NEWS

Gewaltfreie Gesellschaft? Theatergespräch über Gott und die Welt

 - Foto:

Einer Lehrerin fällt die Waffe eines störenden Schülers in die Hand; mit Gewalt kann sie jetzt endlich Schiller unterrichten: Verrücktes Blut, die postmigrantische Komödie von Nurkan Erpulat und Jens Hillje, regt zu intensiven Auseinandersetzungen an.
Im gut besuchten Gespräch über Gott und die Welt, veranstaltet von der Kunst- und Theatergemeinde Karlsruhe (KTG) und den beiden christlichen Bildungswerken, leitete Prof. Jürgen Ulmer, Vorsitzender der KTG, am Montag abend eine Diskussion über das Stück aus theologischer Sicht.

Pfarrerin Kira Busch-Wagner berichtete von ihren eigenen sich wandelnden Erfahrungen mit jungen Menschen im Religionsunterricht und dem Zerfall der großen, eine Gesellschaft einenden Erzählungen. Schauspielerin Ute Baggeröhr beschrieb, wie sie in der Rolle der Lehrerin versucht, das Publikum zunächst zur Akzeptanz von Gewalt zu verführen, ehe das Stück eine überraschende Wendung nimmt und jedem Zuschauer klar wird, das Erziehung mit Gewalt keine Lösung ist. Schauspieldirektor Jan Linders machte sich Gedanken über den Zusammenhang von Demut als Tugend und Demütigung als Gewaltakt.

Die erfolgreiche Inszenierung wird in die nächste Spielzeit übernommen und spielt zum Abschluss der Woche der Jungen Schauspieler am 23.5. in Bensheim.
Nächste Vorstellungen im KLEINEN HAUS am 7. und 16.7. sowie am 10.7. mit türkischen Übertiteln.

Navigation einblenden