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SPIELZEITBILANZ: Mehr als 300.000 Besucher erreicht

v.l.n.r. Jan Linders (Schauspieldirektor), Ulrike Stöck (Leiterin JUNGES STAATSTHEATER), Axel Schlicksupp (Orchesterdirketor), Birgit Keil (Ballettdirektorin), Peter Spuhler (Generalintendant), Joscha Schaback (Operndirektor) - Foto: Felix Grünschloß

Von Prüfungen – Charakteristische Spielplanprofile haben sich bewährt: Mehr als 300.000 Besucher erreicht

„Wir fühlen uns jetzt richtig in Karlsruhe angekommen!“, freute sich Peter Spuhler in der heutigen Pressekonferenz, in der er zusammen mit Ballettdirektorin Birgit Keil, der Leiterin des JUNGEN STAATSTHEATERS Ulrike Stöck, Orchesterdirektor Axel Schlicksupp, Schauspieldirektor Jan Linders und Operndirektor Joscha Schaback die Bilanz seiner zweiten Spielzeit 2012/13 am STAATSTHEATER KARLSRUHE zog.
Der enorme Publikumszuspruch – zum ersten Mal seit 13 Jahren kann das STAATSTHEATER über 300.000 Zuschauer verzeichnen – sowie die Auszeichnungen der Theater- und Musikverlage mit dem Preis für das beste Konzertprogramm und den besten Opernspielplan sind Zeichen dafür, dass das künstlerische Profil des STAATSTHEATERS KALRSLRUHE überregional wahr- und vom Publikum angenommen wird. In der OPER wurde die Reihe der „Politischen Oper“ mit der deutschen Erstaufführung von Weinbergs Passagierin erfolgreich fortgesetzt. Mit Peter Grimes in der Regie von Christopher Alden setzte die Oper im Britten Jahr die Reihe „Meisterwerke des 20. Jahrhunderts“ fort. Der 200. Geburtstag Richard Wagners wurde mit Tannhäuser in der Ausstattung der Künstlerin rosalie, der Wiederaufnahme des Ring-Zyklus von Denis Krief sowie mit einem anregenden Rahmenprogramm aus Vorträgen, einer Ausstellung von Jonathan Meese und der Austragung des 7. Internationalen Gesangswettbewerbs für Wagnerstimmen ausgiebig gefeiert.
Den Höhepunkt des Konzertprogramms bildete die Aufführung von Arnold Schönbergs Gurreliedern mit über 300 Beteiligten, die auch gleichzeitig der Abschluss des Jubiläumsjahres zum 350. Geburtstag der BADISCHEN STAATSKAPELLE war. Sehr bewährt haben sich die neuen und neu gestalteten Konzertformate, die mit kurzen Moderationen in den Sonderkonzerten, den Jugend- und Kinderkonzerten sowie den Jugend- und Kinderkammerkonzerten auf Vermittlung setzen. Wie gut die Form dieser Konzerte ankommt, zeigt sich auch in den vielen erwachsenen Besuchern bei den Jugendkonzerten.

Der neue Titel STAATSBALLETT wurde der Compagnie zum 10-jährigen Jubiläum der Direktion von Birgit Keil und Vladimir Klos verliehen, und die Verlängerung des Vertrages der beiden Direktoren bis zur Spielzeit 2015/16 garantiert, dass die künstlerisch erfolgreiche Zusammenarbeit und der

