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TIMO TANK zum STAATSSCHAUSPIELER ernannt

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Nach der Premiere von Kleists Prinz Friedrich von Homburg am Donnerstagabend überreichte Generalintendant Peter Spuhler im Namen der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, dem Schauspieler Timo Tank seine Ernennungsurkunde zum Staatsschauspieler. Der Verwaltungsrat des STAATSTHEATERS KARLSRUHE hatte in seiner Sitzung im Februar diesen Jahres dem Vorschlag des Generalintendanten zugestimmt.

Timo Tank, geb. am 15.2.1969 in Kiel, ist seit dem 4.9.2002 am BADISCHEN STAATSTHEATER KARLSRUHE als Schauspieler verpflichtet.
Zunächst ließ er sich als Hörgeräteakustiker ausbilden, doch dann wurde sein Schauspieltalent entdeckt und Timo Tank in die Schauspielschule seiner Heimatstadt aufgenommen. Nach der Bühnenreifeprüfung war er an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, an den Städtischen Bühnen Münster und am Landestheater Tübingen engagiert, wo er unter anderem den Hamlet spielte und dafür 2002 in der Zeitschrift „Theater heute"‚ als Schauspieler des Jahres nominiert wurde. Von dort nahm ihn Schauspieldirektor Knut Weber 2002 an das STAATSTHEATER KARLSRUHE mit.

Zu seinen wichtigsten Rollen in Karlsruhe zählen Sultan Saladin in Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing, Hagen Tronje in Die Nibelungen von Friedrich Hebbel, Happy in Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller, Truffaldino in Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni, Tartaglia, König von Monterotondo, in Der schöne grüne Vogel von Carlo Gozzi, Torvald Helmer in Nora von Henrik Ibsen, Achilles in Penthesilea und Friedrich Wetter Graf vom Strahl in Käthchen von Heilbronn von Heinrich von Kleist, Goldberg in Die Goldberg-Variationen von George Tabori, Harry Haller in Der Steppenwolf von Hermann Hesse, Mr. Marmalade in Mr. Marmalade von Noah Haidle, Edmund in König Lear von William Shakespeare und die Titelrolle des Manfred „Manni‚ Schneider in der Uraufführung Big Money von Peter Lund.

In der Generalintendanz von Peter Spuhler und der Schauspieldirektion von Jan Linders ab 2011 spielte er herausragend weitere Rollen wie den schwarzen finnischen Oberfeldherr Berdoa in Grabbes Herzog Theodor von Gothland, den Großvater in Peter Handkes Immer noch Sturm, den Autor in Falk Richters My Secret Garden, den Robespierre in Büchners Dantons Tod und zuletzt den Herrn von Sala in Schnitzlers Der einsame Weg.

Mit seiner Spielfreude und Intelligenz, seinem Humor und seiner Wandlungsfähigkeit hat Timo Tank ein extrem breites Rollenrepertoire immer so anspruchsvoll wie überraschend gestaltet. Er ist ein verdientes und beliebtes Ensemblemitglied, dem die Herzen des Karlsruher Publikums gehören und der auch nach dem Intendantenwechsel ein Protagonist mit ausgezeichneter künstlerischer Leistung und integrativem sozialen Verhalten ist. Die Verleihung des Titels STAATSSCHAUSPIELER soll Herrn Timo Tank, nicht nur ehren, sondern auch danken für die treu geleistete künstlerische Tätigkeit.

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