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WALLENBERG

Desiree Paul schrieb am 12.07.2012:

WALLENBERG am 07.07. und am 11.07.

Liebes Staatstheater, nachdem die Premiere am Samstag mich auf Tiefste berührte, besuchte ich gestern die Oper gleich noch einmal. Dieses Mal packte es mich noch sehr viel mehr. Die Bilder und die Musik hallen bis jetzt in mir nach. Ich muss hier nicht mit dem Regisseur einer alten vielleicht verklärten Geschichte mit konservierten Gefühlen nachempfinden, sondern werde hier hautnah von einem Thema aufgewühlt. Sich berieseln zu lassen gilt hier nicht. Nachdem ich mich im Vorfeld über die Oper informiert hatte, hatte ich ursprünglich die größten Bedenken. Aber dieser Abend hat mich gepackt und droht, mich nicht mehr so schnell loszulassen. Ob die Musik wertvoll ist oder nicht, überlasse ich den Musikwissenschaftlern in der Zukunft. Auf jeden Fall ist sie zusammen mit dieser für mich phänomenalen Inszenierung und den überragenden Solisten der für mich bewegendste Abend der Saison. Es gab Lustigeres, musikalisch Anmutigeres, Pompöseres, aber nichts emotional Gewaltigeres für mich. Dank auch an alle Solisten des Ensembles, eigentlich ungerecht, einen einzelnen besonders zu erwähnen, doch möchte ich hier einem für die körperlich spürbare Wucht seiner Darstellung meine Ehre erweisen. Das war einfach großartig, Tobias Schabel! Dankeschön! So eine Inszenierung ist großes Theater und "ganz große Oper", im wahrsten Sinne des Wortes. Dafür auch ans Sie herzlicher Dank. Hoffentlich spricht sich die Qualität dieser Produktion ganz schnell rum, sie hat ein volles Haus verdient. Und so mucksmäuschenstill im Zuschauerraum war es schon lange nicht mehr. Ihre Désirée Paul

nachtsonne schrieb am 08.07.2012:

...lieber "opernfreund", da sieht man mal wieder das man sich über geschmack nicht streiten kann, ich persönlich finde die musik sehr toll und was regie und bühne angeht finde ich die bezeichnung "war ok" überhaupt nicht passend, denn es war großartig! durchdacht von anfang an bis zum schluss, und man findet nicht mal eine minute sich zu langweilen. was man übrigens auch am applaus des publikums deutlich merkte! vielen dank für diese produktion!!

Opernfreund schrieb am 08.07.2012:

Auch die schwedische Schirmherrschaft kann aus der surrealen Story mit der teils lauten konstruierten Musik keinen dauerhaften Publikumsrenner machen. Es hat schon seinen Grund, warum nach der Dortmunder Uraufführung 2001 dies in Karlsruhe die erste Inszenierung ist. Die Musik ist die Ursache. Übrigens Regie und Ausstattung waren wirklich ok. Es bleibt abzuwarten, ob die "Passagierin" besser ankommt. Möglich ist es.

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