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2. LIEDERABEND – RENATUS MESZAR

Winterreise

10.12.2012 KLEINES HAUS

2. LIEDERABEND – RENATUS MESZAR

In seinem letzten Lebensjahr begann Franz Schubert mit der Komposition einer seiner wohl bedeutendsten Liederzyklen: der Winterreise. Bestürzt vom Tod Ludwig van Beethovens und selbst durch schwere Krankheit ans Bett gefesselt, verbindet sich Schuberts eigene Todesahnung mit der Poesie des Dichters Wilhelm Müller (1794–1827) zu einem Meisterwerk romantischer Liedkunst. Wer kennt beispielsweise nicht das Lied „Am Brunnen vor dem Tore“, das von Friedrich Silcher zum deutschen Volkslied stilisiert wurde? Die 24 Lieder sind Stationen des Wanderers, der in Verzweiflung Geliebte und Heimat verlässt. Die Winterlandschaft ist teils real, teils Abbild der Seele: Tränen erstarren zu Eis, die einstmals blühende Natur liegt leblos unter einer Schneedecke. Während zu Beginn noch frohe Erinnerungen aufkommen, macht sich nach und nach Todessehnsucht breit. Als dem Wanderer dann in einem Wirtshaus, das in Wirklichkeit ein Friedhof ist, kein Schlafplatz gewährt wird, erreicht die Winterreise ihren kältesten Punkt: vom Leben verstoßen und vom Tod nicht gewollt, steht der Wanderer vor einer der härtesten Prüfungen menschlichen Daseins.

Nicht nur für Sänger, auch für Pianisten ist die Interpretation der Winterreise stets eine große Herausforderung, handelt es sich doch um einen der bekanntesten und künstlerisch anspruchsvollsten Liederzyklen. Der Bass Renatus Meszar feierte am STAATSTHEATER KARLSRUHE bereits als König Heinrich in Lohengrin und Eichmann in Wallenberg große Erfolge. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er festes Ensemblemitglied und ist nun zum ersten Mal in Karlsruhe als Liedsänger zu erleben. Am Klavier begleitet Casting-Direktor John Parr.

Renatus Meszar Bass
John Parr Klavier

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