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STAATSTHEATER stellt den Spielplan 2013/14 vor: Zuschauergunst und gesellschaftliches Engagement

v.l.n.r. Generalmusikdirektor Justin Brown, Leiterin des JUNGEN STAATSTHEATERS Ulrike Stöck, Verwaltungsdirektor Michael Obermeier, Ballettdirektorin Prof. Kt. Birgit Keil, Operndirektor Joscha Schaback, Generalintendant Peter Spuhler, Schauspieldirektor Jan Linders - Foto: Felix Grünschloß

Auf der heutigen Pressekonferenz stellte Generalintendant Peter Spuhler zusammen mit seinen Spartenleitern den Spielplan für die Saison 2013/14 vor. Insgesamt gibt es 35 Premieren, hinzu kommen fast 40 Wiederaufnahmen.

Das Motto der Spielzeit Von Grenzen und Wegen wird von innovativen Ideen aller Sparten gefüllt. „Wir befinden uns dann in der ‚Halbzeit‘ der Intendanz und wollen genau wissen, wo wir auf unserem Weg stehen. Im intensiven Dialog mit unseren Zuschauern schauen wir, was wir noch verbessern können.“ Zuletzt war das Programm des STAATSTHEATERS mehrfach ausgezeichnet worden („Ort im Land der Ideen“, Preis für das beste Opern- und das beste Konzertprogramm). Die Sparten haben insgesamt starke Publikumszuwächse zu verzeichnen.

Fast immer ausverkauft sind die Vorstellungen des STAATSBALLETTS, das 2013 seine zehnjährige Arbeit unter der Leitung von Kammertänzerin Prof. Birgit Keil feiert. Ihr „Karlsruher Weg“ bedeutet zum einem die Fortsetzung der bilderstarken Handlungsballette mit Youri Vámos Dornröschen - die letzte Zarentochter, zum anderen gekonnte Zeitgenossenschaft mit drei Kreationen (Uraufführungen) von Jörg Mannes, Reginaldo Oliveira und Tim Plegge unter dem Titel Mythos. Zusammen mit den vielen Wiederaufnahmen der erfolgreichsten Produktionen der letzten Jahre wartet ein ausgesprochen vielfältiger und opulenter Spielplan auf die Zuschauer des STAATSBALLETTS.

Für die OPER sind das Wagner-Jahr und das Verdi-Jahr 2013 bestimmend. Wagners Meistersinger werden in einer Neuinszenierung der Ring-Award Gewinner Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier präsentiert. Hinzu kommen die Wiederaufnahmen von Tannhäuser in der beeindruckenden Ausstattung von rosalie und des Fliegenden Holländers.

In Verdis Maskenball werden Ensemblemitglieder wie Heidi Melton, Ks. Barbara Dobrzanska, Ks. Ewa Wolak und Ks. Ina Schlingensiepen glänzen.

Weitere Werke sind John Adams Doctor Atomic als politische Oper über die Verantwortung der Wissenschaft, Boris Godunow, die Operette Die Fledermaus und die Kinderoper Wo die wilden Kerle wohnen nach dem berühmten Bilderbuch von Maurice Sendak. Darüber hinaus wird es erstmals eine Kinderoper im Klassenzimmer geben.

Zu den Festspielen inszeniert der junge Franzose Benjamin Lazar Händels Riccardo Primo mit Kerzenbeleuchtung, barocker Gestik und historischer Ausstattung.

Das wieder intensiv gefragte SCHAUSPIEL setzt auf starke Spieler und soziales Engagement. Schauspieldirektor Jan Linders: „Wir wollen mit Humor, aber auch mit ernsthaftem Dialog, Grenzen unserer Gesellschaft aufzeigen“. Mit Lutz Hübner und Ingrid Lausund werden zwei der profiliertesten deutschen Komödienautoren und amüsantesten Gesellschaftskritiker erstmals am STAATSTHEATER vorgestellt. Hinzu kommen Fremdraumpflege, ein mit dem Theater Pforzheim entwickeltes und aus dem Innovationsfonds Kunst der Landesregierung gefördertes Theaterprojekt in Wohnungen von Migranten, sowie die Projekte Rechtsmaterial über Neonazis in Deutschland und Aus – das Leben nach dem Spiel über ehemalige Fußballhelden und Trainer, die vom Erfolgs- und Berufsweg abgekommen sind. Den Start in die Spielzeit macht die opulente musikalische Rio-Reiser-Revue König von Deutschland. Der deutsche Liedermacher steht beispielhaft für Grenzüberschreitungen, neue Wege und gesellschaftliches Engagement. Hinzu kommen zwölf weitere Inszenierungen von großen Klassikern wie Shakespeares Sommernachtstraum, über Kabale und Liebe, Endstation Sehnsucht bis hin zu Hesses Glasperlenspiel, das am STAATSTHEATER KARLSRUHE erstmals auf einer Bühne zu sehen sein wird.

