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RITTER BLAUBART

Operette in drei Akten von Jacques Offenbach
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
WIEDERAUFNAHME
23.09.2012 GROSSES HAUS

RITTER BLAUBART

Aufmüpfig, bissig und frech beginnt der Schwerpunkt Operette am STAATSTHEATER KARLSRUHE mit dem Schöpfer und unübertroffenen Meister des Genres: Jacques Offenbach. Dessen Werke haben nicht nur musikalisch noch immer viel zu sagen, auch die Geschichten, und vor allem wie sie erzählt werden, haben kaum an Sprengkraft verloren. Wie in orpheus in der Unterwelt stellt Offenbach auch hier einen allbekannten Mythos auf den Kopf: Parallel zum Ritter Blaubart lässt der tyrannische König Bobèche alle Männer aus dem Weg räumen, die er als Rivalen fürchtet. So stehen am Ende sieben totgeglaubte Frauen sieben totgeglaubten Männern gegenüber.

Und der König hat noch mehr auf dem Kerbholz: Ehedem hatte er seine kleine Tochter zugunsten des nachgeborenen männlichen Sprosses einfach auf dem Fluss ausgesetzt, um sie nun, nachdem sich der Sohn als Taugenichts entpuppt, feierlich zu einer Ehe aus Staatsraison heimzuholen. Doch Ritter Blaubart, bekannt für seine Leidenschaft fürs schöne Geschlecht wie für das Unglück seiner Gattinnen, erhebt Anspruch auf die Schöne. Gegen diese Heldenkarikaturen hilft nur geballte Frauenpower in der Figur der mannstollen, pardon, sexuell aktiven Bäuerin Boulotte, die Blaubarts nur vermeintlich tote Gattinnen befreit und ihn selbst nachhaltig kalt stellt. Seit der Uraufführung am 5. Februar 1866 am Théâtre des Variétés in Paris ist diese Operette ein Dauerbrenner geblieben und wird im GROSSEN HAUS in deutscher Sprache aufgeführt.

Das Leichte ist das Schwere: Regisseur Aron Stiehl und sein Bühnenbildner Jürgen Kirner haben an vielen Orten gezeigt, dass sie mit Verspieltheit und Leichtigkeit aus den Operetten Funken zu schlagen verstehen. Ihre Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper, am Theater Klagenfurt, an der Kammeroper Hamburg, in Tel Aviv, Salzburg, St. Gallen oder Bern wurden Publikumsrenner. Aron Stiehl inszenierte auch in Florenz und Valencia sowie demnächst in Warschau.

MUSIKALISCHE LEITUNG Markus Bieringer REGIE Aron Stiehl BÜHNE Jürgen Kirner KOSTÜME Franziska Jacobsen DRAMATURGIE Tina Hartmann NEUFASSUNG DES TEXTES Carsten Golbeck

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