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DIE MÖWE

Kai Buchheister schrieb am 29.04.2013:
Vielen Dank für eine wunderbare, bizarr tiefsinnige Inszenierung und für hinreißende Schauspielkunst! Also, kein Streit mehr über das Regietheater. Es lebe hoch!
Moritz von Woellwarth schrieb am 28.04.2013:
betr.:"Die Möwe", letzte Vorstellung

Lieber Herr Gockel,
was sie und ihr Ensemble da hingelegt haben ist schlicht grandios! Existenziell, experimentell, bezaubernd, unterhaltend und herzzerreissend!
Bühnenbild, Musik und technische Umsetzung gepaart mit dem unglaublich intensiven Spiel des Ensembles, die wirklich alle perfekt besetzt waren, haben zu einem Gesamtkunstwerk geführt, das dem Text mehr als gerecht wurde. Filmische Elemente wurden auf der Theaterbühne spürbar, aber auch Dinge die eben nur das Theater kann: dreckig und übergriffig sein, mit allen Sinnen erlebbar, so das man es manchmal kaum aushält und sich wieder vor den Bildschirm wünscht. Ich gratuliere zur letzten Vorstellung und wünsche Ihnen und dem Staatstheater, daß die Qualität, die offensichtlich in Karlsruhe eingezogen ist, weiterhin große Erfolge feiert!
mit herzlichen Grüßen, Moritz v.Woellwarth
Manfred Richter schrieb am 07.01.2013:
Für mich war es eine sehr kurzweilige, gute aber auch witzige Unterhaltung. Ähnlichkeiten mit echten Menschen sind ja nicht zufällig... . Ein besonderes Dankeschön an die schönen musikalischen Einlagen und an das tolle Ensemble.
Desiree Paul schrieb am 05.01.2013:
...und DER VORNAME

Liebes Staatstheater,

zum Jahresbeginn zuerst einmal die allerbesten Glückwünsche. Möge die Saison so gut weitergehen, wie sie begonnen hat. Haben wir im vergangenen Jahr viele tolle Theaterabende bei Ihnen verbracht, so möchte ich als Gelegenheitsbesucher des Schauspiels einfach loswerden, dass auch das Schauspiel-Ensemble eine unglaubliche Klasse hat. Dieselben Schauspieler, die mich gestern in der Möwe zu Tränen gerührt haben, haben mich heute Tränen lachen lassen. Während der Vorname eine wunderbare Komödie mit vielen verspielten Details, beeindruckenden Gesangseinlagen und zielsicheren Pointen ist, hat mich die Möwe mit diesen suchenden und sehnenden Menschen zutiefst berührt. Auch dieser doppelte Kostja in seiner Zerissenheit und der Parallele zum wirklichen Heath Ledger, der posthum noch einen Oscar bekam, haben mich stark bewegt. Die Musikarrangements trugen zu der melancholischen Stimmung bei. Die drei Stunden vergingen wie im Flug. Den ganzen Tag hat es heute nachgewirkt. Wir werden beide Stücke nochmals besuchen, …..wenn es denn für den Vornamen mal wieder Karten gibt, die man nicht Monate im Voraus buchen muss. ;-)

Herzlicher Gruß
Désirée Paul
Karl-Heinz Krieger schrieb am 01.01.2013:

Wir waren am 31.12. in Die Möwe: Eine unglaubliche Fülle von Seh-Eindrücken, eine grandiose Gesamtleistung der Schauspielerinnen und Schauspieler mit erkennbarem hohem persönlichem Einsatz: Hier besonders Frau Löffler, und die beiden "Kostjas". Mit den beiden Kostjas auf der Bühne zeigen sie in erschreckender, oft schmerzhafter Weise eine gespaltene Persönlichkeit auf, ebenso liefern sie nachvollziehbar die Gründe für diese Entwicklung. Der scheinbar versöhnliche Schluss, durch das Aufgeben (Töten) des störenden Teiles und die Rückkehr Kostja in die ebenso kranke, aber da es die Mehrheit ist, dadurch "normale" Gesellschaft, halte ich für eine geniale Deutung in der Karlsruher Inszenierung. Vielleicht war es insgesamt ein bisschen viel: Die Pause ist zwar gut gesetzt, jedoch wird der erste Teil (3/4 des Stückes) anstrengend. Ein paar Bilder weniger wäre evtl. mehr. Dadurch käme man mit den überreichlichen Seheindrücken und den emotionalen Höhen und vor allem Tiefen besser klar. Herzlichen Dank für diese Auseinandersetzung mit diesem Werk! - Es war neben all diesen Deutungsversuchen auch eine großartige, abwechslungsreiche Unterhaltung.

Andreas Haag schrieb am 26.12.2012:
Sehr geehrte Theaterleitung,
vor 2-3 Jahren sahen wir eine großartige Tschechow Aufführung "Der Revisor" in Ihrem Haus. Was wir gestern mit "Der Möwe" erlebten, war desolat. Nicht die Schauspieler, sondern die Regiearbeit enttäuschte komplett. Leider! MFG
Martin Burger schrieb am 01.11.2012:
Diese entstaubte und moderne Möwe ist ein Glücksfall für unser Schauspiel. Mit einer Bühne, die die Möglichkeiten der schwierigen Spielstätte zu ihrem Vorteil nutzt, lebendiger Tontechnik unter Einbeziehung nachwirkender Bühnenmusik von Matthias Grübel und Kostümen, die die Protagonisten klar charakterisieren. Die aktuelle Sprache der neuen Übersetzung und die dramaturgischen Einfälle taten ein Übriges. An dem sehr gut durch den Dramaturgen Tobias Schuster begleitenden 3. Aufführungsabend wurden in der Einführung und im Publikumsgespräch wissenswerte Hintergrundinforamtionen geboten. Das anwesende Mit-Publikum teile meine Ansicht über den Glücksfall der Regieverpflichtung von Jan-Christoph Gockel. Ich würde mich freuen, bald wieder etwas von ihm in Karlsruhe zu sehen, auch wenn die lokale Theaterkritik nach wie vor nichts mit den aktuellen Inszenierungen anfangen kann.

In keinem meiner bisherigen Worte bin ich bis jetzt auf die darstellerischen Leistungen meines Lieblings-Ensembles eingegangen. Diese sind durchweg zu loben. Das sollten aber andere übernehmen, da ich vor lauter Begeisterung nicht kritikfähig bin.

Ich empfehle diese Theaterstück dem jungen Publikum nahezulegen, das bisher einen Bogen um diesen Kulturtempel macht. Zeigt es doch die grossartigen emotionalen Möglichkeiten der Bühne und kann als "Einstiegsdroge" wirken.
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