GÄSTEBUCH-ARCHIV SPIELZEIT 11/12

Manfred R. schrieb am 22.07.2012:
Spielzeit 2011/12 - Danke!

Liebes Team vom Badischen Staatstheater! Nach so einem überwältigenden Orchesterfest die Spielzeit zu beenden und in die Ferien zu gehen - was kann man sich noch mehr wünschen. Es ist auch die Zeit zurück zu blicken und Danke zu sagen. Es war eine interessante Spielzeit für mich mit vielen Höhepunkten, sei es das Schauspiel, das Ballett, die Oper und die Konzerte. Einen beeindruckenden Abschluss bildete zuletzt Wallenberg. Das Orchesterfest bildete einen grandiosen Abschluss. Obwohl es regnete und die 9. von Beethoven nicht unter freiem Himmel gespielt werden konnte, hatten doch immerhin ungefähr 1500 Besucher Gelegenheit die Badische Staatskapelle zu erleben - ohne Eintritt. Mit viel Begeisterung gaben uns die Künstler Einblick in ihren Beruf. Schöne Sommerpause! Ich freue mich auf die 2. Spielzeit mit dem Team um Peter Spuhler!

Desiree Paul schrieb am 22.07.2012:
Danke für eine aufregende Spielzeit

Liebes Staatstheater, nach einem Jahr der „neuen Ära“ will ich nicht direkt ein Fazit ziehen, sondern auch einfach Danke sagen für 10 aufregende Monate. Wem ich es auf dem wunderbaren Orchesterfest nicht sagen konnte: es war in dieser Spielzeit keine Minute langweilig! Wir haben Sie kennen- und schätzen gelernt. Wie es so manchmal ist, nicht alles klappt. Aber es war eine aufregende Spielzeit des Kennenlernens und ich freue mich auf die nächste Saison. Meine persönlichen Höhepunkte waren die TROJANER, dass ich Operettenmuffel tatsächlich Spaß hatte an einer Operette, nämlich RITTER BLAUBART, dass ich mit den bezaubernden Produktionen von DINO und ROBIN HOOD erstmals Kinderoper erlebte, dass ich Jacques Brel näher kennenlernen und mich bei den SUPERMEN KA köstlich amüsieren, bei DYLAN mitfeiern durfte. Die wichtigste Produktion der Saison war für mich WALLENBERG. Ich durfte auch staunen lernen über die allgegenwärtige Aufregung um RIGOLETTO, die ich überhaupt nicht verstand. Da ich auch die Sinfoniekonzerte regelmäßig besuche, erfahre ich an mir, dass sich durch die ambitionierten Zusammenstellung meine Hörgewohnheiten etwas ändern, und das ist auch gut so. Das Orchesterfest war deshalb so formidabel, weil selbst für mich, die ich auch sonst sehr mit dem Theater verbunden bin, eine neue Nähe zu den einzelnen Orchestermitgliedern entstanden ist. Ich freue mich in der neuen Spielzeit u. a. auf die moderierten Sonderkonzerte und v.a. die Menschen, die dieses tolle Theater in Karlsruhe ermöglichen, diese wirklich hervorragenden Künstler im Ensemble, das Orchester, die vielen Menschen hinter den Kulissen. Mir gefällt es sehr gut, wie Sie jetzt mit dem Publikum umgehen, eine Mauer eingerissen haben. Ein etwas wehmütiges Auf Wiedersehen an die, die jetzt gehen, aber lassen Sie mich meinen Lieblingsmaler Vincent van Gogh zitieren: „Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.“ In diesem Sinne: Erholen Sie sich gut und viel Kraft dann für 2012/2013 , wünscht Ihnen Ihre Désirée Paul

Volker Kramer schrieb am 22.07.2012:
Anonyme Besucherin vom 22.07.2012

Die Tatsache, dass das abendliche Abschlusskonzert wetterbedingt ins Große Haus verlegt werden musste, kann man der Intendanz nun wirklich nicht anlasten. Dass dort nur wenig mehr als eintausend Besucher aus feuerpolizeilichen Gründen Platz finden, ist ebenfalls eine Tatsache. Wären Sie, wie viele andere Besucher, bereits am Nachmittag zum Fest erschienen, hätten Sie garantiert einen Sitzplatz erhalten. Wenn man sich jedoch nur die Rosinen am Abend herauspicken möchte, muss man sich nicht wundern, wenn andere schneller waren. Ein Gratis-Konzert ist nun einmal schnell ausgebucht. Deshalb Abonnements zu verschenken und zu kündigen und keinen Fuß mehr in den Karlsruher Musentempel zu setzten, ist jedoch maßlos überzogen und zeugt von einer gehörigen Portion Intoleranz. Auch Ihre Einlassung, die Spielzeit sei zwar interessant, aber weder bewegend noch anregend gewesen, und viele hätten sie als nicht prickelnd empfunden, rechtfertigt Ihre drastischen Schritte nicht. So schlecht war die Saison 2011/12 unter dem zusätzlichen Aspekt eines Intendanzwechselns nun wirklich nicht. Und gerade die "Neuen" haben eine Chance verdient, Fehler der ersten Spielzeit in der zweiten zu berichtigen. Von einem langjährigen Abonnenten darf man diese Toleranz erwarten. Sollten Sie wirklich nach Stuttgart und Mannheim abwandern: Die Qualität der dortigen Ensembles und der Inszenierungen (von den weitaus höheren Eintrittspreisen ganz abgesehen) wird Sie reumütig an Karlsruhe denken lassen. Viel Spaß also dort!

Michael&Dirk schrieb am 22.07.2012:
Vielen Dank für die Spielzeit 2011/2012
Lieber Peter Spuhler,
nach einem tollen und bewegenden Orchesterfest wird es nun höchste Zeit DANKE zu sagen.

Danke für den frischen Wind in Karlsruhe.

Danke für die beeindruckenden Trojanern.
Danke für den Spaß, den wir bei Ritter Blaubart hatten.
Danke für den Sound von Dylan.
Danke für die unglückliche Liebe von Romeo und Juli.
Danke für den packenden und spannenden Siegfried.
Danke für die kurzen vier Stunden bei Gotland.

Danke auch für die spontane Hilfe gestern Abend die uns Beethovens 9. ermöglichen konnte.

Wir freuen uns schon auf die neue Spielzeit, die Abos warten schon.

Gute Erholung im wohlverdienten Urlaub
und bis zum Theaterfest

Michael & Dirk
Besucherin schrieb am 22.07.2012:
Bericht -Renate Krepin
Sehr verrehrte Frau Krepin,
Ihre Einmischung beim nächten Mal ist nicht notwendig, weil es kein nächster Mal gibt.
Als langjährige Abonennten setzen wir
keinen Fuß mehr in den Karlsruher Musentempel trotz der Bemühungen Ihres hochgelobten und Ihrerseits lorbeergeschmückten Herrn Linders.
Abos werden verschenkt und gekündigt.
Stuttgart und auch Mannheim sind ja gleich um die Ecke.
Tschüßi Frau Kreplin

Übrigens sehr viele Besucher fanden die Spielzeit bes. im Schauspiel nicht so prickelnd.
Es war viel, zuviel Eigenlob vorhanden bei Selbstverständlichkeiten.
Dazu ZWEI szenische Opern-Flops: Rigoletto und Lohengrin.
Für Wallenberg ist auch kein breites Publikumsinteresse vorhanden.
Fazit:
die Spielzeit war zwar interesaant aber weder bewegend noch anregend.
Renate Kreplin schrieb am 22.07.2012:
Tolle Spielzeit
Herzlichen Dank für eine interessante, bewegende und anregende Spielzeit. Ich war noch nie so oft im Theater in allen Sparten wie in diesem Jahr. Vielen Dank für das großartige Engagement von so vielen Mitwirkenden. Um so mehr haben mich gestern Abend eine Handvoll BesucherInnen irritiert, die beim Orchesterfest - so wie ich auch- keine Karten bekamen. Wie sich auf den ersten Blick "gut situierte ältere Leute" so "bühnenreif" aufregen können, mit Abo-Kündigungen drohen und Gutscheine wollen ist mir bei einem kostenlosen Event unerklärlich. Ich habe verstanden was fremdschämen heißt. Beim nächsten Mal mische ich mich ein! Meine Anerkennung an die MitarbeiterInnen des Hauses, besonders Herrn Linders, für die unglaubliche Geduld in dieser Situation.
Allen erholsame Ferien, ich freue mich auf eine neue Spielzeit!
Christl Wohlwend schrieb am 22.07.2012:
Orchesterfest
Der heutige Tag war für mich Lebensglück. Vielen Dank!
Peter Wohlwend schrieb am 22.07.2012:
Hannes Fischer
Lieber Hannes Fischer, wir hoffen, dass Sie uns auch als Pensionär im Schauspiel weiter zur Verfügung stehen und zwar möglichst lange. Schauspieler ist man eigentlich sein Leben lang oder gar nicht.
Hannes Fischer schrieb am 21.07.2012:
MEIN DANKESCHÖN .....
Liebe Mitmenschen vom Staatstheater!

Ihr alle habt mir zum Abschied den
'OSCAR der Zuneigung' überreicht.
Das war überwältigend für mich und
ich hab es auch noch nicht völlig begriffen und verarbeitet ... Ich
weiß nur, daß meine Freude groß ist ! Dankeschön von Herzen.
Dem Hausherrn Peter Spuhler meinen
Respekt dafür, daß er viele unserer Arbeitsplätze gerettet hat, daß Dank seiner Bemühungen ein Schauspielhaus entstehen wird.
Das allein schon ist mehr als ein Pfund und wird im aufgeregten Wirrwar eines Neuanfangs leicht vergessen. Das erste Jahr ist gemeistert, finde ich. Und es ist,
nach meiner Erfahrung, halt immer
das schwerste und schlimmste Jahr.
Noch besser werden steht für das zweite Jahr ... Und nach dem dritten Jahr sprechen wir uns an dieser Stelle wieder! OK?!

