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7. SINFONIEKONZERT

Mit Werken von Bridge, Britten, Mason und Debussy

16.06.2013 GROSSES HAUS

17.06.2013 GROSSES HAUS

Frank Bridge The Sea
Benjamin Britten Les Illuminations
Benedict Mason Lighthouses of England and Wales
Claude Debussy La mer

BADISCHE STAATSKAPELLE
Eleazar Rodriguez Tenor
Justin Brown Dirigent

Etwas überraschend griff der junge Benjamin Britten bei seinem ersten großen Liederzyklus 1939 nicht zu englischen, sondern zu französischen Texten, nämlich zu Gedichten von Arthur Rimbaud. Sie schildern die Sensationen der modernen Großstadt, verbunden mit explizit erotischen Szenen. Les Illuminations entstand 1939 für das Boyd Neel Orchestra, für das Britten zwei Jahre zuvor die Variations on a theme by Frank Bridge komponiert hatte, in denen er ein Thema seines wichtigsten Kompositionslehrers verarbeitete.

Aus dessen eher überschaubarem Œuvre sticht die Orchestersuite The Sea von 1912 hervor, die in ihren vier Sätzen unterschiedlichste Meeresschilderungen vereint – und dabei eine Verwandtschaft zu Werken wie La mer kaum verheimlichen kann. Claude Debussys Trois esquisses symphoniques, wie er im Untertitel schrieb, enthalten keine naturalistische Schilderung des Meeres, dies überließ er lieber den „Programmmusikern“. Vielmehr ging es ihm um die Umsetzung von Eindrücken in musikalische Gestalten, in Klang und Rhythmus, um die „geheimnisvolle Übereinstimmung von Natur und Imagination“.

Klangliche Entsprechungen und Annäherungen an Geräusche des Meeres, des Windes und der Leuchttürme selbst fand Benedict Mason bei seinem Besuch in Süd-England und Wales 1987. Die kompositorische Umsetzung in Lighthouses of England and Wales bezieht dabei auch die Eindrücke des Lichts der Signale und ihrer Leucht-Rhythmen ein – und führt bis hin zur tatsächlichen Bewegung im Orchester. Für diese erste große Orchesterkomposition gewann Mason gleich den renommierten Britten-Award.

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