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ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE

Lyrisches Drama in sechs Bildern von Frederick Delius
Libretto vom Komponisten nach der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller
WIEDERAUFNAHME
14.10.2012 GROSSES HAUS

ROMEO UND JULIA  AUF DEM DORFE

Frederick Delius wuchs in England auf, lebte aber vor allem in Frankreich – im Jahr 2012 jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal. Romeo und julia auf dem Dorfe zählt neben bedeutenden Orchesterwerken zu einem seiner schönsten Stücke. Es wurde 1907 an der Komischen Oper Berlin uraufgeführt. In Karlsruhe, wo die Oper bisher nicht gespielt wurde, markiert sie den Anfang der Reihe „Meisterwerke des 20. Jahrhunderts“, die in jeder Spielzeit mit einem weiteren Werk fortgeschrieben wird. Delius war ein Magier der Orchestrierung, der musikalischen Atmosphären und der Klangfarben, mittels deren er die Natur in die Sprache des großen romantischen Orchesters übersetzte.

Romeo und Julia auf dem Dorfe erzählt die Geschichte der beiden unsterblichen Helden der Literatur auf neue Weise, diesmal als die Geschichte von Vrenchen und Sali, zweier Bauernkinder, deren Väter über die Nutzungsrechte eines Ackers in Streit geraten. Der Prozess, den die Väter gegeneinander führen, treibt beide Familien in den Ruin und macht die Liebe zwischen den Heranwachsenden unmöglich. Als Vrenchens Vater die beiden bei einem Stelldichein überrascht, schlägt ihn Sali mit einem Stein bewusstlos – und macht ihn zu einem Geistesverwirrten ohne Gedächtnis. Von den eigenen Dorfbewohnern geächtet, beschließen Vrenchen und Sali, gemeinsam zu sterben.

Die Regisseurin Arila Siegert war zunächst Tänzerin. Als Choreografin verband sie eine enge Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus und Peter Konwitschny. Als Opernregisseurin erarbeitete sie herausragende Inszenierungen mit dem Bühnenbildner Hans Dieter Schaal und der Kostümbildnerin Marie-Luise Strandt. Arila Siegerts Inszenierungen zeichnen sich durch großes musikalisches Verständnis, tiefe psychologische Personenführung und großartiges Raumgefühl aus. Sie ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste, trägt das Bundesverdienstkreuz und wurde für ihre Inszenierungen Der Freischütz und Der fliegende Holländer in der Zeitschrift Opernwelt als „Regisseurin des Jahres“ nominiert. Für Romeo und julia auf dem Dorfe arbeitet sie zum zweiten Mal mit Frank Philipp Schlößmann zusammen. Der Bühnenbildner entwarf Ausstattungen u. a. für die Staatsopern in Hamburg, Dresden, München, Berlin, für New york und San Francisco. In Bayreuth schuf er die Bühne für den Ring des Nibelungen in der Regie von Tankred Dorst.

MUSIKALISCHE LEITUNG Justin Brown REGIE Arila Siegert BÜHNE Frank Philipp Schlößmann KOSTÜME Marie-Luise Strandt DRAMATURGIE Joscha Schaback

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