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EXTRAS

THEATERGESPRÄCH ÜBER GOTT UND DIE WELT

Das Spielzeitmotto Von Prüfungen verweist nicht auf die kleinen Prüfungsängste des Alltags, sondern auf existenzielle Lebenssituationen, wie sie das europäische Theater sie seit 2500 Jahren behandelt. Händels Oratorium Der Sieg von Zeit und Wahrheit beispielsweise wurde auf den Text eines Kardinals komponiert und propagiert eine Moral, die uns heute sehr fern, gerückt ist. Der irische Komponist Gerald Barry hat darauf mit einer kurzen Oper reagiert, die Menschen unserer Zeit auf die Bühne – und damit auf die Probe – stellt. In Arnold Schönbergs großem Chorwerk Gurrelieder verflucht König Waldemar, der die große Liebe seines Lebens verloren hat, Gott – doch am Ende ist er der Verfluchte, der als Untoter ruhelos über die Erde jagen muss, während ein glorreicher Sonnenanbruch den Triumph des Lebens verkündet. In Tschechows Die Möwe zeigt ein Selbstmord die allzu frühe Bilanz eines vermeintlich gescheiterten Lebensentwurfs an. Verrücktes Blut stellt alle Fragen der Migrationsdebatte auf den Kopf und spielt mit dem Gedanken, ob Erziehung zum Guten mit Gewalt möglich ist.

Das Theatergespräch über Gott und die Welt, initiiert von der Kunst- und Theatergemeinde und den Bildungswerken der beiden großen christlichen Konfessionen, nimmt ausgewählte Produktionen des STAATSTHEATERS zum Anlass für interessante Gespräche mit profilierten Referenten über Grundfragen des Lebens und deren Gestaltung in Werken der Kunst.
NEU Der Eintritt ist frei!
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