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BALLETT: MOMO

Ein Ballett von Tim Plegge. URAUFFÜHRUNG. Ab 15 Jahren
Nach dem Roman von Michael Ende
WIEDERAUFNAHME
22.09.2012 GROSSES HAUS

BALLETT: MOMO

Der 1973 erschienene Roman Momo ist als Kinder- und Jugendbuch ein Welterfolg geworden, aber wie in vielen anderen Publikationen Michael Endes vermitteln sich auch dem erwachsenen Leser über die ohnehin bewegende Geschichte hinaus tiefere Wahrheiten und die Kritik an einer Gesellschaft, zu der eine Alternative gefunden werden soll.

Das Thema ist erschreckend aktuell: Zeit-Diebe, die „Grauen Herren“, stehlen den Menschen ihre Lebenszeit. Alles wird auf Wirtschaftlichkeit hin geprüft. Dem elternlosen Mädchen Momo, das in einem verfallenen Amphitheater lebt, fällt auf, dass ihre Freunde im Gegensatz zu früher kaum noch Zeit finden, sie zu besuchen. Momo hat ein großes Talent: Sie kann zuhören – sogar so gut, dass sie mit ihrer Fähigkeit die Welt um sich herum verbessert. Sie schlichtet Streit und bringt die Fantasie ihrer Freunde zum Blühen, ohne selbst in Aktionismus zu verfallen. In ihrer Gegenwart werden Menschen ehrlich. Ausgerechnet Momos Mitgefühl für ihre Gegner gibt den Ausschlag in ihrem Widerstand gegen Kälte und Lieblosigkeit. Sie hat die Fähigkeit, den Menschen hinter der Uniformität seines „grauen Zustands“ zu erkennen und damit die Identität der Zeit-Diebe ins Wanken zu bringen.

Tim Plegge erhielt seine Ausbildung zum Tänzer in den Niederlanden, in Frankreich und an der Ballettschule des „Hamburg Ballett John Neumeier“. Nach Engagements in Nürnberg und bei den Salzburger Festspielen schloss er sein Choreografiestudium an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ mit Auszeichnung ab. Nach Assistenzen bei Helena Waldmann und Christian Spuck hat Tim Plegge seine eigene choreografische Handschrift entwickelt und gilt als vielversprechender junger Choreograf.

Mit And I watch you breathe zeigte er vor knapp zwei Jahren seine erste Uraufführung am Ballett des STAATSTHEATERS KARLSRUHE im Rahmen des Abends Choreografen stellen sich vor. Nach dieser kleineren Arbeit wird er nun sein Handlungsballett-Debüt mit Tänzern des Karlsruher Ballettensembles geben und hat sich dafür Michael Endes berühmtes Kinder- und Jugendbuch Momo als Vorlage und Inspiration ausgesucht.

CHOREOGRAFIE Tim Plegge BÜHNE Sebastian Hannak KOSTÜME Judith Adam


Liste der Musiktitel

Lera Auerbach 24 Präludien für Violine und Klavier (Nr. 2 A- Moll, Nr. 3 G-Dur, Nr. 4 E-Moll, Nr. 7 A-Dur, Nr. 8 Fis- Moll, Nr. 11 B-Dur, Nr. 14 Es-Moll, Nr. 15 Cis-Dur, Nr. 20 C-Moll) Postludium für Violine und Klavier
Fragile Solitudes

Sebastian Currier Time Machines

Philip Glass Klavierkonzert Tirol

Max Richter The Twins

Alfred Schnittke Gogol Suite, Clowns und Kinder, Suite im alten Stil, In MemoriamKlavierquintett, Time and again, Rikki-Tikki-Tavi

Dimitri Schostakowitsch Kammersinfonie für Streichorchester op. 110a

Lepo Sumera Sinfonie Nr. 2

Peteris Vasks Musica adventus, Klavierquartett

Bernd Alois Zimmermann Un petit rien

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