Meine besten Wünsche zu Euch hin!

Hannes Fischer vom Schauspiel
Cornelius Kölmel schrieb am 17.07.2012:
ABGESANG
Danke für den bewegenden Film, lieber Herr Besta! Ein zauberhafter Abend, der sooo viele Erinnerungen weckte und sehr erkenntnisreich war`s obendrein! Vielleicht komme ich am Freitag gleich nochmal!
Klaus schrieb am 17.07.2012:
Orchesterfest

Das veröffentlichte Programm ist richtig ansprechend und mit Beethovens Neunter richtig opulent. Gratulation! Immer weiter so.

Martin und Georg schrieb am 16.07.2012:
Eine prima Idee: Die CoconutBar
Vielen Dank an die Schauspieler Simon Bauer und Frank Wiegard für die spontane Idee eine TheaterBar, in diesem Falle die CoconutBar, zu eröffnen. Das Bemerkenswerte daran ist, dass die Schauspieler alles in Eigenregie und in ihrer Freizeit organisieren! Die Atmosphäre ist gemütlich, locker und man trifft viele bekannte Gesichter aus allen Sparten des Theaters. So kann man mit vielen Künstlern ungezwungen ins Gespräch kommen. Diese Bar hat ein hohes Kommunikationspotential. Wir würden uns wünschen, dass es so eine Bar oder gerne auch ein Café als Dauereinrichtung gibt. So kämen Leute mit dem Theater in Kontakt, die vielleicht noch Vorbehalte haben. Wir wünschen euch für die nächsten BarTage traumhaft schönes Wetter und hoffentlich gibt es eine Fortsetzung in der nächsten Spielzeit.
Cornelius Kölmel schrieb am 15.07.2012:
JACQUES BREL – ON N’OUBLIE RIEN
Ich komme gerade aus dem STUDIO und bin noch ganz benommen von dieser höchst berührenden Produktion "Jacques Brel". Da geht einem Herz auf bei soviel Poesie, ergreifender Musik und dieser wunderschönen Inszenierung. Ein großer Dank an Natanael Lienhard und seine Musiker! Für mich war es die erste Aufführung (endlich) und sicher nicht die letzte!!!
Desiree Paul schrieb am 12.07.2012:
WALLENBERG am 07.07. und am 11.07.

Liebes Staatstheater, nachdem die Premiere am Samstag mich auf Tiefste berührte, besuchte ich gestern die Oper gleich noch einmal. Dieses Mal packte es mich noch sehr viel mehr. Die Bilder und die Musik hallen bis jetzt in mir nach. Ich muss hier nicht mit dem Regisseur einer alten vielleicht verklärten Geschichte mit konservierten Gefühlen nachempfinden, sondern werde hier hautnah von einem Thema aufgewühlt. Sich berieseln zu lassen gilt hier nicht. Nachdem ich mich im Vorfeld über die Oper informiert hatte, hatte ich ursprünglich die größten Bedenken. Aber dieser Abend hat mich gepackt und droht, mich nicht mehr so schnell loszulassen. Ob die Musik wertvoll ist oder nicht, überlasse ich den Musikwissenschaftlern in der Zukunft. Auf jeden Fall ist sie zusammen mit dieser für mich phänomenalen Inszenierung und den überragenden Solisten der für mich bewegendste Abend der Saison. Es gab Lustigeres, musikalisch Anmutigeres, Pompöseres, aber nichts emotional Gewaltigeres für mich. Dank auch an alle Solisten des Ensembles, eigentlich ungerecht, einen einzelnen besonders zu erwähnen, doch möchte ich hier einem für die körperlich spürbare Wucht seiner Darstellung meine Ehre erweisen. Das war einfach großartig, Tobias Schabel! Dankeschön! So eine Inszenierung ist großes Theater und "ganz große Oper", im wahrsten Sinne des Wortes. Dafür auch ans Sie herzlicher Dank. Hoffentlich spricht sich die Qualität dieser Produktion ganz schnell rum, sie hat ein volles Haus verdient. Und so mucksmäuschenstill im Zuschauerraum war es schon lange nicht mehr. Ihre Désirée Paul

Sigrun Meyer schrieb am 09.07.2012:
DER GASTFREUND/DIE ARGONAUTEN

Herzlich gratulieren kann man nur zu diesem großen Theaterabend, der sich nicht scheut das Thema Fremde und Gastfreundschaft so beherzt aufzugreifen und umzusetzen. Ein wirklich wunderbarer, ganz wundervollen und Saisonabschluß mit guten Schauspielern - etwas besser sprechen könnten sie noch, ich hatte einige Probleme beim Verstehe - und großen Bildern. Ganz überraschend fand ich den 2. Teil - nein, das ist keine Medea - aber eine wunderbare Idee, ihre Fremdheit zu erzählen. Vielen Dank für diesen einmaligen Denkanstoß!

nachtsonne schrieb am 08.07.2012:
WALLENBERG

...lieber "opernfreund", da sieht man mal wieder das man sich über geschmack nicht streiten kann, ich persönlich finde die musik sehr toll und was regie und bühne angeht finde ich die bezeichnung "war ok" überhaupt nicht passend, denn es war großartig! durchdacht von anfang an bis zum schluss, und man findet nicht mal eine minute sich zu langweilen. was man übrigens auch am applaus des publikums deutlich merkte! vielen dank für diese produktion!!

Opernfreund schrieb am 08.07.2012:
WALLENBERG

Auch die schwedische Schirmherrschaft kann aus der surrealen Story mit der teils lauten konstruierten Musik keinen dauerhaften Publikumsrenner machen. Es hat schon seinen Grund, warum nach der Dortmunder Uraufführung 2001 dies in Karlsruhe die erste Inszenierung ist. Die Musik ist die Ursache. Übrigens Regie und Ausstattung waren wirklich ok. Es bleibt abzuwarten, ob die "Passagierin" besser ankommt. Möglich ist es.

hannes kray schrieb am 08.07.2012:
JAKOB DER LÜGNER, die 2.

Von Anbeginn dieser Spielzeit hat mich die Frage beschäftigt, inwieweit dieses Gästebuch bzw. andere Formen der Auseinandersetzung mit der Arbeit am Badischen Staatstheater tatsächlich Wirkung zeigen, ob also an einer Inszenierung noch einmal gearbeitet wird, wenn die Kritiken von außen das eigentlich verlangen würden. Deshalb ging ich am letzten Freitag noch einmal in eine Vorstellung von "Jakob der Lügner". Meine Kritik bezüglich der Premiere ist hier nachzulesen. Und in der Tat, an diesem Abend ging ich mit einem ganz anderen Eindruck aus dem Theater. Die Verantwortlichen hatten tatsächlich an der Inszenierung gearbeitet. Der erste Teil, von mir beim letzten Mal noch als recht langweilig beschrieben, kam dieses Mal wesentlich straffer, wesentlich akzentuierter und spannender daher. Natürlich lag das auch daran, dass nun der Jakob von dem Schauspieler gespielt wird, der diese Rolle von Anfang an spielen sollte, aber auch die einzelnen Szenen hatten ein wesentlich besseres Tempo, die Momente des Leerlaufs in der Premiere waren verschwunden. Am deutlichsten wurde dies in der Schlussszene des ersten Teils, diese slapstickartige Nummer von Jakob und Kowalski, in der sie sich in eine glückliche Zukunft träumen und gengenseitig hineinsteigern. Jetzt funktioniert diese Szene einwandfrei. Und last but not least, jetzt dauert der erste Teil 15 Minuten weniger und hat genau die richtige Länge. 15 Minuten zu viel können sich ganz schön lang anfühlen. So wandert diese Inszenierung in meiner Gesamtbeurteilung von den eher mittelmäßigen zu den guten und ich gewinne den Eindruck, dass die Reaktion des Publikums sich auf die Entwicklung der Inszenierungen auswirkt. Und das ist schön so.

Annika Hesler schrieb am 07.07.2012:
Fazit

Die Spielzeit neigt sich dem Ende entgegen - vor meinem letzten Besuch im Staatstheater, zum Orchesterfest, möchte ich Ihnen, wie einige meiner Vorgänger, ebenfalls ein kurzes Fazit hinterlassen. Leider muss ich mich vielen Kommentatoren anschließen, das Schauspiel empfand ich dieses Jahr als wenig überzeugend. Ich weiß Herr Linders, Sie werden mich mit Sicherheit gleich korrigieren, so wie auch meine Vorgänger, aber auch für mich ist nicht gleich alles Kunst, was nahezu unverständlich und künstlich aufgeblasen ist (Auf Kolonos...), auch bin ich kein Fan von den ewigen Videoeinspielungen, die offensichtlich in Karlsruhe gerade in Mode sind. Das Schauspiel wird von mir in der nächsten Saison vermutlich nicht mehr so häufig besucht. Highlights waren dieses Jahr eindeutig "Die Trojaner", "Dantons Tod" - eine wundervolle Inszenierung. Allerdings verstehe ich hier nicht, warum diese nicht in der nächsten Saison wiederaufgenommen wird. Ausgerechnet im Büchner-Jahr? Und wo Dantons Tod doch dann auch im Schauspiel läuft? Da hätte man doch so schön von der einen zur anderen Sparte verweisen können? Für mein Empfinden eine merkwürdige programmplanerische Entscheidung... Don Giovanni - wie immer wunderbar, ich freue mich auf die Mozart-Opern in der nächsten Saison, die doch wirklich ins Repertoire eines Opernhauses gehören. Gerne mehr und öfter davon. Rigoletto - nun gut, mit geschlossenen Augen auch ein Genuss gewesen. Die Kinderkonzerte finde ich schon immer sehr schön, vor allem Ulrich Wagner macht das schon seit Jahren wunderbar - kein Wunder, dass seine Konzerte immer ausverkauft sind! Aber der absolute Spitzenplatz gehört in dieser Saison aber wohl der Badischen Staatskapelle, die in jedem Sinfoniekonzert (und das obwohl die Arbeitsbelastung dieses Jahr enorm schien) hervorragende Leistungen gebracht hat und durch die Bank begeistert hat!! Und, wie schon Lutz Horn schrieb: vielen Dank allen an den Kammerkonzerten beteiligten. Mein absoluter Höhepunkt dieses Jahr: das Konzert mit Penderecki, Mozart, Britten... Phänomenal. Dieses Konzert konnte wirklich mit den ganz großen Häusern mithalten! Und ich muss nun nach einem Cello samt Lehrer für meine Tochter suchen, die selten so begeistert aus einem Konzert kam. Der Cellist hat sie wirklich nachhaltig beeindruckt! Ich freue mich auf die nächste Saison, in der ich mit Sicherheit noch mehr Sinfonie- und Kammerkonzerte besuchen werde!

