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1. JUGENDKONZERT: SCHICKSALS-SINFONIE

Ab 12 Jahren

25.10.2012 KLEINES HAUS

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 5 c-Moll

BADISCHE STAATSKAPELLE
Christof Prick Dirigent
THEATERPÄDAGOGIK Julia Schüttke

Beethovens Sinfonie Nr. 5 wurde am 22. Dezember des Jahres 1808 im Theater an der Wien uraufgeführt, Beethoven stand selbst am Dirigierpult. Den Zeitzeugen nach zu urteilen, war es eine denkwürdige Aufführung. Die lange Konzertdauer von ca. 4 Stunden, der als unbeheizt beschriebene Saal und das wild zusammengewürfelte Orchester, welches nur ein einziges Mal gemeinsam geprobt hatte, hinterließen beim Publikum einen nicht sonderlich enthusiastischen Eindruck. Und führte zu Aussagen wie folgender: „Es ist überhaupt unmöglich, in der Musik Beethovens nicht die Musik eines Betrunkenen zu erblicken. Nichts davon wird bleiben!“. Dieses Zitat, das aus einer Kritik des angehenden 19. Jahrhunderts stammt, hat sich nicht wirklich bestätigt… Beethovens Musik fand im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Beachtung – heute zählt er zu den berühmtesten Komponisten der Musikgeschichte. In der romantischen Beethovenrezeption wurde die Fünfte Sinfonie lange Zeit mit dem Beinamen, Schicksal-Sinfonie versehen. Eine Wortschöpfung, die auf einem Zitat des Beethovenbiographen Anton Schindler beruht, der in Bezugnahme auf die ersten vier Töne der Sinfonie (3 Achtel und eine Halbe mit Fermate) gesagt haben soll: „So klopft das Schicksal an die Pforte“. Aufgrund dieser Aussage Schindlers, die natürlich auch auf die rhythmische Beschaffenheit des Motivs Bezug nimmt, wird das Motiv oft auch als „Klopfmotiv“ beschrieben. Beethoven gestaltet mit diesem motivischen Material nicht nur den kompletten ersten Satz, - das Motiv dient auch als Klammer für die gesamte Fünfte Sinfonie und wird in abgewandelter Form immer wieder verarbeitet. Die Sinfonie hat eine Gesamtspieldauer von ca. 30 Minuten und besteht wie damals üblich aus vier Sätzen.

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