal überschritten, ist mit gepflegter Konversation nichts mehr zu gewinnen – und was als Diskussion um die Zulässigkeit eines Vornamens beginnt, läuft zusehends aus dem Ruder. Endlich scheint der Zeitpunkt gekommen, sich all das zu sagen, was jahrelang bewusst unter der Oberfläche gehalten wurde – und ausnahmslos jeder in der Runde bietet Angriffsfläche genug, um als nächstes ins verbale Geschützfeuer zu geraten.

Witzig, rasant und ziemlich böse: Mit ihrem ersten Theaterstück ist dem französischen Autorenduo Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière eine kluge, pointierte Konversationskomödie geglückt, ein hintergründiges Spiel mit gesellschaftlichen Konventionen und ihrer Gültigkeit, das ganz im Stil von Yasmina Rezas Erfolgsstück Gott des Gemetzels so scharfsinnig wie humorvoll die Abgründe hinter den Fassaden aufgeklärter Bürgerlichkeit offen legt. In Frankreich ist Der Vorname seit der Uraufführung 2010 ein Renner auf der Theaterbühne, die gleichnamige Verfilmung startete diesen Sommer auch in den deutschen Kinos. Einen Monat nach der deutschsprachigen Erstaufführung am Hamburger Schauspielhaus wird das Stück für fünf Schauspieler im Dezember 2012 in der Inszenierung von Dominik Günther auf der STUDIO-Bühne des STAATSTHEATERS zu erleben sein und setzt die Beschäftigung des Theaters mit Frankreich und zeitgenössischer französischer Dramatik fort.

Regisseur Dominik Günther hat im Team mit Bühnen- und Kostümbildnerin Heike Vollmer und den Musikern Jan Beyer und Jörg Wockenfuß in der Spielzeit 2011/12 in Karlsruhe bereits Verrücktes Blut im KLEINEN HAUS sowie im STUDIO Peter Handkes in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Theater heute zum Stück des Jahres gewählten Theatertext Immer noch Sturm auf die Bühne gebracht.

REGIE Dominik Günther BÜHNE & KOSTÜME Heike Vollmer MUSIK Jan S. Beyer & Jörg Wockenfuß DRAMATURGIE Nina Steinhilber

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