Petra Mohr schrieb am 05.07.2012:
DON GIOVANNI

Gestern Abend als Saison-Abschluß die Vorstellung von DON GIOVANNI. Wir waren alle begeistert! Super gesungen und gespielt. Das sich ständig verändernde Bühnenbild mit den Namen und der Lichttechnik war absolut genial. Sowieso waren Licht und Kostüme über die komplette Spielzeit super. So macht's Spaß. Bis zum Herbst. Es grüßen 7 Theater-FreundInnen

Jan Linders schrieb am 03.07.2012:
Spielzeitfazit

Sehr geehrter Herr Horn, ich möchte Sie gern auf zwei Schauspiel-Produktionen hinweisen, die Ihren Interessen meiner Einschätzung nach entgegenkommen würden: DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN ist eine philosophisch-musikalische Revue, die sich mit dem großen, gleichnamigen Buch von Peter Sloterdijk auseinandersetzt und das wir sehr erfolgreich in verschiedenen Karlsruher Institutionen und im Studio gespielt haben, heute 20 Uhr zum vorerst letzten Mal im Gartensaal des Schlosses auf Einladung des Badischen Landesmuseums. DER MANN DER DIE WELT ASS, die Uraufführung des Erstlings von Nis-Momme Stockmann, ist ein berührendes Stück Schauspielertheater und zugleich eine inhaltlich dichte Auseinandersetzung mit den Themen Leistungsgesellschaft, Familie und Demenz. Die Inszenierung von Dominique Schnizer spielen wir zum vorerst letzten Mal in Karlsruhe am 14.7. um 19.30 Uhr im Studio. Nach wie vor gilt meine Einladung zu einem persönlichen Gespräch - kommen Sie gern auf mich zu. Und: In der kommenden Saison finden mehrere Premieren im Kleinen Haus an einem Samstag statt. Mit freundlichen Grüßen, Jan Linders Schauspieldirektor

Lutz Horn schrieb am 03.07.2012:
Spielzeitfazit

Seit einigen Jahren bisher frohe Inhaber eines Abos für die Schauspielpremieren haben meine Frau und ich in dieser Spielzeit in erster Linie Produktionen im Kleinen Haus besucht. Im Ergebnis haben wir uns aber häufiger geärgert oder gelangweilt als dass wir einen Abend mit Gewinn erlebt haben. Unser Fazit im Voraus: In Zukunft werden wir das Schauspiel nur noch nach positiver Empfehlung von Gewährsleuten besuchen, dafür aber regelmäßig die großartigen Kammerkonzerte der Badischen Staatskapelle. Das Schauspielpremierenabo ist gekündigt, auch wegen der Termine am Donnerstag, eines für die Kammerkonzerte abgeschlossen. Im Einzelnen: Höhepunkt im Großen Haus waren eindeutig LES TROYENS, die wir an einem Tag erleben durften. Eine großartige Oper mit zwei wunderbaren Sopranistinnen (Niessen, Melton) und einem wie immer prägnanten Chor. Unsere erste Operette seit Jahren, RITTER BLAUBART, war dagegen sehr ärgerlich. Das ist dann doch etwas zu albern. DYLAN war zwar gut musiziert und auch gesungen, ansonsten aber eine langweilige Nummernrevue, die nicht an die Qualität von BIG MONEY aus der letzten Spielzeit anschließen konnte. Das Schauspiel im Kleinen Haus war eine einzige Enttäuschung. FIESCO, ORPHEUS STEIGT HERAB, AUF KOLONOS, VERRÜCKTES BLUT: Langeweile, Posen, keine Haltung, Hysterie. Hier werden wir in der nächsten Spielzeit eine Pause einlegen. Zwiespältiges im Studio. MINNA VON BARNHELM war eine einzige Albernheit. Höhepunkt im Schauspiel der gesamten Spielzeit war eindeutig IMMER NOCH STURM, auch wenn diese Inszenierung noch besser hätte sein können, wenn nicht sämtliche slowenischen Passagen und Bezüge zur Weltgeschichte, die für das Stück große Wichtigkeit haben, gestrichen worden wären. Es bleiben noch die Kammerkonzerte. Großartig, Kompliment an alle Beteiligten der Badischen Staatskapelle! Insbesondere das zweite Extra-Kammerkonzert mit Schostakowitsch und Janá?ek war überwältigend. Ach ja, auch der Liederabend mit Heidi Melton, die ein echter Gewinn für das Staatstheater ist, war eine Freude.

Jan Linders schrieb am 02.07.2012:
DER GASTFREUND / DIE ARGONAUTEN

Sehr geehrter Besucher - da Sie es vorgezogen haben, anonym zu bleiben und auch eine nicht gültige Email-Adresse angegeben haben, hoffe ich, dass Sie diese Antwort erreicht.
Ich bedauere es sehr, dass Sie in der Vorstellung von DER GASTFREUND / DIE ARGONAUTEN kein schönes Erlebnis hatten. Offenbar bezieht sich Ihre Kritik nur auf den zweiten Teil des Abends, DIE ARGONAUTEN, daher möchte ich Sie fragen, ob Sie den ersten, den 19 Karlsruherinnen und Karlsruher als einen Chor auf die Bühne bringen, ebenfalls als "Blödelei" empfunden haben?
In meinen Augen ist das nicht der Fall, sondern hier wäre die Leistung von Menschen, die zum Teil noch nie auf einer Theaterbühne gestanden und sich diesen starken und auch schwierigen Text gemeinsam mit der Regisseurin Mareike Mikat angeeignet haben, unbedingt zu würdigen. Auch im zweiten Teil war das Anliegen ein sehr ernsthaftes, auch wenn in Teilen des Abends die Mittel der Komik, des Slapsticks genutzt werden. Demgegenüber stehen meines Erachtens aber viele konzentrierte, emotionale und ernste Momente.
Der Abend versucht in zweierlei Sinn, Volkstheater zu sein - indem er die Bürger an der Theaterarbeit beteiligt zum einen, und zum anderen, indem er die Mittel des Theaters ausschöpft, komisch und tragisch, ernsthaft und übermütig sich einem Thema und dem Stoff widmet. Wie Sie an einem der vorherigen Gästebucheinträge sehen können, stößt die Inszenierung auch auf Begeisterung. Was Ihre Fragen anbelangt, so wäre ich Ihnen gerne im persönlichen Gespräch behilflich gewesen. Sprechen Sie mich doch gerne bei Ihrem nächsten Theaterbesuch an, falls Sie Fragen haben oder Kritik loswerden wollen. Außerdem versuchen meine Kolleginnen und ich, in den Werkeinführungen eine halbe Stunde vor Beginn, bereits immer einige Hinweise zu bestimmten Entscheidungen der Regie zu geben. Das Programmheft können Sie nicht nur im Foyer erwerben, sondern auch online lesen, auf der jeweiligen Stückseite der Produktion stehen alle Programme ab der Premiere zum Download bereit. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und Sie bald wieder im Theater begrüßen zu dürfen.


Mit freundlichen Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor

Gast ohne Freund schrieb am 02.07.2012:
Der Gastfreund-UNGLAUBLICH

Sehr geehrte Damen und Herren des Staatstheaters, also ich muss ihre möglichkeit der verewigung nutzen um dampf abzulassen. Ich war am samstag auf der premiere von DER GASTFREUND / DIE ARGONAUTEN und ich muss ihnen leider sagen, dass dieser Abend der mit abstand schlechteste war, den ich je in karlsruhe gesehen habe. Ich stelle mir wirklich die frage warum alles in diesem theater verblödelt werden muss? Bitte antworten sie mir! Ich versteh nicht warum nicht auf einen so starken text vertraut wird oder warum er meiner meinung nach nicht ernst genommen wird? Warum wird alles chargiert? Warum? Medea von einem Mann gespielt! OK, Interessant! Aber warum?? Der Schauspieler Thomas Halle, spielt lässig und cool? OK! Aber warum? Nirgends tiefe! Nirgendwo liebe! Schlechte Schauspieler! Ja. Leider! Warum nur? Wirklich sehr schade für das Badische Staatstheater!

dagmar heidingsfelder-r. schrieb am 01.07.2012:
DER GASTFREUND / DIE ARGONAUTEN

wenn man tröten wie beim fußball dabei hätte, um den applaus auch bei kleinem publikum groß zu machen, um mit lärm die dankbarkeit über so viel spielleidenschaft ALLER schauspieler und pointierte regie so viel adäquater auszudrücken als die eigenen hände mit klatschen es schaffen. chapeau für eine arbeit, die dem klassischen text die energie gibt, das thema - die tragik der fremdenfeindlichkeit- zeitgemäß, aufrüttelnd und anrührend auf die bühne zu bringen.

