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UNSERE HELDEN 12 - Anekdoten und ganz besondere Theatermomente

In der 12. Ausgabe der Gesprächsreihe UNSERE HELDEN in der BADISCHEN LANDESBIBLIOTHEK stellten sich diesmal Robert Besta aus dem Schauspielensemble, sowie mit Ks. Tiny Peters und Ks. Hans-Jörg Weischenk zwei echte "Urgesteine" des Karlsruher Opernensembles dem Publikum vor.

Zum Einstieg gab es erst einmal Musik: Eine ganze neue Seite zeigte Spieltenor Weinschenk, der sich eher ungewohnt als lyrischer Schubert-Interpret präsentierte und begleitet von Studienleiter Jan Roelof Wolthuis am Flügel das Ständchen (Leise flehen meine Lieder) aus Schuberts Schwanengesang D 957 zum Besten gab. Im Gespräch mit Moderatorin Christina Niessen gab zunächst Robert Besta Einblick in seinen Lebenslauf; in seine Kindheit im polnischen Schlesien und später im südlichen Konstanz, wo er aufwuchs. Nach verschiedenen Stationen, darunter ein eintägiges Intermezzo als Medizinstudent und anschließend als Student der Geisteswissenschaften, erlangte er schließlich an der renommierten Berliner Ernst-Busch-Schule einen der begehrten Studienplätze. Neben seiner jetzigen Tätigkeit auf der Bühne und vor der Kamera berichtete Besta von seinem Engagement als Leiter des Jugendclubs am STAATSTHEATER und seiner Tätigkeit als Regisseur eigener Filmprojekte. Einen Eindruck davon erhielten die Zuschauer durch einen Ausschnitt aus seinem neuesten Film Abgesang, in welchem ehemalige STAATSTHEATER-Schauspieler aus ihrem Leben erzählen.

Ks. Tiny Peters unterhielt mit Eliza Doolittles Ich hätt getanzt heut‘ Nacht aus My fair Lady, ihrer Lieblingspartie, die sie bereits 1994/95 in Karlsruhe sang. Im Gespräch erzählte die gebürtige Niederländerin, die bereits seit 1981 in Karlsruhe engagiert ist, wie sie ans Theater kam, wo sie bis heute mit Leidenschaft die verschiedensten Rollen verkörpert. Noch länger ist nur Ks. Hans-Jörg Weinschenk am Haus, der von 1980 bis 2012 Mitglied des Ensemble war. Rückblickend erzählten beide aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit als "das Karlsruher Buffo-Paar", von Produktionen in opulenten Kostümen und Bühnenbildern, die ihnen in Erinnerung blieben, von diversen Gastspielen und den verschiedenen Veränderungen im Theaterbetrieb, dessen Teil beide seit Jahrzehnten sind.
Die Zuschauer hörten interessante Anekdoten von ganz besonderen Theatermomenten und nutzten rege die Möglichkeit Fragen zu stellen. Zum Ausklang begeisterten Peters und Weinschenk das Publikum mit dem Duett Darf eine niedre Magd es wagen aus Zar und Zimmermann: Auch hier gab es für manchen Zuschauer ein „Wiedersehen“. Bereits 1990/91 sangen die beiden am BADISCHEN STAATSTHEATER als Marie bzw. Iwanow dasselbe Duett aus Lortzings Spieloper.

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