NEWS

DANTONS TOD zum 25. Mal

 - Foto:

"Die knapp 110-minutige Aufführung lässt die Wucht dieser Wortgefechte um Leben und Tod, zur Geltung kommen, indem sie sich wohltuend auf die Präsenz der Schauspieler konzentriert. Jan Andreesen etwa gibt den St. Just als sportiv tänzelnden Aufpeitscher, Timo Tanks Robespierre verbirgt unter beschwörendem Predigtton im pastorenhaften Tugend-Look (Kostüme: Claudia González Espindola) seinen bedingungslosen Machtanspruch, der sich nur in kurzen Eruptionen verrät, und Thomas Halle steuert als Camille Desmoulins die Facette des poetischen Visionärs bei. Ihm hat die Strichfassung, die sämtliche Anspielungen auf das Bordell-Lotterleben von Danton & Co getilgt hat, als einzigem die Frau gelassen: Joanna Kitzl zeigt die Lucile anfangs als rehäugiges Naivchen, das aber im Schmerz des Verlustes ergreifende Tiefe gewinnt. Frank Wiegard darf als Danton in einer historischen Einleitung Stärke zeigen und so die Figur verorten. (...) als es gegen Ende ans Sterben geht, gewinnen er und die Aufführung große Intensität, und den leisen Szenen wird so mucksmäuschenstill gelauscht, dass man aus dem Foyer den Pausengong vom Opernhaus hört. Dieser „Danton“ wäre auch Schülern als sinnlich erfahrbare Lektürehilfe zu empfehlen – wie allen, die einen der stärksten Texte der deutschen Literatur nahegebracht bekommen wollen." BNN
Dantons Tod zum 25. Mal am 19.4. um 11 Uhr im KLEINEN HAUS

Navigation einblenden