hannes kray schrieb am 30.06.2012:
Spielzeitresumé

Ich habe in dieser Spielzeit 7 Inszenierungen besucht und dabei sämtliche Höhen und Tiefen miterlebt, die es im Theater so geben kann. Zunächst sah ich den GOTHLAND und befürchtete im Nachhinein Schlimmstes für die Zukunft des Karsruher Theater. Abgesehen von den wirklich guten schauspielerischen Leistungen eines André Wagner und Timo Tank war der Abend sprachlich und inszenatorisch eine einzige Katastrophe. Danach sah ich DIE HERMANNSSCHLACHT und erlebte das krasse Gegenteil. Eine wunderbare, sprachlich großartig gearbeitete Inszenierung mit ungeheuer viel Phantasie und Humor. DYLAN, der wohl umstrittenste Abend dieser Spielzeit. Und ich bleibe dabei, es handelt sich nicht um eine Konzertveranstaltung, sondern um einen Theaterabend. Dann reicht es eben nicht, gute Musik zu machen und noch besser zu singen, dann muss auch eine brauchbare Inszenierung dabei sein, diese aber war voll daneben und wurde den ereignsireichen 60gern in keiner Weise gerecht. IMMER NOCH STURM, einfach großartig, mit einfachsten Mitteln (Matrazen) eindrucksvolle Bilder zu erzeugen ist das große Verdienst dieser Arbeit. ORPHEUS, ähnlich gut, wenngleich ich hier die negative Darstellung von Homosexualität rügen muss. Ich bin der Auffassung, dass Theater fortschrittlich sein muss, weltoffen, an diesem Punkt passierte genau das Gegenteil und Voruteile wurden zementiert. Trotzdem eine prima Arbeit. JAKOB DER LÜGNER, ziemlich enttäuschend, ein langweiliger erster Teil, der die Fallhöhe von Grauen und lebenserhaltendem Humor leider überhaupt nicht schafft. Der zweite Teil deutlich besser, es bleibt das Gefühl hier wurde eine Chance verpasst. Schließlich MUTTERMALE, ein Abend, der mich ratlos zurück ließ. Letztlich konnte ich nicht erkennen, was die Autorin eigentlich wollte. Alles in allem ein durchwachsener Anfang, der für mich auch durch eine gewisse Unübersichtlichkeit geprägt war. Zu viel wurde angeboten, zu verwirrend die ständigen Veranstaltungen, eine klare Linie konnte ich nicht erkennen. Wenn ich auf den Spielplan für die nächste Spielzeit schaue, fällt mir auf, dass die Zahl der "sichereren" Stücke deutlich höher ist. Ich bin jedenfalls gespannt und werde mir bestimmt wieder Einiges anschauen.

Rainer Martus schrieb am 26.06.2012:
DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN

Zunächst möchte ich mich bei "Protest" für seinen Eintrag im Gästebuch bedanken. Er hat mich dazu inspiriert mir das Stück doch selbst anzusehen, obwohl ich schon entschieden hatte, das es zeitlich zu eng wird. Ich war heute also in der Sondervorstellung zum 65. Geburtstag. Meine Meinung dazu: Ein witzig-spritziges Stück mit sehr vielen Gedanken, die es wert sind, gedacht zu werden. Wer es noch nicht gesehen hat, sollte die letzte Chance im Landesmuseum nutzen. Außerdem, ihr "Theater-Hanseln": Das war eine spitzenmäßige Geburtstagstorte :-)

Micaela Bierschwale schrieb am 25.06.2012:
CHOREOGRAFEN STELLEN SICH VOR

Ich war am Samstag, den 23.Juni 2012 in CHOREOGRAFEN STELLEN SICH VOR. Ich war so sehr begeistert und sprachlos, vor allem für die Aufführung "Hörst du die Steine blühen". Ich dachte schon immer, wenn ich die Musik hörte: da gehört ein schönes Ballett dazu. Jetzt habe ich "mein" Ballett zu dieser Musik . Mir hat dieses Stück mit am besten gefallen und auch "TWO 4 ONE" war faszinierend!Ich wollte unbedingt zum Ausdruck bringen, was für Diamanten im Ballettensemble sind. Warum wird diese Aufführung nicht mit in die nächste Spielzeit übernommen? Jede Vorstellung war fast ausverkauft! Ich würde so oft reingehen und es mir angucken, wie nur möglich. Es ist eine wahre Augenweide. Mein größtes Kompliment an die jungen Choreografen: Barbara Blanche, Flavio Salamanka, Arman Aslizadayan, Reginaldo Oliveira, Elisiane Büchele, Amadeus Pawlica und Susanne Preissler. Liebe Grüße Micaela Bierschwale

Jan Linders schrieb am 25.06.2012:
DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, gern hätte ich Ihnen direkt geantwortet, aber die von Ihnen angegebene Emailadresse scheint mir nicht zu existieren, daher auf diesem Wege: Was Sie als "Kasernenton" bezeichnen, ist die letzte Zeile eines Sonetts des großen Dichters Rainer Maria Rilke. Der Karlsruher Philosoph Peter Sloterdijk hat den Vers als Titel eines seiner jüngsten Bücher gewählt, und der Berliner Regisseur Patrick Wengenroth hat daraus einen sehr gelungen Abend für vier Schauspieler und einen Musiker gemacht, den Sie noch zweimal erleben können: am 26.6. in einer Sondervorstellung zum 65. Geburtstag von Peter Sloterdijk im STUDIO des Staatstheaters, am 3.7. im Gartensaal des Landesmuseums im Schloss Karlsruhe, jeweils 20 Uhr. Hier das vollständige Gedicht von Rilke, das wir auch in unserem Spielzeitbuch 2011/12 abgedruckt haben. Mit freundlichen Grüßen, Jan Linders Schauspieldirektor Archaïscher Torso Apollos Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt, darin die Augenäpfel reiften. Aber sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber, in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt, sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug der Brust dich blenden, und im leisen Drehen der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen zu jener Mitte, die die Zeugung trug. Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz unter der Schultern durchsichtigem Sturz und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle; und bräche nicht aus allen seinen Rändern aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ändern. Aus: Der neuen Gedichte anderer Teil (1908)

Protest schrieb am 24.06.2012:
DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN

Aber hallo, wo sind wir denn ?!?! Ich lasse mir doch nicht von "Theater-Hanseln" Vorschriften machen und Befehle erteilen !!!!!! Anders ist die Sache bei: Ändere dein Leben oder versuche dein Leben zu ändern. Aber nicht in diesem Kasernenton!!! Der Ton macht die Musik. (Heute werden leider häufig Geräusche als Musik bezeichnet !!)

Peter Kramer schrieb am 20.06.2012:
TELL

Gut gemacht - allerdings Politik fliegt uns täglich mehrmals real um die Ohren - umsonst, ob ich will oder nicht. Und für nocheinmal mehr, Geld ausgeben fürs Theater ???? Tue ich nicht; mir reicht die Politik im realen Leben aus.

Martin Burger schrieb am 20.06.2012:
TELL-VARIATIONEN Titel BNN 20.06.12

Herzlichen Glückwunsch zum 1. Titel einer Studio Produktion ! TELL hat es aber wirklich auch verdient. Da ist dem Schauspiel Team ein nachdenkenswertes und aktuelles Stück politisches Theater gelungen. Mit der zentralen Fragestellung "was macht Widerstand mit uns ? Gewalt oder Gewaltfrei ?" spannt sich der Bogen zur Spielzeit-Eröffnungsproduktion HERMANNSCHLACHT. Besonders beindruckt hat mich die Tatsache, dass alle (?) gesprochenen Texte sich auf realen Quellen berufen. Ob nun Schiller, Obama, A.H., oder -besonders stark Slavoj Zizek's Zeit der Monster ...

Philipp Horn schrieb am 18.06.2012:
5. Kammerkonzert

Vielen Dank für das tolle Konzerterlebnis! Auch wenn das Programm des 5. Kammerkonzertes doch sehr speziell war, war es ein sehr spannender & anregender Morgen, der Lust auf die nächste Spielzeit macht: Mit einer ähnlich abwechslungsreichen & auch mal nicht am Mehrheitsgeschmack des Karlsruher Publikums orientieren Programmgestaltung (sowohl in den Symphoniekonzerten als auch in den Kammerkonzerten). Die Musiker hätten ein noch besser besuchtes Konzert verdient gehabt! Gruß Philipp Horn, Karlsruhe

J.Renz schrieb am 18.06.2012:
ROBIN HOOD für Blinde und Sehbehinderte

Herzlichen Dank für diese gelungene Veranstaltung. Wir waren besonders auch vom Rahmenprogramm absolut begeistert und würden uns sehr wünschen, dass es auch in Zukunft solche Veranstaltungen für blinde und sehbehinderte Kinder geben wird. Weiter so!

S. Ferl schrieb am 14.06.2012:
DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING

Dem Tipp mehrerer Bekannter folgend besuchte ich am 13.06.2012 die Vorstellung über das Leben Bob Dylans - und war begeistert. Schon die Umsetzung der Idee war großartig, die schauspielerischen Leistungen spitze. Aber die musikalische Darbietung übertraf alles. Eigene Interpetationen der Dylanstücke, von der hervorragenden Band virtuos begleitet - man spürte den Spaß, den die Bandmitglieder bei der "Arbeit" hatten. Eine geniale Kombination aus Schauspiel und Folk/Rockmusik die man so sonst nur aus Konzerten kennt! Mein Fazit: absolut eine Empfehlung wert...

Klaus schrieb am 11.06.2012:
DON GIOVANNI - 10.06.12

Das ist Christina Niessen pur, wie sie leibt und lebt. Einfach nur Klasse. Bleiben Sie uns noch recht laaaaaange in Karlsruhe erhalten.!!! Gute Besserung

Rainer Martus schrieb am 10.06.2012:
DON GIOVANNI

Die krankheitsbedingte Variante, Christina Niesen spielen und Juanita Lascarro singen zu lassen fand ich sehr interessant. Auf jeden Fall besser, als die Vorstellung abzusagen. Außerdem: Frau Niesen sprachlos war sicher eine Premiere :-) Gute Besserung Frau Niesen und Danke, dass Sie trotz Krankheit gespielt haben.

