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1. SINFONIEKONZERT

Werke von Britten, Adès und Brahms

16.09.2012 GROSSES HAUS

17.09.2012 GROSSES HAUS

1. SINFONIEKONZERT

Benjamin Britten Sinfonia da Requiem
Thomas Adès … but all shall be well
Johannes Brahms Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll

BADISCHE STAATSKAPELLE
Boris Berezovsky Klavier
Justin Brown Dirigent

Im Lauf von drei Jahren arbeitete Johannes Brahms verschiedene Entwürfe zu seinem Ersten Klavierkonzert aus, das den Namen einer Sinfonie verdient hätte – mit der Karlsruher Hofkapelle hat er es 1865 unter Hermann Levi selbst gespielt. In den Gefühlsstürmen mag sich die Prüfung durch den ersten Selbstmordversuch seines Freundes und Mentors Robert Schumann und die unerfüllte Liebe zu dessen Frau Clara spiegeln, viel wichtiger für die spätere Entwicklung ist die ausgreifende Bewältigung der zur Sinfonie führenden Form. Nachfolger Brahms‘ am Klavier ist der russische Ausnahmepianist Boris Berezovsky, der Gewinner des Tschaikowski-Wettbewerbs 1990 verbindet das virtuos Kraftvolle des Soloparts mit einzigartiger Sensibilität.

Für den englischen Komponisten Benjamin Britten war die Sinfonie schon eine ausgestorbene Form, als er 1940 mit 26 Jahren seine Requiem-Sinfonie schrieb. Ohne Unterbrechung folgen die drei Sätze Lacrymosa, Dies Irae und Requiem aeternam aufeinander. Es sind musikalische Impressionen, eine Meditation über den Tod, die bald die Gestalt einer marschähnlichen Klage, bald eines Totentanzes annimmt.

Thomas Adès ist der erfolgreichste unter den jüngeren englischen Komponisten und hatte für einige Jahre auch die Leitung des Britten-Pears-Festivals in Aldeburgh inne. Der Titel seines Orchesterstückes ... but all shall be well kommt aus dem letzten der Four Quartets von T. S. Eliot, wo es heißt: „Die Sünde ist unvermeidlich, doch alles wird gut, und Dinge aller Art nehmen ein gutes Ende.“

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