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DAS GEHEIMNIS DES SCHÄDELS - Auf den Spuren der Weltkultur

Ein ganz besonderes Projekt eröffnete gestern das 2. VOLKSTHEATERFESTIVAL in der INSEL: Das Geheimnis des Schädels - Auf den Spuren der Weltkultur, das aus einer Kooperation zwischen dem Badischen Landesmuseum, der Pädagogischen Hochschule, dem STAATSTHEATER und der Anne-Frank-Werkrealschule aus Oberreut hervorging. Begeisterte Rufe ertönten in der INSEL nach der Präsentation dieses selbstentwickelten Stücks von 15 SchülerInnen der Anne-Frank-Schule, die spielten und auch die Requisiten selbst herstellten.
Das Stück erzählt eine kurze und unterhaltsame Geschichte, die sich um zwei Gegenstände aus dem Museum dreht: eine Sonnenuhr und eine große Muschel. Die Schüler finden die Gegenstände durch die Eingebungen eines magischen Totenschädels, gehen mit ihnen auf Reise um die Welt und lüften dabei ihre Geheimnisse - und das des Schädels. Am Ende landen alle wieder im Museum und geben preis, welche ihrer privaten Gegenstände sie selbst gerne in einem Museum sehen würden. Die 11 Schülerinnen und Schüler, die zum ersten Mal auf der Bühne standen, bekamen großen Applaus!

Die Kooperation enstand anlässlich der neuen Dauerausstellung WeltKultur / Global Culture im Badischen Landesmuseum. Vier Studentinnen der PH: Joana Gall, Sylvia Gamroth, Sarah Hochadel, Nadine Sandhöfer entwickelten innerhalb von einem Semester das Stück mit den SchülerInnen anhand von Gegenständen aus der bekannten Wunderkammer des Museums. Unterstützt wurden sie dabei von Dr. Beate Laudenberg (PH), dem Theaterpädagogen Marco Ober, der Schauspieldramaturgin Kerstin Grübmeyer, Katharina Hofmann (Kunstpädagogin der Anne-Frank-Schule) und Kerstin Hetzel vom Badischen Landesmuseum. Initiiert wurde das Projekt von Dr. Sarah Hoke vom Referat Museumspädagogik und Ausstellungsdidaktik des Museums.
Wie gehen junge Menschen heute eigentlich mit dem Thema Interkultur um? Wie betrifft es sie im Alltag? Was bedeuten die Begriffe „das Eigene“ und „das Fremde“ überhaupt noch für sie? Und wie finden sie ihre Sicht der Welt in einer Museumsvitrine oder auf einer Bühne wieder?
Die neue Dauerausstellung beschäftigt sich mit transkulturellen Phänomenen und setzt dem eurozentrischen, linearen Geschichtsverständnis eine zyklisch-räumliche Geschichtsauffassung entgegen. Sie folgt damit dem Ansatz, dass die Kulturen sich schon immer gegenseitig durchdrungen haben, d. h. dass durch die Begegnung mit dem Fremden, seiner Aneignung und schließlich Ab- und Umwandlung in das Eigene bei allen Kulturen eine „multikulturell und universal verknüpfte Menschheit“, somit eine „Weltkultur“ entstanden ist.

Das Geheimnis des Schädels wird noch einmal beim Museumsfest des Badischen Landesmuseums zu sehen sein: 14.7.13 um 13 Uhr in den Ausstellungsräumen 

ES SPIELEN Samuel-Joel Arwaj, Kelim Gönem, Marc Hecht, Timo Jilg, Miguel Reinich, Kaan Sahin, Rudolf Sterz, Maik Wehrle, Natalie Brauchler, Melissa Dogan, Sarina Huck, Ilayda Özdemir, Meike Scherer, Vivien Sha, Annika Mühleisen

PROJEKTLEITUNG Kerstin Hetzel (Badisches Landesmuseum), Kerstin Grübmeyer, Marco Ober (STAATSTHEATER KARLSRUHE), Dr. Beate Laudenberg (Pädagogische Hochschule), Katharina Hofmann (Anne-Frank-Schule)

STÜCKENTWICKLUNG Joana Gall, Sylvia Gamroth, Sarah Hochadel, Nadine Sandhöfer (Studierende der Pädagogischen Hochschule)

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