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Flavio Salamanka, erster Solist des STAATSBALLETTS, wird zum Kammertänzer ernannt

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Nach der Premiere des Balletts von Heinz Spoerli In den Winden im Nichts überreichte Generalintendant Peter Spuhler im Namen von Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst dem Ersten Solisten des STAATSBALLETTS KARLSRUHE, Flavio Salamanka, seine Ernennungsurkunde zum Kammertänzer. Der Verwaltungsrat des STAATSTHEATERS KARLSRUHE hatte in seiner Sitzung im Februar diesen Jahres dem Vorschlag zugestimmt.

Der Brasilianer Flavio Salamanka ist seit zehn Jahren Ensemblemitglied beim STAATSBALLETT KARLSRUHE. 2003 wurde er Mitglied des neu formierten Ballettensembles unter der Direktion von Birgit Keil und avancierte nur drei Jahre darauf zum Ersten Solisten.

2002 gewann er beim Internationalen Tanzwettbewerb in Brasilien die Goldmedaille. Im Zuge dieser Auszeichnung verlieh ihm die Tanzstiftung Birgit Keil den Grand Prix, der ihm die Ausbildung an der Akademie des Tanzes Mannheim ermöglichte. Im Anschluss daran wurde er Ensemblemitglied des neu formierten STAATBALLETTS.

Sein Repertoire umfasst u. a. Hauptrollen wie Basil in Don Quijote, Albrecht in Giselle, Franz in Coppélia, Romeo in Romeo und Julia, Solor in Die Tempeltänzerin, Valmont in Gefährliche Liebschaften, Colas in La Fille mal gardée, Lysander in Ein Sommernachtstraum sowie in Choreografien von Terence Kohler, Peter Breuer, Hans van Manen und in George Balanchines Apollo, Tschaikowski Pas de deux, Tarantella, Symphony in C.

Er verkörperte die Partie des Prinzen Siegfried in Christopher Wheeldons Schwanensee sowie in Youri Vámos’ Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte die Rolle des Nussknackergeistes und eine männliche Hauptpartie in Heinz Spoerlis Nocturnes.

Flavio Salamanka kreierte zahlreiche Rollen mit unterschiedlichen Choreografen. Er schuf die Rolle des Don José in Ray Barras Carmen sowie des Rodrigo in Jörg Mannes‘ Das Bett der Giulia Farnese. Ferner kreierte er Partien in Choreografien von Davide Bombana, Ralf Jaroschinski, Humberto Teixera und Reginaldo Oliveira. Peter Breuer wählte ihn für die Rolle des Gunthers in dem Ballett Siegfried und Tim Plegge schuf für ihn die Partie Beppo in Momo. In der Oper Tannhäuser tanzte er die Solopartie im Venusberg.

Auch als Choreograf hat Flavio Salamanka auf sich aufmerksam gemacht. Seit 2010 präsentierte er im Rahmen von Choreografen stellen sich vor seine Arbeiten Nur wer die Sehnsucht kennt, Das Haus der sieben Frauen, und Super-Stition. Für die Stuttgarter Noverre Gesellschaft schuf er die Choreografie Burn it Blue, die er inzwischen im Auftrag der Tanzstiftung Birgit Keil als erweiterte Fassung mit Studierenden der Akademie des Tanzes Mannheim erarbeitet hat. Für die Opernproduktion La Gioconda choreografierte er mit dem STAATSBALLETT den „Tanz der Stunden“.

2005 wurde ihm der Deutsche Tanzpreis „Zukunft“‚ in der Kategorie Tanz‚ verliehen, und 2011 zeichnete ihn die Kunst- und Theatergemeinde Karlsruhe mit dem Goldenen Fächer aus.

Zahlreiche Gastspiele, die ihn durch Deutschland, China, Korea, Spanien, Brasilien, Japan und zu den Salzburger Festspielen führten, sind Zeichen dafür, dass er große internationale Anerkennung gefunden hat.

Flavio Salamanka ist ein Künstler, der sich durch seine glasklare, saubere Technik, seine hohe Musikalität, seine Eleganz, die Grandezza seiner Sprünge und nicht zuletzt dadurch auszeichnet, dass er auf der Bühne ein wunderbarer und sensibler Partner ist. Große darstellerische Ausdruckskraft und charismatische Ausstrahlung auf der einen Seite, zarte, lyrische Aura, Bescheidenheit und Ernsthaftigkeit auf der anderen Seite machen ihn zu einem faszinierenden Künstler, der das Ensemble in den vergangenen 10 Jahren maßgeblich mitgestaltet hat.

Die Verleihung des Titels KAMMERTÄNZER soll Flavio Salamanka Dank und Ehrung für seine herausragende künstlerische Leistung sein und seine kontinuierliche technische und künstlerische Weiterentwicklung würdigen.

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