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Kannsch nix sage – ein Traum in Himmbeerrot beim 30. OPERNBALL in Karlsruhe

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Eine rauschende Ballnacht fand erst in den frühen Morgenstunden ihr Ende: zum 30. Mal zeigte sich das STAATSTHEATER prächtig glamourös und hatte mit Galaprogrammen im GROSSEN und KLEINEN HAUS und 6 verschiedenen Dance-Floors zum Opernball geladen.

Aus einem Meer von Blumen von der Firma Eventfloristik tauchten die Foyers auf und die geschmackvolle Ausstattung in den Trendfarben der Saison von Rainer Sellmaier tat ein Übriges, um das STAATSTHEATER wie verwandelt erscheinen zu lassen. Generalintendant Peter Spuhler eröffnete das Galaprogramm auf der Bühne des GROSSEN HAUSES und freute sich nicht nur über das 30. Jubiläum des Balles sondern auch darüber, dass der Karlsruher heute der größte Opernball im Südwesten ist. Schirmherr des Balles, IHK Ehrenpräsident Bernd Bechtold, bedankte sich für die ihm zuteil gewordene Ehre und brachte seine tiefe Verbundenheit mit dem STAATSTHEATER zum Ausdruck als er zur Überraschung aller 10 Stuhlpatenschaften im GROSSEN HAUS erwarb.

Auf der Bühne des GROSSEN HAUSES zeigten drei junge Künstler ihr Können: die Solistin des Bolschoi Theaters, Venera Gimadieva, verzauberte mit Arien von Gounod und Bellini das Publikum; der junge Schlagzeuger Alexej Gerassimez begeisterte mit dem zweiten Satz des Ersten Marimbakonzerts von Emanuel Sejourne und einem selbst komponierten furiosen Solo auf der Kleinen Trommel, das er als Zugabe spielte; das Show-Tanzpaar Melissa Ortiz Gomez und Jürgen Schlegel zeigten mit einer gefühlvollen Rumba, einem fetzigen Jive und einem rassigen ChaChaCha, ihre phänomenalen Fähigkeiten, die beide bereits bei der RTL Show „Let‘s dance“ unter Beweis stellten.

Mit einer Arie aus Ein Maskenball gab Opernensemblemitglied Andrea Shin einen Vorgeschmack auf die neue Spielzeit. Doch nicht nur glamouröse Opernmomente bot der Jubiläumsball, sondern es wurde auch hoch emotional, als Wolfgang Sieber von Generalintendant Peter Spuhler zum „Mister Opernball“ gekürt wurde. Nicht nur dem ehemaligen Verwaltungsdirektor standen Tränen in den Augen, als Ks. Edward Gauntt dessen Wunschtitel Ol‘ man river interpretierte. Sieber hatte den Ball 1984 zum ersten Mal nach Karlsruhe gebracht.

Das Finale sangen Ks. Barbara Dobrzanska und Andrea Shin sowie der STAATSTOPERNCHOR, der zuvor schon mit zwei weiteren Nummern in Erscheinung getreten war. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Justin Brown, seines Stellvertreters Johannes Willig, der Dirigenten Steven Moore und Justus Thorau sowie des Chordirektors Ulrich Wagner war das Galaprogramm in besten Händen.

Einer der Höhepunkte des Galaprogramms war sicherlich das Ballett Defilée, das alle Choreografien der zehnjährigen Ära der Ballettdirektion von Birgit Keil auf die Bühne brachte und einen Auszug aus Tschaikowskis Sinfonie Pathétique zeigte. Schließlich eröffnete das STAATSBALLETT zu den Klängen von Johann Strauß‘ Kaiserwalzer den Ball auch für das Publikum auch zum Tanz.

Im KLEINEN HAUS sorgte die SWR 1 Formation Pop & Poesie für Begeisterung. „Genau die richtige Mischung für unsere Altersklasse, alles unsere Songs, unbedingt nächstes Jahr wieder“, meinte ein Mittfünfziger aus dem Publikum. Schauspieler und Band rund um den musikalischen Leiter Peter Grabinger sowie Regisseur und Moderator Matthias Holtmann wurden lange und intensiv beklatscht.

Zum Tanzen bis in die Morgenstunden luden im Anschluss an die Galaprogramme die Opernball-Traditionsband Pepe Lienhard-Orchester im Wechsel mit den The ReBeatles im GROSSEN HAUS sowie die Konrad Kater-Kapelle im KLEINEN HAUS ein. Südamerikanisch wurde es in den FOYERS. Die Salsa-Tanzfläche mit den heißen Rhythmen von DJ Rumbero wurde von einem vorwiegend jungen Publikum gut angenommen und die Tango Band im Unteren FOYER brachte aus so manchem Karlsruher den feurigen Argentinier zum Vorschein. Nach dem Eintanzen mit Frag mich! Tanzlehrer und DJ der Tanzschule Gutmann im STUDIO und einem wunderschönen und gefühlvollen Gastauftritt der Karlsruher Singer- und Songwriterin Eva Croissant verwandelte René Hagdorn die kleinste Spielstätte des STAATSTHEATERS in eine heiße Discohöhle.

Als wären der Höhepunkte noch nicht genug, trat das Karlsruher Allroundtalent Martin Wacker um Punkt Mitternacht als Theaterinspizient auf. Der Stadionsprecher des KSC und Cheforganisator von DAS FEST zauberte zur Mitternachtsshow nahezu 30 alte Opernball-Requisiten und -Anekdoten aus dem Koffer.

Erstmalig öffnete das STAATSTHEATER seine Kasse auch am Abend des Opernballs selbst, um mit dem neuen Angebot der Late Night Tickets auch noch kurzentschlossenen Ballfans den Eintritt zu ermöglichen. Über 80 dieser Tickets zu 29 Euro und Einlass ab 23.00 Uhr fanden im Vorverkauf und am Ballabend selbst ihre Abnehmer.

 

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