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EINE (MIKRO) ÖKONOMISCHE WELTGESCHICHTE, GETANZT: Premiere mit 45 Karlsruhern auf der Bühne

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So ein Schlussbild war im KLEINEN HAUS bisher noch nicht zu sehen: Zum langanhaltenden, intensiven Applaus liefen am Donnerstag abend immer wieder 45 Karlsruher dicht an dicht an die immerhin 24 Meter breite Rampe. Dazu kamen die Ensembleschauspielerinnen Ute Baggeröhr, Stephanie Biesolt, Shari Crosson und Cornelia Gröschel, der Philosoph Emmanuel Alloa und der Pariser Regisseur, Autor und Choreograf Pascal Rambert. Nach 100 Prozent Karlsruhe und Der Gastfreund / Die Argonauten feierte wieder ein ebenso künstlerisches wie emotionales VOLKSTHEATER-Projekt auf großer Bühne Premiere. Die Karlsruher bildeten farbige Bewegungsbilder, schrieben live auf der Bühne Texte und trugen sie vor; die Schauspielerinnen spielten Szenen aus der Weltgeschichte der Ökonomie, die der belgisch-französisch-deutsche Philosoph Emmanuel Alloa humorvoll und pointiert kommentierte. Damit steht der Abend zugleich in der Reihe mit Inszenierungen philosophischer Texte von Peter Sloterdijk (Du mußt dein Leben ändern), Byung-Chul Han (Müdigkeitsgesellschaft) und Klaus Theweleit (Männerphantasien). Pascal Rambert, einer der innovativsten Regisseure und Autoren Frankreichs, Intendant des Theaters von Gennevilliers vor den Toren von Paris, zeigte hier seine erste Arbeit in Deutschland. Diese ist ein Beitrag Karlsruhes zum 50. Jahr der französisch-deutschen Freundschaft. Darsteller und Publikum feierten noch bis tief in die Nacht in der wiedereröffneten Coconut-Bar auf der Terrasse des STAATSTHEATERS.
Bis zum 19.7. ist der ungewöhnlichste Schauspiel-Abend der Saison noch sechs Mal zu erleben.

 

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