Ballettfan schrieb am 07.06.2012:
MOMO

Ballettabend MOMO. Vielen, vielen Dank. MOMO war zauberhaft und atemberaubend. Die Mischng zwischen Bewegungen und Musik war einfach genial! Die tänzerische Leistung unbeschreiblich! Vielen Dank an Tim Plegge. Bitte noch mehr davon!!!

Volker Kramer schrieb am 05.06.2012:
Sonntagskonzert am 03.06.2012

Vielen Dank für dieses wunderbare Konzert. Wieder einmal stellt unsere Staatskapelle unter Beweis, auf welch hohem Niveau sie sämtliche Werke der Musikliteratur aufführen kann. Mozart und Mahler vom Feinsten, dazu ein GMD, der selbst das Klavierkonzert spielt und dirigiert... Ich bin wahnsinnig stolz auf "mein" Orchester!

Desiree Paul schrieb am 02.06.2012:
ROBIN HOOD am 01. Juni 2012

Hallöchen (!) liebes Staatstheater, liebe Familien in Karlsruhe, ganz begeistert verließ ich gestern Abend ROBIN HOOD. Der Wermutstropfen war das ziemlich leere Haus, welches diese tolle Produktion wirklich nicht verdient hat. Aber wäre es für die Zielgruppe nicht im wahrsten Sinne des Wortes cooler gewesen, die Premiere nicht gerade vor den Ferien an den längsten und schönsten Tagen des Jahres stattfinden zu lassen, wo sie sich auch gerne mal auf der Straße oder im Wald herumtummelt oder einfach Fußball spielt, Fahrrad fährt oder mit den Eltern verreist? Die Konkurrenz der Veranstaltungen ist in dieser Jahreszeit größer als in jeder anderen. Diese schöne Produktion hat viel Publikum verdient. Liebe Familien, geht in dieses Stück rein. Und der Nachwuchs erklärt dann der Uroma die Oper, weil die mit der PC-Sprache noch nichts anfangen kann, aber diese hat dafür schon immer gewusst, dass Jeans grässliche Beinkleider sind. In diesem Sinne wünsche ich allen viele unterhaltende Stunden bei ROBIN HOOD in der Rüppurrer Wohnung und natürlich im Sherwood Forrest, vielleicht dann auch erst im Herbst, wenn es sowieso draußen dunkel ist. Viele Grüße Désirée Paul

hannes kray schrieb am 29.05.2012:
MUTTERMALE FENSTER BLAU

"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten", wäre wohl die passendste Überschrift, die ich zu diesem Abend finden kann. Worum es geht, ist schnell klar. Aber was will uns die Autorin damit erzählen? Will sie das Thema Inzest neu diskutieren oder geht es um die Frage, was Liebe eigentlich ist? Ich lese, die Autorin möchte Fragen stellen, aber ich kann nirgendwo erkennen, dass sie das auch tut. Die Inszenierung, knapp, stringent, mit einfachsten Mitteln der Ausstattung, so weit so gut. Die Schauspieler zeigen mir alle drei, dass sie ihr Handwerk gelernt haben. Und genau das ist der sprigende Punkt: sie führen Handwerk vor - wie spielt man Wut, wie spielt man Betroffenheit, wie Verliebtheit. Aber weil sie es nur vorführen, kommt keine Betroffenheit beim Zuschauer auf. Man schaut zu, von außen. Man hört einen bisweilen lyrischen Text mit einigen etwas merkwürdigen Bildern, "sie lutscht an den Nägeln" (Absicht oder Versprecher?). Doch letzten Endes verlasse ich das Studio und zucke mit den Schultern, ratlos.

Klaus schrieb am 28.05.2012:
Aron Stiehl
Hallo Herr Schaback,
er freut uns zu vernehmen, daß Herr Stiehl mehrere Regien übernimmt.
Da weiß man, woran man ist. Herr Stiehl ist einer der Wenigen, welcher gemäßigtes Regietheater auch beherrscht.
Glückwunsch
Cornelius Kölmel schrieb am 27.05.2012:
Hochklassige BALETT GALA mit teils weniger hochklassigem Publikum!

Die großartige BALLETT GALA hinterließ bei uns leider einen sehr schalen Nachgenuß! Dank disziplinlosem Publikum in unseren Reihen, das abfällige Bemerkungen während (!!!!) den Programmteilen nicht unterdrücken konnte, war das spektakuläre Programm leider nur eingeschränkt genießbar. Leider typisch Karlsruhe: Ein originäres Ballettpublikum mit Leidenschaft und Respekt vor der Tanzkunst haben wir hier leider nicht. Die Worte,die während der Aufführung zu hören waren, möchte ich hier lieber nicht wiederholen. Wenn Zuschauer 3 Stunden lang durchhusten - was leider passiert ist- , da sie offensichtlich krank sind, sollten sie doch vorher überlegen, ob sie aus Rücksicht vor den anderen auf die Aufführung verzichten. Natürlich gibt es auch hier echte Ballettfans, keine Frage. Dies bestätigte auch die mehrheitliche Begeisterung. In Stuttgart, Baden-Baden und andernorts jedoch hat man insgesamt wesentlich mehr Respekt vor der Tanzkunst. Trotz allem freue ich mich für Frau Prof. Keil und ihre Truppe für den großen Erfolg und den frenetischen Jubel, den es zum Glück auch gab. Aber Galas in Karlsruhe werden wir in Zukunft meiden. Zum Glück muss man für Galas in unseren südliche Gefilden nicht weit fahren....

Volker Kramer schrieb am 20.05.2012:
ROBIN HOOD

Gratulation zur Abenteueroper ROBIN HOOD, für kleine und große "Kinder". Eine tolle Ensembleleistung mit Staatskapelle und Staatsopernchor und Cantus Juvenum auf gewohnt hohem Niveau. Nelly Dankers spritzige, brüllend-komische Inszenierung macht einfach nur gute Laune. Als Gast im Opernensemble ist Paul Grill als Berater Harry zum Niederknieen komisch. Vielen Dank allen Beteiligten!

Rolf S. schrieb am 15.05.2012:
Interesse an Spielzeit 2012/13

Habe kurz mal den Vorbericht der Theater-Sparte für 2012/13 gelesen. Auf den ersten Blick interessiert mich z.B. die theatralische Auseinandersetzung mit dem Thema "Müdigkeitsgesellschaft"- (kein Wunder bei dieser Reizüberflutung), und das Theama "Alter", auch anhand von ehemaligen KSC-Spielern. Viele Grüße

Gast schrieb am 13.05.2012:
Orpheus

super abend war das gestern, ganz toller schauspieler der herr berger, ein echter gewinn für das ensemble.

Detlev Gutberlet schrieb am 29.04.2012:
Don Giovanni

Der Mix der Stimmen aus den altbekannten Stars und den 'Neuen' war gestern ohne Einschränkung sensationell, auch wenn man uns einreden wollte, Konstantin Gorny wäre gesundheitlich angeknackst gewesen. Wie man es von unserem Badischen Staatstheater erwartet, ein gelungener, perfekter Abend. Weiter so, Gruss, Detlev Gutberlet

Dirk Hetzel schrieb am 29.04.2012:
Ballett Momo (Premiere) - phantastische Umsetzung
Die Reise von Berlin nach Karlsruhe hat sich mehr als gelohnt. Tim Plegge erweist sich als herausragender Choreograf. Ihm gelingt es, die weltberühmte Geschichte mit eigenen Bildern neu zu erzählen. Das Karlsruher Ballett-Ensemble zeigt künstlerische Höchstleistung und wird zurecht gemeinsam mit dem gesamten Kreativteam vom Publikum euphorisch gefeiert. Herzlichen Dank für diesen grandiosen Abend!
Desiree Paul schrieb am 29.04.2012:
Don Giovanni am 28.04.2012
Liebes Staatstheater,

vielen Dank für die schöne Wiederaufnahme von Don Giovanni. Schon mit Konstantin Gorny und Christina Niessen in den bewährten Rollen haben Sie ja eine ganz sichere Bank. Ganz ausgezeichnet waren aber auch die Debuts von Barbara Dobrzanska, Sebastian Kohlhepp und Lucas Harbour. Es war ein Vergnügen zuzuhören, aber auch zuzuschauen, mit welcher Spielfreude alle Sänger den Abend angingen. Danke für einen wunderschönen Abend mit einer schönen Inszenierung und großartigen Künstlern.

Herzlicher Gruß
Désirée Paul
Jan Linders schrieb am 26.04.2012:
JAKOB und der Terror
Sehr geehrter Herr Kray,

ich fürchte, mit Sachargumenten komme ich im Dialog mit Ihnen nicht weiter. Für Ihr subjektives Gefühl ist der Naziterror nicht deutlich genug gezeichnet. Für mich hingegen ist dem Regieteam genau die Gratwanderung der sensiblen Feinzeichnung gelungen. Übrigens tritt mit Preuß sowohl im ersten wie im zweiten Teil ein zweiter Nazi auf. Und so wie der erste Teil scheinbar leicht und unbeschwert daherkommt, so endet der zweite Teil mit akustisch wie optisch keinesfalls leicht zu nehmenden Bildern. Ich kann also nur jeden interessierten Zuschauer auffordern, sich selbst sein Bild zu machen.

Und nach wie vor würde ich mich über ein persönliches Gespräch mit Ihnen von Angesicht zu Angesicht freuen.

