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Verliebt in die Liebe– Premiere WIE ES EUCH GEFÄLLT im KLEINEN HAUS

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"Eine Liebeserklärung an die Liebe", kommentierte eine Zuschauerin nach der Premiere Wie es Euch gefällt am Donnerstagabend im ausverkauften KLEINEN HAUS das gerade Gesehene. Aufmerksam verfolgte das Premierenpublikum die philosophische Shakespeare-Komödie in der Regie von Sebastian Schug – und erlebte ein gefühlstiefes Spiel rund um die Liebe und ihre vielen Gesichter, voller Atmosphäre und Herz, Witz und zarten Momenten, Musik und Melancholie, Liebesglück und Liebesschmerz.
Zentrum der Inszenierung ist Joanna Kitzl in der Rolle der Rosalind, die als Mann verkleidet ihren Liebsten Orlando, gespielt von Simon Bauer, auf die Wahrhaftigkeit seiner Liebe prüft. Natanaël Lienhard und Ute Baggeröhr in den Rollen des unheilbar verliebten Schäfers Silvius und der spröden Schäferin Phoebe steuerten eine weitere komische Dimension zum Verwirrspiel bei. Matthias Lamp als singender Narr und die von Johannes Winde mit dem Ensemble einstudierten Gesangs- und Bandeinlagen sorgten für berührende Momente.
Die frisch ausgezeichnete Staatsschauspielerin Eva Derleder brillierte in der Doppelrolle des alten, verbannten Herzogs und seiner fiesen Schwester, die die Macht am Hof an sich gerissen hat. Für die Verliebten, Vertriebenen und Verbannten im Stück hat Shakespeare einen fiktiven Sehnsuchtsort geschaffen: den Wald von Arden. Auf der von der traditionellen Shakespeare-Bühne inspirierten Spielfläche von Nadia Fistarol ließen die Schauspieler die Elemente Wasser und Erde aufeinander treffen und kreierten spielerisch die Sinnlichkeit des Waldes mitsamt seinen Bewohnern. Die fantasievollen Kostüme für Maskerade und Verwirrspiel entwarf Nicole Zielke.

Sebastian Schug, 2006 mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis der Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet, brachte in Karlsruhe bereits das emotionale Südstaaten-Melodram Orpheus steigt herab von Tennesse Williams auf die Bühne. Für seine atmosphärische Shakespeare-Inszenierung Wie es euch gefällt in der zupackenden und pointierten Neuübersetzung von Jürgen Gosch und Angela Schanelec konnte er erneut auf ein starkes und spielfreudiges Ensemble setzen. Das Publikum dankte Schauspielern und Team mit langem, starkem Beifall. 

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