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"Von Explosion zu Explosion" - GAS I und II feierte Premiere in Recklinghausen

 - Foto: Felix Grünschloß

Mit großem Applaus wurde die Rückkehr von Hansgünther Heyme zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen bedacht. Der langjährige Intendant hatte in einer Koproduktion des STAATSTHEATERS und der Ruhrfestspiele die Wiederentdeckung der Gas-Dramen aus der Sozialen Trilogie von Georg Kaiser inszeniert.

Die Hauptdarsteller Andrej Kaminsky und Jan Andreesen spielten Miliardärsohn und Ingenieur in Gas I und Großingenieur und Miliardärarbeiter in Gas II - gespannt verfolgten die Zuschauer, wie sie den Konflikt um Risiko und Verantwortung im Umgang mit der Hochtechnologie mit Kaisers faszinierend expressiver Sprache lebendig werden ließen. Verblüffend aktuell erscheint das selten gespielte Werk in diesen Tagen; wenn am Ende von Gas II fühlt man sich schrecklich an die Krisenherde unserer Zeit erinnert. Ausstatter Sebastian Hannak hatte einen beeindruckenden Raum in das KLEINE THEATER im Ruhrfestspielhaus gesetzt - eine zerborstene Industriehalle, deren Ausläufer in den Zuschauerraum hineinragen und so das Publikum miteinbeziehen. Saskia Bladt erweiterte mit ihren Klangkompositionen den Saal in Raum und Zeit und gab so den bei Kaiser beschriebenen Massen symbolisch Gestalt.

Die Inszenierung ist noch bis Samstag in Recklinghausen zu sehen, bevor sie am 8. Mai 2014 die EUROPÄISCHEN KULTURTAGE in Karlsruhe eröffnen wird.

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