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Von Tränen, Frauenbildern und der männlichen Rede

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Im Rahmen der 12. Frauenperspektiven begeisterten gestern Vanessa Stern und ihre fünf Mitstreiterinnen mit Das Kapital der Tränen das Publikum im STUDIO. Die 2012 in den Berliner Sophiensälen uraufgeführte Produktion nimmt humorvoll und scharfsinnig die Arbeitsbedingungen und Identitäten von sechs Schauspielerinnen aufs Korn, mit Statistiken über 178 gestorbene Bühnentode, Heulperformances auf Stadttheaterbühnen, in Film und Fernsehen und einer Heul-Guerilla-Truppe, die die Nicht-Orte des Berliner Stadtraums unsicher macht.
Dem stürmischen Beifall nach 110 Minuten folgte ein Podiumsgespräch mit Vanessa Stern, Regisseurin Mareike Mikat, deren Inszenierung von Medea im STUDIO läuft, und dem Kulturtheoretiker Klaus Theweleit, dessen Buch Männerphantasien Patrick Wengenroth im STUDIO uraufgeführt hat. Moderiert durch Schauspieldramaturgin Kerstin Grübmeyer führten sie ein angeregtes Gespräch über die Figur der Medea und ihren Unterschied zu anderen klassischen Frauenrollen, über Besetzungspolitik, den Postfeminismus und die Frage, ob es anschließend an die seit einiger Zeit geführte Blackfacing-Debatte nicht auch eine Gender-Debatte im deutschen Theater geben müsse.

Mehr Informationen zu Das Kapital der Tränen hier

Männerphantasien sind wieder zu sehen am 30.4..

Medea läuft wieder am 21.5. und zum letzten Mal am 14.6. im STUDIO.

Das Gesamtprogramm des Festivals Frauenperspektiven finden Sie hier.

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