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VOYAGE EN ITALIE: Philosophisches Theater aus Frankreich

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„Raffiniert, wie die Franzosen die Philosophie aus dem Gegenwärtigen, Offensichtlichen entwickeln“, so ein Zuschauer nach dem mit großem Applaus belohnten Gastspiel des Théâtres de la Manufacture, Nancy am Dienstag abend im STUDIO.
In einem stimmungsvollen Dekor mit Requisiten und Kostümen aus der Renaissance spielten Bruno Ricci und Christian Rist die Reise des an Nierensteinen leidenden Philosophen Michel de Montaigne über die Bäderstädte im Elsaß, in Süddeutschland, der Schweiz und Italien plastisch nach – pro Station ein Stein.
Dazu hatten Regisseur Michel Didym und seine Schauspieler Reflexionen aus den berühmten Essais gemischt, die wirkten, als seien sie gerade erst geschrieben.
„Ich weiß, Reiselust zeugt von Unruhe und Unbeständigkeit. Aber ich sehe auch im Traum nichts, an das ich mich halten kann. Reisen scheint mir eine lohnenswerte Übung. Der Körper ist weder untätig noch müde, und die Bewegung lässt ihn atmen.“
Nach dem von der Stadt Karlsruhe unterstützten Gastspiel aus der Partnerstadt Nancy, an dem auch Kulturbürgermeister Wolfram Jäger und Vertreter des Stadtrats teilnahmen, lud Intendant Didym das Schauspiel zu weiteren Gastspielen nach Lothringen ein.
Schauspieldirektor Jan Linders freute sich über die künstlerischen Verbindungslinien mit dem philosophischen Theater, von Männerphantasien über Müdigkeitsgesellschaft bis Eine (mikro)ökonomische Weltgeschichte, getanzt.

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