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DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER – Im Irrgarten der Liebe

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„Genauso habe ich mir Werther vorgestellt“, erzählte ein begeisterter junger Besucher nach seinem Besuch der ausverkauften Premiere von Gernot Grünewalds Inszenierung Die Leiden des jungen Werther im STUDIO. Mit langanhaltendem Applaus und Bravos bedankten sich die Zuschauer bei den drei Schauspielern und dem Team.

Das jüngste Ensemblemitglied des Schauspiels, Michel Brandt, debütierte in seiner ersten klassischen Hauptrolle und zeigte eine berührende Entwicklung vom schwärmerisch Verliebten zum gebrochenen Selbstmörder. Erstmals im Abendspielplan war Veronika Bachfischer zu erleben. Sie ist für Cornelia Gröschel eingesprungen, die sich in der Probenphase verletzt hatte und die Rolle deswegen abgeben musste. Das Ensemblemitglied des JUNGEN STAATSTHEATERS spielte eine kokett mit Werther spielende und doch ihren Ehemann aufrichtig liebende Lotte. Seinem Albert gab Jan Andreesen mal eine distanzierte Kühle und im nächsten Moment erfrischenden Humor.

Ausstatter Michael Köpke hatte einen verblüffenden Bühnenraum entworfen, der die Technik von Goethes Briefroman in die heutige Medienwelt überträgt. Sechs verspiegelte Prismen ermöglichen den Schauspielern, sich musikalisch mit einem Klavier und einer Loop-Maschine zu begleiten und durch live von ihnen inszenierte Videobilder den Gefühlsverwirrungen Werthers nachzuspüren. Die Bühne verwandelte sich so zu einem multimedialen Spiegelkabinett, das einen Blick in gebrochene Psyche des leidenden Werther freigab.

Die nächste Vorstellung des Werther gibt es am 24.3. im STUDIO.

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