Jan Linders
Schauspieldirektor
hannes kray schrieb am 26.04.2012:
Jakob der Lügner

Sehr geehrter herr Linders, Tut mir leid, wenn ich das sagen muss, aber Sie haben meinen Artikel offenkundig nicht sorgfältig genug gelesen. Es geht nicht darum, Heerscharen von Nazis auftreten zu lassen, oder leugnen zu wollen, dass die Juden Humor hatten, ganz und gar nicht. Es geht darum, die Fallhöhe zwischen dem Grauen und dem trotzdem vorhandenen Humor der Juden zu zeigen, was im übrigen Jurek Becker vorzüglich gelingt. Nur indem das Grauen spürbar wird, wird der Witz umso grausamer. Wenn aber, wie im ersten Teil, das Grauen fast vollständig ausgeblendet wird, dann wirken auch die Witze schal. Und um dieses Grauen im Theater zu zeigen, braucht man bestimmt keine platten Bilder von herumtobenden Nazischergen, aber das Gefühl von Terror muss man in der Inszenierung spürbar machen.

Jan Linders schrieb am 26.04.2012:
JAKOB DER LÜGNER - Antwort
Sehr geehrter Herr Kray,

Geschichte aufarbeiten können meines Erachtens nur Historiker, Quellenforscher, Wissenschaftler. Die Künste können mit ihren Mitteln erinnern, Erfahrungen vermitteln, zum Nachdenken anregen. Ich weiß nicht, ob Sie den so traurigen wie komischen Roman von Jurek Becker einmal gelesen haben. Ihm gelingt es, das Grauen der Ghettos zu zeichnen, ohne Heerscharen von Nazis aufmarschieren zu lassen. Im Gegenteil: Das Grauen ist doch gerade deswegen so groß, im Roman wie in der wissenschaftlich aufgearbeiteten Geschichte, weil wenige Täter eine große Zahl an Opfern erniedrigen und ermorden konnten. Doch die menschlichste aller Regungen, das Lachen, konnten die Nazis auch den Juden im Ghetto nicht nehmen. Bitte gestatten Sie es auch jedem einzelnen Zuschauer, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen: Lachen ist im Theater ebenso passend und erlaubt wie Weinen, Applaus ebenso wie Buhrufe.

Sprechen Sie mich bei Ihrem nächsten Besuch gern einmal an - Sie erkennen mich (und meine Dramaturgenkollegen) am Namensschild.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
hannes kray schrieb am 24.04.2012:
Jakob der Lügner

Anders als Volker Kramer und Martin Burger verließ ich diese Premiere eher enttäuscht ob der vertanen Chance ein wichtiges Thema der deutschen Geschichte wirkungsvoll aufzuarbeiten. Was hatte ich gesehen: Bis zur Pause (nach fast zwei Stunden) einen reichlich langweiligen, langatmigen, mit lustig-sein-sollenden Mätzchen versetzten eindimensionalen Einblick in das Leben im jüdischen Ghetto gegen Ende des zweiten Weltkrieges. Warum eindimensional? Die Darstellung komischer Situationen angesichts des grauenhaften Hintergrundes wirkt nur dann wirklich erschütternd und eindrucksvoll, wenn diese Dialektik auch gezeigt wird. Wenn sich aber die Unterdrückung durch die Nazis nur in Form eines einzigen Bewachers (Robert Besta) manifestiert und man ansonsten nur Menschen dabei zuschaut, wie sie mehr oder weniger angestrengt und mit allerlei Klamauk durch den Tag kommen, dann wird von dem tatsächlichen Grauen, das in diesem Ghetto geherrscht haben muss, nichts spürbar. Daran ändern auch die Premierenclaqueure im Publikum nichts (eine Unsitte an allen Theatern), die meist an völlig unpassenden Stellen ostentativ laut lachten, was letztlich nur einen peinlichen Eindruck hinterließ. Hätte man die im Überfluss eingesetzten Videoprojektionen nicht auch dafür benützen können, den Terror, das Grauen zu verdeutlichen? Ein weiterer merkwürdiger Aspekt dieser Inszenierung war der Einsatz von Liedern. Was haben italienische Schlager bzw. Ennio Morricone Melodien hierbei verloren? Vor allem letztere wirkten auf mich angesichts der Assoziationen, die diese bewirken, einfach nur daneben. Was wollte man damit ausdrücken? Die Zeitlosigkeit des Geschehenen? Für mich kommt lediglich Verharmlosung und Beliebigkeit rüber. Dr zweite Teil dieses viel zu langen Abends (mindestens eine halbe Stunde sollte man kürzen) ist dann deutlich dichter und intensiver, kann aber den schwachen Eindruck des ersten Teiles nicht mehr wettmachen. Die schauspielerischen Leistungen waren unterschiedlich. Positiv zu erwähnen André Wagner als Erzähler, der zeigt, dass man mit Sprachbeherrschung bisweilen eindrückliche Momente erzielen kann, andererseits Klaus Cofalka-Adamit als Herr Frankfurter, der den Schachbesessenen miemen muss, dies aber nur mit sichtlicher Mühe und einem völlig aufgesetzten Aktionismus schafft. Alles in allem keine Offenbarung und schon gar keine Steigerung im Schauspiel. Hier sieht die Bilanz nach etwas Zweidritteln der Spielzeit für mich sehr durchwachsen aus.

Martin Burger schrieb am 23.04.2012:
Jakob der Lügner

Wie Volker Kramer bin auch ich sehr beeindruckt und betroffen aus diesem großartigen Abend gekommen. Die schauspielerische Leistung des gesamten tollen Ensembles ( Kompliment für die einfühlsame Besetzung),das zwischen brüllkomischen Sequenzen und tief-emotionalen Szenen souverän den Bogen spannte, die passenden Kostüme und Frisuren -...Frank Wiegard !!!- oder die wieder einmal aussergewöhnliche, überraschende und daduch um so wirkungsvollere Bühne. Mein grosser Respekt an alle Beteiligten. Auch diese Inszenierung zeigt den positiv steigenden Trend unseres Schauspiels.

Volker Kramer schrieb am 23.04.2012:
Jakob der Lügner
Stehe noch immer unter den Eindrücken dieser bewegenden Inszenierung. Das hervorragende Ensemble wurde angeführt vom wunderbaren André Wagner und dem "Einspringer" Axel Sichrovsky. Ein großer Abend mit tragikomischen Elementen, an dessen hoffnungslosem Ende mir Tränen in den Augen standen. Vielen Dank allen Beteiligten.
Trudel Zimmermann schrieb am 22.04.2012:
MOMO
MOMO...ganz speziell, einzigartig, phantastisch, einfühlsam, einfach " nur " wunderschön.
Gratulation an Tim Plegge mit Team, an Frau Keil und Compagnie und ein von Herzen kommendes DANKE.
Felicitas schrieb am 22.04.2012:
Momo
Vielen vielen Dank für die wunderschöne Momo Premiere!!!
Tim Plegge, sein Team und die Compagnie haben den tosenden Applaus mit standing ovation wirklich verdient!
Die Premiere wird auf jeden Fall nicht mein einziger Momo-Besuch bleiben.
Klaus schrieb am 22.04.2012:
Momo
Superb...superb.
Allererste Sahne.
Klitzekleine Eintrübung: Musik kam vom Band und nicht live von der Bad.Staatskapelle.
MOMO ist mehr als empfehlenswert.
Rolf-Dieter Siegel schrieb am 22.04.2012:
Öffentliche Generalprobe von Jakob der Lügner
Herzlichen Dank für diese öffentliche Generalprobe.Sie ist, wie ich finde, sehr gelungen.

Trotz krankheitsbedingter Ausfälle,
die nur allzu menschlich sind,
war es eine gute Vorstellung.

Hier ein besonderer Dank an den Gastschauspieler Axel Sichrowsky,
der sehr kurzfristig den wichtigen Part des Jakob übernahm.

Mir persönlich geben die Schauspiel- Aufführungen in dieser Spielzeit sehr viel, sie sind sehr spannend und sehr anspruchsvoll.
Es wird sehr viel und dynamisch gearbeitet, so macht es den Eindruck.

Weiter so, und bleibt bitte alle fit und gesund, sodass wir Euch noch lange geniessen können!

Viele Grüße
Rolf Siegel
Florian Kaspar schrieb am 21.04.2012:
Dantons Tod

Liebes Staatstheater, vielen herzlichen Dank für diese tolle Produktion, die mich absolut gepackt hat, so dass ich sie diese Spielzeit gleich viermal besucht habe. Auch wenn das Stücke Ihre Auslastungszahlen senkt, wäre es schön, dieses Werk (oder vielleicht von Einems "Besuch der alten Dame") in den nächsten Spielzeiten mal auf die Bühne zu bringen...

