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2. SINFONIEKONZERT

HISTORISCHES KONZERT: STRAUSS IN KARLSRUHE

21.10.2012 GROSSES HAUS

22.10.2012 GROSSES HAUS

2. SINFONIEKONZERT

Carl Maria von Weber Oberon-Ouvertüre
Richard Wagner Karfreitagszauber aus Parsifal
Richard Strauss Tod und Verklärung
[Pause]
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 5 c-Moll

BADISCHE STAATSKAPELLE
Christof Prick Dirigent

Bei seinem dritten Gastauftritt im Mai 1908 dirigierte Richard Strauss im Karlsruher „Museum“ in der Kaiserstraße ein Abonnementkonzert der damaligen Hofkapelle. Später sollten noch mehrere Festwochen zu seinen Ehren folgen, und jedes Mal hatte der dirigierende Komponist natürlich eigene Werke im Gepäck. In besagtem Konzert war es die Tondichtung Tod und Verklärung, die 18 Jahre zuvor entstanden war. Der musikalischen Darstellung kraftstrotzender Vitalität im unmittelbar zuvor komponierten Don Juan lässt Strauss hier eine Schilderung des Sterbens vom stockenden Herzschlag bis zur verklärenden Apotheose folgen. Keinen normalen Mensch lässt Strauss hier sterben, sondern einen Künstler, der hohen, unerfüllbaren Idealen nachjagt.

Das Konzert schloss mit der Eigenkomposition und nicht wie gewohnt mit der großen Sinfonie; Beethovens 5. stand am Ende des ersten Teils. Eine wichtige Querverbindung zur Strauss’schen Tondichtung gibt es durch das Motiv des Klopfens oder Pochens, das der Sinfonie gleich zu Beginn seinen Stempel aufdrückt. Am Ende steht jedoch nicht der Tod, sondern das Licht – aus c-Moll wird ein jubelndes C-Dur.

Eingeleitet werden die beiden Konzerthälften von Webers Oberon-Ouvertüre und Wagners Karfreitagszauber aus Parsifal – zwei lichten und sphärischen Kompositionen, die damit in denkbarem Kontrast zu den schicksalsbeladenen Schlussstücken stehen. Die Wiederholung des Strauss’schen Programms leitet der ehemalige GMD Christof Prick, der anlässlich des Orchesterjubiläums an das Pult der STAATSKAPELLE zurückkehren wird.

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