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Festival PREMIÈRES für junge Regisseure im Juni zum ersten Mal in Karlsruhe

v.l.n.r.: Peter Spuhler (Generalintendant STAATSTHEATER KARLSRUHE), Ollivier Chabrillange (Programmberater Théatre National de Strasbourg), Bernard Fleury (Intendant Le Maillon), Jean-Marie Belliard (Regionalrat im Conseil Régional d’Alsace), Dr. Susanne Asche (Leiterin des Kulturamtes der Stadt Karlsruhe), Julie Brochen (Intendantin Théatre National de Strasbourg), Barbara Engelhardt (Festival Kuratorin PREMIÈRES), Jan Linders (Schauspieldirektor STAATSTHEATER KARLSRUHE) Hélène Ziegelbaum (Chefdelegierte der Stiftung Kronenbourg) - Foto: Felix Grünschloß

Festival-Programm mit 10 Inszenierungen in 20 Vorstellungen aus 8 Ländern in 7 verschiedenen Sprachen an 5 Spielorten in Karlsruhe vorgestellt!
140 Inszenierungen junger europäischer Regisseure sichtete die Programmkommission, 25 Produktionen kamen in die engere Wahl: Am Mittwochvormittag stellten die Kuratorin Barbara Engelhardt und die Festivalleiter, Intendantin Julie Brochen und Programmleiter Olivier Chabrillange vom Théâtre National de Strasbourg, Direktor Bernard Fleury vom Le Maillon sowie der Generalintendant des STAATSTHEATERS KARLSRUHE, Peter Spuhler, und Schauspieldirektor Jan Linders die zehn nach Karlsruhe eingeladenen Produktionen vor.

„Vom 6. bis 9. Juni 2013 kommt der Nachwuchs des europäischen Theaters nach Karlsruhe. Produktionen aus Ungarn, Slowenien, Griechenland, Österreich, der Schweiz, der Türkei, den Niederlanden, Belgien und Deutschland zeigen die Vielfalt der europäischen Regiehandschriften“, so Jan Linders in seiner Begrüßung.

Ein Jahr lang hat das Festivalteam nach den interessantesten ersten Arbeiten junger Theatermacher aus ganz Europa gesucht. Jede Inszenierung wird in Karlsruhe zweimal zu sehen sein. Es werden fünf Spielstätten der Stadt bespielt: das KLEINE HAUS und das STUDIO im STAATSTHEATER, die INSEL, das Medientheater des ZKM und das Studio der Hochschule für Gestaltung. Die Produktionen werden mit französischen und deutschen Übertiteln versehen. Die Anfangszeiten sind so versetzt, dass die Besucher bis zu vier Inszenierungen an einem Tag sehen können.

Barbara Engelhardt, Olivier Chabrillange und Jan Linders stellten die zehn Produktionen zwischen großem Klassiker und Romanadaption, Performance und Dokumentartheater, Interkultur und Revue einer Generation vor. Die ausgewählten Regisseurinnen und Regisseure sind so unterschiedlich wie ihre Handschriften, ihre Ausbildung und ihr Alter. Die meisten können ihre Arbeiten im Rahmen des Festivals zum ersten Mal außerhalb ihres eigenen kulturellen Kontextes zeigen. Allen gemein sind ihr Talent und ihr Anliegen, die Geschichte und Geschichten des europäischen Theaters schon in ihren ersten professionellen Arbeiten auf je eigene Weise weiterzuerzählen. "Verbindendes Thema ist die Auseinandersetzung mit dem Kontinent in der Krise, sei es als autobiographische Recherche, als Parabel auf eine zerfallende Gesellschaft, als Spiel mit gesellschaftlichen und theatralischen Konventionen oder als Komödie der Melancholie", so Barbara Engelhardt.

Die Regisseure von PREMIÈRES 2013 sind: Csaba Polgár (Ungarn), Fatih Gençkal (Türkei), Anestis Azas & Prodromos Tsinikoris (Griechenland), Selma Alaoui (Belgien), Bram Jansen (Niederlande), Ivan Peternelj (Slowenien), Katy Hernan & Adrien Rupp (Schweiz), Timo Krstin (Schweiz), Korbinian Schmidt & Franz-Xaver Mayr (Deutschland), Daniel Schauf (Deutschland)

„Es gibt keine wichtigere Erfahrung für junge Theatermacher, als Kollegen und Handschriften aus anderen Ländern und Theaterkulturen zu erleben“, sagte Julie Brochen, die auch die dem Nationaltheater Straßburg angeschlossene Theaterschule leitet.

Seit 2005 hat das Festival vielen mittlerweile berühmten und gefragten Regisseuren die Türen geöffnet. Wie beispielsweise der Sorbin Sanja Mitrovic, der Polin Marta Górnicka, den Ungarn Viktor Bodó und Kornél Mundruczó, dem Schweizer Roger Vontobel, dem Deutsch-Portugiesen Antú Romero Nunes, dem Griechen Sarantos Zervoulakos, dem Belgier Fabrice Murgia und dem Deutschen Tilmann Köhler.

„Wir freuen uns, dass aus dem wichtigsten europäischen Nachwuchsfestival nun mit dem Schritt über den Rhein ein wirklich europäisches Festival wird“, so Gründer Bernard Fleury. Das 2005 in Straßburg als Kooperation des Nationaltheaters und des Maillon entstandene Festival findet ab jetzt in jährlichem Wechsel in Karlsruhe und Straßburg statt. Das Publikum ist eingeladen, mit Bus-Shuttles die jeweils andere Stadt zu besuchen.

Ermöglicht haben das diesjährige Festival die Baden-Württemberg-Stiftung und die Stadt Karlsruhe, die jeweils 150.000 Euro bereitstellten. Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche freut sich; „dass das Festival das STAATSTHEATER mit zwei anderen Kulturinstitutionen in der Stadt vernetzt“. Förderer auf französischer Seite sind die Kronenbourg-Stiftung, auf der Pressekonferenz vertreten durch Hélène Ziegelbaum und Daniel Heidmann, die Region Alsace, vertreten durch Jean Marie Belliard, das Departement Bas-Rhin, die Stadt Straßburg und das französische Kulturministerium.

Der Kartenverkauf läuft ab sofort an den Theaterkassen in beiden Städten, auf der Internetseite des STAATSTHEATERS sowie auf der eigenen Website http://www.festivalpremieres.eu/.

Abonnenten der drei Partnertheater und Käufer des Festivalpasses zu 13 Euro erhalten ermäßigten Eintritt zu allen Vorstellungen.
Die 9. Ausgabe von PREMIÈRES wird Anfang Juni 2014 wieder in Straßburg stattfinden.

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