„Gehörte unser Augenmerk zuletzt den jungen Leuten, so wollen wir uns in der Spielzeit 2013/14 verstärkt den älteren Besuchern zuwenden“, so Generalintendant Peter Spuhler. Beispielhaft steht das von der Europäischen Gemeinschaft geförderte europäische Partnerschaftsprogramm The Art of Ageing mit der Uraufführung des Stücks Irgendwann in der Nacht der berühmten 88-jährigen Künstlerin Etel Adnan. Gleichzeitig plant das STAATSTHEATER eine Initiative, um vereinsamten älteren Menschen den Theaterbesuch möglich zu machen – analog zu den Kulturlotsen des JUNGEN STAATSTHEATERS, wo Kinder von begeisterten Theaterzuschauern zum gemeinsamen Vorstellungbesuch eingeladen werden. Darüber hinaus arbeiten wir weiter an der europäischen Vernetzung des STAATSTHEATERS.

Dem JUNGEN STAATSTHEATER unter Leitung von Ulrike Stöck ist es in eineinhalb Jahren gelungen, ein breites Angebot für jede Altersstufe aufzubauen und fast alle Karlsruher Schulen als Partner und regelmäßige Besucher zu gewinnen. „Nur vier Schulen fehlen uns noch, diese wollen wir in 2013/14 von uns überzeugen“, so Stöck. Gelingen wird das mit Werken wie Stadt Land Fluss über Landkarten, Roma Romeo und Sinti Carmen über Sinti und Roma, Fucking Åmål nach dem berühmten Film oder Mia schläft woanders nach dem beliebten Kinderbuch von Pija Lindenbaum.

Neu ins Ensemble des STAATSTHEATERS kommen die Balletttänzer Naoka Hisada und Juliano Toscano, die Opernsängerinnen Emily Hindrichs und Christina Bock, der Sänger Max-Friedrich Schäffer sowie die Schauspielerin Florentine Krafft. Neu ins Opernstudio kommen der Tenor Nando Zickgraf und der Bassbariton Yang Xu.

Insgesamt wird das BADISCHE STAATSTHEATER in der Saison 2013/14 rund 1000 Veranstaltungen für jedes Alter und für alle Teile der Gesellschaft in und um Karlsruhe anbieten. „Wir sind ein echtes Volkstheater und kommen der schönen und wichtigen Idee ‚Theater für alle‘ immer näher!“, so Peter Spuhler. Nicht nur bei den Gesamtbesuchern, auch bei den Abonnenten gibt es in der laufenden Spielzeit Zugewinne. „Die Stärkung des Abonnements und die Gewinnung neuer Zuschauer wollen wir intensiv vorantreiben. Ich danke allen Mitarbeitern vor und hinter den Kulissen für ihren außerordentlichen Einsatz und für die hervorragende Arbeit!“, so der Generalintendant.

Das Spielzeitheft mit dem kompletten Programm erscheint Mitte Mai. 
Ab 2. Mai kann man sich für eines der vielfältigen Abonnementangebote vormerken lassen – beispielsweise für das neue Samstags-Schauspiel-Abonnement.
Für ausgewählte Vorstellungen der neuen Spielzeit startet der Vorverkauf ab 1. Juli.
Der Vorverkauf für die gesamte Spielzeit beginnt am 9. September mit Öffnung der Theaterkassen nach der Spielzeitpause.
Der Konzertspielplan des STAATSTHEATERS wird von Generalmusikdirektor Justin Brown auf einer Pressekonferenz am 6. Juni um 14 Uhr vorgestellt.

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