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Drei Karlsruher Institutionen erhalten KULTURFÖRDERUNG DER EUROPÄISCHEN UNION

Am 28.2. gab die Europäische Kommission die Förderungen von 114 internationalen Projektkooperationen durch das Programm KULTUR bekannt. Die Kooperationen sollen sowohl den interkulturellen Dialog in Europa anregen als auch breite Bevölkerungsschichten einbeziehen, um möglichst vielen Menschen den Zugang zum kulturellen Schaffen und zum Kulturerbe zu ermöglichen. Mit vier geförderten Projekten wird die Bedeutung Karlsruhes als Kulturstadt mit internationaler Ausstrahlung bestätigt.
Das STAATSTHEATER KARLSRUHE wurde mit dem Projekt The Art of Ageing (Die Kunst des Alterns) gefördert. Zusammen mit sieben weiteren in der ETC (European Theatre Convention) zusammengeschlossenen Theatern aus Rumänien, Kroatien, Großbritannien und Deutschland stellt das STAATSTHEATER die künstlerische Frage nach der Zukunft Europas, das vor einer doppelten demografischen Herausforderung steht: die einer kleiner und zugleich älter werdenden Bevölkerung. In einer thematischen Spanne zwischen Kriegserinnerungen und dem Import von ausländischem Pflegepersonal werden neue, mehrsprachige Schauspielabende von internationalen und multi-disziplinären Teams recherchiert und inszeniert.
Das STAATSTHEATER KARLSRUHE produziert mit dem Nationaltheater der Partnerstadt Temeswar eine dokumentarische Stückentwicklung des rumänischen Autors Peca Stefan über die unterschiedlichen politischen Umstände: Deutschland stellt sich auf eine von „Best Agern“ geprägte Gesellschaft ein; in Rumänien ist es 20 Jahre nach der Revolution der Jugend noch nicht gelungen, Verantwortung zu übernehmen.
Die künstlerische Schirmherrin und Mentorin des Gesamtprojekts ist die 87jährige libanesisch-amerikanische Autorin und Künstlerin Etel Adnan, die 2012 auf der dOCUMENTA (13) vertreten war und das Projekt mit einer szenischen Lesung im Herbst 2013 in Karlsruhe eröffnen wird. Das Projekt The Art of Ageing findet 2015 seinen Abschluss in einem künstlerisch-wissenschaftlichem Symposium und einem Theaterfestival. Die teilnehmenden Theaterpaare sind: Deutsches Theater Berlin – Nottingham Playhouse (Großbritannien), Theater & Orchester Heidelberg – Schauspielhaus Gavella (Zagreb, Kroatien), Nationaltheater „Marin Sorescu“ Craiova (Rumänien) – Staatstheater Braunschweig, Nationaltheater Temeswar (Rumänien) – Badisches Staatstheater Karlsruhe.
„Visionen für das Miteinander von Alt und Jung sollten nicht nur Demographen, sondern auch Künstler entwickeln. Daher freue ich mich mit allen ETC-Kollegen sehr über die Anerkennung unserer Idee durch die Europäische Union, und ich freue mich, dass auch die Kollegen vom ZKM und vom Studentenwerk Karlsruhe von der EU gefördert werden“, erklärt Schauspieldirektor Jan Linders nach der Zusage der Förderung.

Das Studentenwerk Karlsruhe erhielt die Zusage für die Teilnahme am Projekt European Citizen Campus. „Im Mittelpunkt des Projekts steht die künstlerische Aufbereitung des Themas Unionsbürgerschaft aus studentischer Sicht. Studierende aus sechs Ländern werden gemeinsam mit namhaften Künstlern zu Einzelaspekten dieses Themas arbeiten“, erläutert Michael Postert, Geschäftsführer des Studentenwerks Karlsruhe.
Gleich zwei Kooperationsprojekte des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie erhalten eine Förderung. Das Projekt European Art Science and Technology Network in Kooperation mit dem ACROE (Grenoble, Frankreich) initiiert Arbeiten im künstlerischen Bereich und konzentriert sich auf Themen wie Augmented Reality, Virtual Reality, Physical Modelling und digitale Generierung von Kunst sowie interaktive Systeme. Das zweite Projekt, Participatory Investigation of Public Engaging Spaces u.a. mit dem CIANT – International Centre for Art and New Technologies (Prag, Tschechien), stellt die Frage nach dem kreativen Einfluss von Räumen des öffentlichen Lebens und der täglichen Kommunikation auf die Öffentlichkeit. Das Forschungsprojekt nimmt mit innovativem Blick jene Kommunikationsformate ins Visier, die universell kreative Ausdrucksformen über Entfernungen ermöglichen und reale wie virtuelle Bereiche überbrücken.
Weitere Informationen:
http://ccp-deutschland.de/ziele-kultur-programm-2007-2013.html
http://www.etc-cte.org

 

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