Karlsruher Weg fortgesetzt werden. Das BALLETT bleibt weiterhin die Sparte mit der höchsten Auslastung von 94 %. Mit 12.500 Besuchern ist die Produktion In den Winden im Nichts des berühmten Schweizer Choreografen Heinz Spoerli die Produktion, die die meisten Besucher der Ballettsparte gesehen haben.
Dem SCHAUSPIEL ist es gelungen, ein charakteristisches Profil zu etablieren, das sich vor allem mit der Linie des „Philosophischen Theaters“ und dem VOLKSTHEATER deutlich von den Nachbarn Stuttgart und Mannheim unterscheidet. Die überregional beachtete Uraufführung von Müdigkeitsgesellschaft / Versuch über die Müdigkeit von Byung-Chul Han und Peter Handke sowie die deutschsprachige Erstaufführung Eine (mikro)ökonomische Weltgeschichte, getanzt, in der 45 Bürger aus Karlsruhe zusammen mit dem Philosophen Emmanuel Alloa auf der Bühne zu erleben waren, sind zwei dieser beispielhaften Projekte. Besonderes Ziel des SCHAUSPIELS ist die internationale Vernetzung. So gelang es, zum ersten Mal Premières, das wichtigste Festival junger europäischer Regisseure, in die Stadt zu holen. Freuen kann sich das SCHAUSPIEL über den höchsten Publikumszuwachs im Spartenvergleich – obwohl es Stellen zur Gründung des JUNGEN STAATSTHEATERS an dieses abgetreten hat. Die Besucherzahlen wuchsen um ca. 14.000 (22%) auf über 75.000 Besucher.
Das JUNGE STAATSTHEATER hat nach seiner zweiten Spielzeit bewiesen, dass es sich nun voll zu den etablierten Sparten des Hauses zählen darf. Nachdem es in der letzten Spielzeit Oper für Kinder ab 6 und 8 Jahren zu sehen gab, betrat Karlsruhe mit der Jugendoper Border für Jugendliche ab 14 Neuland. Die gute Auslastung dieser Produktion mit 82% ermutigt, dieses Experiment weiterzuführen. Besonders die fast 70 Jugendlichen, die den Chor bildeten, stellten eindrücklich unter Beweis, auf welch hohem Niveau mit den jungen Akteuren gearbeitet werden kann. Mit dem Tanzstück Frierschlotterschwitz für Kinder ab 3 wurden die allerkleinsten Zuschauer für Bewegung und Tanz interessiert. Die Verstärkung des Ensembles durch einen dritten Schauspieler, Sebastian Reich, ermöglichte es, den Vorstellungsbetrieb weiter auszubauen und im Vergleich zum Vorjahr die Besucherzahl um 10 % auf 34.000 zu steigern. Ungebrochen hoch ist nach wie vor das Interesse der Schulen. Mit 453 Schulen, die das Theater besuchten, konnten 170 mehr als im Vorjahr erreicht werden.

Am Ende dieser Spielzeit zählt das STAATSTHEATER über 300.000 Besucher und damit 9% mehr als in der vergangenen Spielzeit. Zum letzten Mal lag die Besucherzahl in der Spielzeit 1999/2000 über der 300.000er-Marke. Addiert man noch die Besucher des Opernballs, der externen Gastspiele und des theaternahen Rahmenprogramms dazu, kommt man auf über 315.000 Besucher. Die Gesamtauslastung lag bei 85%. Es fanden 883 Veranstaltungen statt (2011/12: 786).

In fast allen Sparten ist ein Zuwachs der Besucherzahlen zu verzeichnen: SCHAUSPIEL +22 %, OPER + 10%, JUNGES STAATSTHEATER +10 %. In der Ballett- und Konzertsparte blieben die Zahlen auf ihrem gewohnt hohen Niveau.

Die Öffnung des STAATSTHEATERS wurde weiter vorangetrieben: In Kooperation mit dem House of Competence des KIT und der Studierendengruppe ENACTUS kann seit Februar in einem deutschlandweit einzigartigen Modell das FOYER des STAATSTHEATERS tagsüber als Lernraum, der sogenannten TheaBib & Bar, für Studierende genutzt werden. Studierende der Pädagogischen Hochschule sowie der Hochschule für Musik erhalten über ein Finanzierungsmodell zwischen Hochschule, Studierendenvertretung und STAATSTHEATER Restkarten. Bereits 1.300 Studierende haben seit Einführung im Februar 2013 hiervon Gebrauch gemacht.

 

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