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Der Opernführer des 21. Jahrhunderts: Stefan Mickisch zu Gast in Karlsruhe

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Über dreieinhalb Stunden vergingen für das Publikum wie im Fluge: Der Musikwissenschaftler und Pianist Stefan Mickisch führte am Flügel durch alle vier Teile von Wagners Ring des Nibelungen. Mickisch erklärte Leitmotive und ihre im Verlauf der Tetralogie immer komplizierter werdende gegenseitige Verknüpfung. Witzig und gekonnt umschrieb er die Handlung, Haltungen und Positionen im Ring. Für die Gattin des höchsten Gottes Wotan etwa, die Ihren Mann dazu bringt, gegen Ehebruch und Inzest vorzugehen, erfand er spontan den Begriff "Bundesverfassungsgericht" - "Fricka ist eigentlich in ihren Argumenten nicht zu widerlegen; sie ist eine Art letzte rechtliche Instanz. Fricka ist Karlsruhe." Viel Applaus gab es nach einem Abend, der völlig neue Erkenntnisse ermöglichte und gleichzeitig großartige Unterhaltung geboten hat.

Die Veranstaltung des Richard-Wagner-Verbandes Karlsruhe fiel am Karfreitag auf den Ruhetag zwischen Walküre undSiegfried innerhalb des Ring-Zyklus am STAATSTHEATER, der am Ostermontag mit der Götterdämmerung enden wird.

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