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DAS GROSSE SCHIFF DER UTOPIE - Regisseur Pascal Rambert im Gespräch über seine „WELTGESCHICHTE“

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„Ich habe die Karlsruher und ihre Texte bewundert, ihren Mut, diese persönlichen Texte zu lesen“, bemerkte ein Zuschauer im Publikumsgespräch nach dem großen Volkstheaterprojekt am Freitag. Als Performer Beteiligte bemerkten dazu: „Ich denke gar nicht über die Situation nach, sonst würde der Mut mich verlassen.“ „Ich bin auf der Bühne, ich bin der Text.“ „Es ist ein großer Vorteil, dass unser Vortrag flüchtig ist. Der Text steht nicht am nächsten Tag in der Zeitung.“ Pascal Rambert, der Regisseur Eine (mikro)ökonomische Weltgeschichte, getanzt der die Performance schon in Frankreich und Japan inszeniert hat und demnächst in New York und Los Angeles mit der lokalen Bevölkerung erarbeiten wird, ergänzte: „Wir Zuschauer haben den Texten Halt gegeben, durch unsere Aufmerksamkeit, unsere Blicke. Und das, wo die Texte und ihr Vortrag vollkommen unkontrolliert sind. In unserer Welt gibt es selten Orte ohne Kontrolle. Kunst sollten Orte der Freiheit sein, die Kunst muss der Stachel im Fuß der Gesellschaft sein und zugleich der Ort, an dem man die Schönheit des Lebens in seiner Unvollkommenheit teilt. Es gibt keine Utopien mehr; Theater wie das STAATSTHEATER sind große Schiffe für Utopien, man muss sie unbedingt erhalten.“

Die Performance mit 45 Karlsruher Bürgern, 4 Schauspielerinnen und dem Philosophen Emmanuel Alloa wird nur noch dreimal gespielt, am 14., 17. und 19.7. im KLEINEN HAUS.
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