Jan Linders schrieb am 18.04.2012:
Vorstellungsänderungen

Sehr geehrter anonymer Gästebuchschreiber – die von Ihnen angegebene Email existiert nicht,
darum antworte ich Ihnen auf diesem Wege:
Ich wundere mich, dass Sie anhand zweier bedauerlicher, nur allzu menschlicher Krankheitsfälle von Chaos sprechen. Ich darf Sie an die ebenfalls bedauerliche Serie von Krankheiten im Januar 2011 erinnern. In einem hochspezialisierten Haus wie dem Staatstheater arbeiten täglich 700 Menschen mehr oder minder von Hand daran, dass Sie, die Zuschauer, allabendlich Kunst und Kultur geboten bekommen. Weil wir verpflichtet sind, die einem Staatstheaters angemessene Qualität zu sichern, müssen wir dafür bisweilen zusätzliche Probenmöglichkeiten schaffen. Um dem Gastschauspieler Axel Sichrovsky ausreichende Proben mit den Kollegen, die alle auch in anderen Vorstellungen im Kleinen Haus und im Studio besetzt sind, zu ermöglichen, haben wir uns schweren Herzens zu einigen Vorstellungsabsagen entschlossen und alle erreichbaren Zuschauer durch Anrufe informiert. Nennen Sie dies meinetwegen Domino-Effekt, aber nicht Kirmes. Im Comedy-Fernsehen hätten Sie mit einer Wiederholung vorlieb nehmen müssen, bei uns im Staatstheater sehen Sie ab Sonntag live und neu inszeniert JAKOB DER LÜGNER. Bitte überzeugen Sie sich selbst vom Unterschied und spenden Sie den hoch engagierten Sängern, Schauspielern und Tänzern den verdienten Applaus.
Es grüßt Sie
Jan Linders
Schauspieldirektor

hoppala schrieb am 18.04.2012:
Vorstellungsänderungen + -ausfälle
Bei einem sogenannten "Staatstheater"
darf so eine chaotische Umstrukturierung nicht passieren.
Nicht einmal ein Stadttheater fabriziert so einen chaotischen M...
Passt eher zu einer Kirmesbühne oder Comedysendung.
Martin Burger schrieb am 18.04.2012:
Jakob der Lügner Premiere verlegt auf Sonntag
Gestern erhielt ich einen Anruf vom Ticketservice. Durch Erkrankung des Hauptdarstellers wird die Premiere JAKOB DE LÜGNER von Freitag auf Sonntag 22.04. verlegt.Hier mein Dank und Bewunderung für diesen großen persönlichen Einsatz des Theater-Teams, möglichst alle Zuschauer einer ausverkauften Vorstellung zu kontaktieren.
Für die Premiere bleiben so zwei Tage mehr Vorfreude, die bei der ausgezeichneten Einführung bei der (leider nur mässig besuchten "Matinee") am Sonntag geschürt wurde. Das fast komplette Ensemble, der Regisseur und die wie meist souveräne Dramaturgin Nina Steinhilber boten einen sehr informativen und unterhaltsamen Einblick auf Autor und die Entstehung des Stücks. Die große Spielfreude und die Harmonie des Ensembles war spürbar. DANKE
Volker Kramer schrieb am 16.04.2012:
Lohengrin am 15.04.2012
Die Alternativbesetzungen überraschten äußerst angenehm: Christina Niessen sang eine klangschöne Elsa, wusste dabei angenehm zu differenzieren, ein schönes Debut. Armin Kolarczyk war ein wunderbarer Heerrufer, jenseits aller Kraftmeierei. Mit großer Präzision und warmer Tongebung lässt er aufhorchen. Ein Versprechen für Wolfram in Tannhäuser? Ich wünsche es ihm und mir. Begeistert war ich vom Dirigat Christoph Gedscholds, der, erstmals eine Wagneroper leitend, den großen Orchesterapparat souverän und unaufgeregt steuerte und dabei Chor und Solisten nie aus den Augen verlor. Bitte mehr davon! Den Genannten und den anderen, bewährten Kräften ein herzliches Dankeschön für eine bewegende und mitreißende Aufführung!
Peter Reichert schrieb am 14.04.2012:
WER WIR SIND - Das neue Stück
Ich war gestern in dem Stück Wer wir sind von Konstantin Küspert. Mein dritter Besuch in dieser Reihe. Es war grandios. Ein pfiffiger Text und eine noch bessere Regie. Da wo der Text Schwächen hatte, wurde durch Ironie und kleine Einfälle wieder alles kompensiert. Es ist auch sehr interessant mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Schade, dass die Aufführungen in dieser Reihe nur einmalig zu sehen sind. Mit wenig Aufwand wäre der Abend perfekt im Spielplan. Auch ein Kompliment an die Dartsteller. Die meisten kannte man aus dem Ensemble von der Große Marsch. Auch sehr sehenswert. Super Leistung. Mehr!!!
Klaus schrieb am 11.04.2012:
Untergang der Titanic

Ich habe einige instrumentale Passagen aus diesem Werk gehört. Diese waren grandios - umwerfend.

Hannes Kray schrieb am 08.04.2012:
Immer noch Sturm

Ein großer Abend vor kleiner Kulisse, so könnte die Überschrift lauten. Ein simples (altes Sofa, ramponierte Stehlampe, sechs Matratzen) Bühnenbild, das in seiner Einfachheit umso aussagekräftiger ist. Dieses Bühnenbild als Ausdruck der Wärme, des Schutzes, der Behaglichkeit, man fällt weich auf solche Matratzen, man wird aufgefangen. Doch dann der Krieg, die Familie wird zerrissen und nach und nach verschwinden die Matratzen, schließlich wird man mit der harten Realität konfrontiert, nichts und niemand mehr, der einen auffängt, nur der harte Boden. Auf engstem Raum agieren die Schauspieler allesamt hervorragend und wenn ich überhaupt jemanden hervorheben möchte an diesem Abend, dann Robert Besta, als Gregor und Onkel der Ich-Figur. Leider leider fand dieser tolle Abend fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Kaum 20 Zuschauer verloren sich im Studio und ich frage mich, woran das liegt. Schon kürzlich beim Orpheus im Kleinen Haus war der Zuschauerraum allenfalls halb voll. Eine Erklärung könnte der etwas sperrige Spielplan sein, viele unbekannte, schwere Stücke (schwer für das Publikum vor allem), dann die Masse an Neuinszenierungen, die dazu führt, dass man leicht den Überblick verliert, darüber, was eigentlich alles angeboten wird. Schließlich noch der ziemlich verunglückte Beginn der Spielzeit mit dem viereinhalb-stündigen Grabbe (ich habe mich an anderer Stelle schon darüber geäußert), ich habe mit einigen Menschen gesprochen, die aufgrund der Erfahrungen zu Beginn der Spielzeit erst einmal keine Lust mehr haben ins Badische Staatstheater zu gehen. Sehr schade eigentlich, denn sie verpassen wirklich gutes Theater. P.S. Ein rein technisches Problem stellt die gleichzeitige Bespielung des Großen Hauses dar. In leisen Momenten hört man die Geräusche aus dem Großen Haus ganz deutlich und mehr als einmal war zu spüren, dass die Schauspieler auf der Bühne davon irritiert waren.

Volker Kramer schrieb am 02.04.2012:
Lohengrin 01.04.2012
Unverständlich die Unmutsbekundungen für Lance Ryan. Sicher irritiert er in den ersten beiden Akten mit der unerschöpflichen Kraft seiner Stimme, spätestens aber im entscheidenden dritten Akt bleibt er der Rolle kaum einen Akzent schuldig: Wunderbar sein "Höchstes Vertraun", herrlich seine Gralserzählung. Jedes Haus kann sich glücklich schätzen, solch einen Sänger aufbieten zu können.
Vielen Dank, ich freue mich schon auf Karfreitag...
Volker Kramer schrieb am 02.04.2012:
Lohengrin 01.04.2012
Die Enttäuschung über die doch recht nichtsagende Inszenierung (richtig peinlich das DDR-Ampelmännchen auf dem Hochseil und der Nussknacker-König) wurde durch die Freude an der musikalischen Ausführung wettgemacht. Die Staatskapelle präsentierte sich unter Justin Brown in Bestform, der Staatsopernchor und Extrachor stellten zum wiederholten Male in dieser Spielzeit ihr Können unter Beweis. Traumhaft Heidi Melton als Elsa mit berückenden Soprantönen. Für mich die Überraschung des Abends: Jaco Venter in der kräftezehrenden Rolle des Telramund. Ein tolles Debut
Harry Klee schrieb am 30.03.2012:
Begeistert von Orpheus Steigt Herab

Ein ganz, ganz, ganz großer Theaterabend den ich heute im Badischen Staatstheater gesehen habe. Danke dafür.

Jochen Petin schrieb am 28.03.2012:
Gratulation an das Kolonos-Ensemble
Liebes Ensemble,
auf diesem Wege möchte ich Ihnen zu Ihrer Arbeit, Ihrer Leistung gratulieren.
Auch möchte Ihnen zugleich einen großen Dank aussprechen, Ihre Aufführung hat mich tief berührt.

Sie haben dieses große Stück des alten Sophokles in seiner ganzen Größe zur Wirkung gebracht:
• nach dem äußerlichen Lebensweg des Oedipus nun seinen inneren Weg - ohne Ablenkung durch Blitz und Donner.
• im sprachlichen Ausdruck die Balance suchend zwischen inneren Monologen, Verhandlung, Selbstgespräch; beharrlich nachdenkend, zuhörend, ohne Spiegelfechterei
• im Ausdruck des Tanzes als Ausdruck des immerwährenden Umkreisens, Bedenkens, Fühlens der Suche und der Gefühlslage (vor allem die große Szene des Boten gegen Ende) - Mitleiden erregende Tragödie.
• in der Wahl der Übersetzung, der man die Herkunft des Textes aus dem Griechischen noch anmerkt, die aber zu einem schlanken, ernsten Deutsch findet,
• in der Verbindung von Sprache, Musik und Tanz - es ergänzt und reflektiert sich wunderbar und passt auch zur antiken Praxis der Aufführung dieser Stücke.

Schließlich dramaturgisch: Langsam haben Sie den Abend entwickelt und auf einen Höhepunkt hingeführt - Sophokles hat eine große Bühne angeboten, und Sie haben sie ausgefüllt.

Vielen Dank!

Jochen Petin
Klaus schrieb am 25.03.2012:
Programmheft

Ich finde es praktisch und sehr gut, die Programmhefte ins Netz zu stellen. Klasse Service.

Industrial Controler schrieb am 25.03.2012:
Positive Publikumsbilanz

Erfreulich; jedoch Statistiken sind auslegbar nach allen Seiten! Es ist wie bei einer Bilanz. Kenne mich da aus :-)

Birgit Keil schrieb am 25.03.2012:
Gastspiel Akademie des Tanzes

Sehr geehrter Herr Stiern, es freut uns natürlich sehr, daß Ihnen das Gastspiel der Akademie des Tanzes gefallen hat. Durch die enge Verbindung der Akademie mit dem Staatstheater lag uns dieses Gastspiel natürlich besonders am Herzen. Darum würden wir auch gerne Ihren Vorschlag in die Tat umsetzen, allerdings ist es nicht so einfach die Disposition unseres Hauses mit der Disposition der Akademie kurzfristig unter einen Hut zu bringen. Wenn es diese Spielzeit nicht mehr klappt, vielleicht klappt es dann ja in der nächsten…


Mit freundlichen Grüßen
Prof. Birgit Keil
Ballettdirektorin

Karlheinz Stiern schrieb am 25.03.2012:
Gastspiel Akademie des Tanzes Mannheim
Was für ein phantastischer Ballettabend im ausverkauften kleinen Haus. Ich bin immer noch ganz begeistert.

