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6. SINFONIEKONZERT

Mit Werken von Staud, Mozart und Martinů

26.05.2013 GROSSES HAUS

27.05.2013 GROSSES HAUS

6. SINFONIEKONZERT

Johannes Maria Staud Tondo
Wolfgang Amadeus Mozart Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Bohuslav Martinů Sinfonie Nr. 4

BADISCHE STAATSKAPELLE
Frank Nebl Klarinette
Johannes Willig Dirigent

Tondo ist das erste von drei Werken, das Johannes Maria Staud im Rahmen seiner Berufung als Capell-Compositeur 2010/11 für die Sächsische Staatskapelle in Dresden komponiert hat. Das rund elfminütige, vierteilige Werk ist um den zentralen Klang der vier Hörner gruppiert und wird durch eine heftige und kompakte, dennoch überaus detailliert gearbeitete Klanglichkeit geprägt. Das formal kreisförmig angelegte Stück ist so komponiert, dass man entweder nach einmaligem Durchlauf endet oder da capo von vorne beginnt und so lange weiterspielt, wie man möchte – oder wie es die äußeren Bedingungen erlauben.

Kennengelernt hatte Wolfgang Amadeus Mozart die Klarinette auf seinen Reisen, vor allem in der Mannheimer Hofkapelle faszinierte ihn ihr Klang. Dennoch erprobte er sie erst in den Spätwerken, das Klarinettenkonzert ist gar sein letztes Instrumentalkonzert zwei Monate vor seinem Tod. In Wien machten die mit Mozart befreundeten Brüder Johann und Anton Stadler durch ihr Spiel Furore. Durch diese Freundschaft wusste Mozart genau, was er dem Instrumentalisten abverlangen konnte – wie nun dem Solo-Klarinettisten der BADISCHEN STAATSKAPELLE, Frank Nebl.

Der tschechische Komponist Bohuslav Martinů war 1923 nach Paris gezogen, wo er sich im Kreis der Surrealisten und der Komponistengruppe Les Six pudelwohl fühlte. Nach der deutschen Besetzung 1940 war das Glück vorbei, der Komponist musste vor den Nazis fliehen, viele Skizzen und Werke zurücklassen und in Amerika komplett neu anfangen. Dass er sich auch dort nicht unterkriegen ließ, zeigt seine 1945 entstandene Vierte Sinfonie, die voller Elan, mit klanglicher Wärme und emotionaler Intensität den Optimismus verbreitet, den der Emigrant bitter nötig hatte.

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