Frau Prof. Keil und allen Beteiligten ein großes Dankeschön für diesen wunderschönen Tanzabend.

Es sollten noch weitere Abende mit diesem Programm folgen. Das wäre mit Sicherheit ein Renner wie Big Money. Bei der derzeitigen Auslastung im kleinen Haus sollten weitere Termine möglich sein.
Rebecca S. schrieb am 23.03.2012:
Orpheus steigt herab

Hallo, liebe Schauspieler das Staatstheater ich wollte allen Schauspielern von "Orpheus steigt herab" sagen, dass ich total begeistert bin von dieser Vorstellung. Ich fand die Geschichte der Einsamkeit beider Hauptfiguren, egal wie unterschiedlich sie sind, wurde sehr gut dargestellt. Ich finde das Benjamin Berger die Rolle sehr glaubhaft und schmerzlich spielt. Für mich ein sehr toller Abend. Bis bald. R.

Lutz Horn schrieb am 23.03.2012:
Auf Kolonos

Ich bin sehr enttäuscht von diesem Theaterabend. Ich habe mich in dieser Spielzeit im Schauspiel ja schon zu einigen Inszenierungen kritisch geäußert, aber "Auf Kolons" ist der bisherige Tiefpunkt. Mehr als 80 Minuten Statik, Langeweile und zerdehnt gesprochene Texte, bevor wenigstens die Badische Staatskapelle und Countertenor Hubert Wild einen einsamen Glanzpunkt setzen. Zum Glück kam dann die Pause und damit für uns das ersehnte Ende.

Matthias Kuhlemann schrieb am 19.03.2012:
Grandiose Schweigeminute

völlig ungewohntes, neues und anderes Theater: In Karlsruhe ist der F R Ü H L I N G angekommen:Das Deutsch- Israelische Ensemble (in der Studiobühne) hat mich von den Puschen gehauen!!! Große Klasse Spiel mit anschließendem Dialog des Publikums mit den Akteuren: Dieser Abend war so genial! Dank an die Initiatoren im Badischen Staatstheater und den wunderbaren und grandios spielenden Schauspielern Niva Dloomy, Ariel Nil Levy, Anke Rauthmann, Meytal Zur sowie der Regisseurin Hila Golan. Es steht zu hoffen, bald und oft mehr von dieser Qualität in Karlsruhe sehen zu können!

hannes kray schrieb am 11.03.2012:
orpheus steigt herab

Ein toller Abend. Von der ersten Sekunde an. Eine unglaublich sensible Umsetzung eines sehr schwierigen Stoffes. Heikle, sehr intime Momente wurden mit Bravour gemeistert. Auffallend die wunderbare Sprachregie. Herausragend die Leistungen von Ute Baggeröhr, Benjamin Berger und Joanna Kitzl. Mehr davon! Das macht Spaß.

Klaus schrieb am 11.03.2012:
Opernball
Die GRUBEROVA beim Opernball!!!
Das ist ein mega STARGAST!!!
Applaus Applaus Applaus
Ulrike Stöck schrieb am 10.03.2012:
DINO UND DIE ARCHE
Lieber Herr Kiefer,
es freut mich sehr, dass Ihnen unsere Kinderoper DINO UND DIE ARCHE so sehr gefallen hat. Am Mittwoch gab es nun die erste Vorstellung für Schulen. Das heißt keine Großeltern und Eltern. Nur ein Saal voller Schulklassen der 1.und 2. Klasse, sowie eine Gruppe Vorschulkinder. In diesen Vorstellungen kann man genau sehen, ob etwas für die angestrebte Altersgruppe funktioniert oder nicht. Und ich kann Ihnen versichern, es hat gut funktioniert. Die wunderbare Barockmusik, die Thomas Leininger für DINO UND DIE ARCHE komponiert hat, eignet sich ganz großartig für Kinder. Gerade die Klarheit und die große Zahl an Ohrwürmern erreichen die Kinder sehr direkt. Und natürlich ist ein Countertenor eine große Aufregung für Kinder, und war es vor 30 Jahren auch für Erwachsene, aber damit sie neue ästhetische Erfahrungen machen können, wollen wir doch, dass Kinder ins Theater gehen. Und dazu gehören auch die Kostüme der Dinosaurier. Wenn die Kinder sie als Saurier erkennen, mit Ihnen mitleiden, um ihr Überleben bangen, geht das Kostümkonzept für mich auf. Und auch sonst sind die Eindrücke, die die Kinder in DINO UND DIE ARCHE, oft bei ihrem ersten Theaterbesuch, machen können so vielfältig und spannend. Wie fasziniert sie sind, von einem musizierenden Orchester, von den Sängern, der tollen Bühne und den aufwändigen Kostümen.
Leider können wir Erwachsenen eine Vorstellung nicht mehr anschauen wie mit 6 Jahren. Es gibt keinen Weg zurück. Aber wenn ich die Kinder in den Vorstellungen beobachtete, bin ich überzeugt davon, dass Daniel Pfluger und sein Team eine Arbeit abgeliefert haben, die keine Langeweile aufkommen lässt.

Herzliche Grüße
Ulrike Stöck
Leiterin JUNGES STAATSTHEATER
Wolfgang Kiefer schrieb am 24.02.2012:
Dino und die Arche
Für die Zielgruppe dieser Aufführung bin ich etwa 50 Jahre zu alt. Dennoch hat es mich brennend interessiert, wie ein so hochambitioniertes Projekt „Kinderoper“ in Karlsruhe realisiert wird. Vorneweg: Es hat mir sehr gut gefallen, aber wahrscheinlich deshalb, weil ich so weit außerhalb der Zielgruppe bin. Ich glaube nicht, dass das Stück Kinder erreicht. Ein gutes Libretto wird nicht kindgemäß umgesetzt. Eine Barockoper passt zwar gut in die Händelfestspiele, aber nicht zu einem jugendlichen Publikum. Es ist auch schwer zu erklären, warum ein Mann singt wie eine Frau, wenn sie doch sowieso ein Dino ist. Die Kostüme waren tatsächlich wunderschön. Entsprachen sie aber auch den Vorstellungen von Dinos, wie aus jedem Kinderbuch bekannt sind? Dinos sind groß, schwer und gefährlich, größer als anderen Tiere. Hervorragend war das Bühnenbild.
Gut möglich, dass die folgenden Vorstellungen ausverkauft sein werden. Es kommt aber auf die Reaktion der jungen Besucher an, die von Eltern und Großeltern ins Theater gelockt werden. Wenn die gelangweilt auf das Ende warten, wirkt das Projekt eher kontraproduktiv. Wie gesagt: Kinderoper jenseits von Zauberflöte und Hänsel und Gretel ist ein hochambitioniertes Projekt.
Ernst Ott schrieb am 18.02.2012:
Alessandro-Premiere
Was für ein Festspiel-Start! Allen Beteiligten herzlichen Dank für Alessandro! Die Deutschen Händelsolisten haben gespielt wie die Götter, Yetzabel Arias Fernandez war zauberhaft nicht nur in dem „Zugabe-Largo“, Raffaella Milanesi ganz genau so gut (und das in nur 3 Wochen Studienzeit!), alle übrigen Sänger ebenso. Ein schönes Bühnenbild, ein gutes Programmheft, das exzellent redigierte Libretto schon Wochen vorher online lesbar, all das machte Alessandro zu einem reinen Vergnügen! (Vielleicht könnte man künftig noch einen Regisseur engagieren, der den Unterschied zwischen Recitativo und Aria kennt und die Aktualität Händels nicht mit altbekannten Mätzchen überspielt). Der Intendanz Spuhler weiterhin eine so gute Hand mit Händel, und dass sie dieses wunderbare Orchester erhält und pflegt!
Marianne Arndt-Baumann schrieb am 17.02.2012:
Generalprobe "Alessandro"
Leider kann ich den Enthusiasmus von Frau Bruns nicht teilen. An die vorherigen phantastischen Aufführungen im Rahmen der Händelfestspiele wie "Lothario", Radamisto" und Ariodante"
knüpft die Oper "Alessandro" in keiner Weise an. Sicherlich hat die Theaterintendanz diese selten gespielte Oper als Herausforderung gesehen, aber dann hätte man den Spannungsabfall im zweiten Akt mit hervorragender sängerischer
Leistung kompensieren müssen. Und hier- so scheint es- liegt der Hase im Pfeffer, denn die stand leider nicht zur Verfügung: Die Titelpartie blass, Lisaura unsauber in den Koloraturen, die anderen Sänger - mit Ausnahme von Rossane und Herrn Kohlhepp ( seine Stimme war die schönste des Abends!) - gutes Mittelmaß, aber für eine Festspieleröffnung eben nicht gut genug. Mit Wehmut denke ich da an die Klasse eines eFranco Fagioli und einer Kirsten Blaise. Gut gefallen hat mir das schlichte Bühnenbild als Kontrast zur manirierten Barockmusik, während sich mir die Baletteinlagen der als Allegorie gedachten "schwarzen Krieger" nicht unbedingt erschlossen haben.
Schade, dass sich die Erwartung auf ein High-light dieser Spielzeit nicht erfüllt hat.
Jutta Bruns schrieb am 16.02.2012:
Generalprobe "Alessandro"
Stehe noch ganz unter dem Eindruck dieser grandiosen Generalprobe-einfach phantastisch, hervorragende Sänger, wunderbares Orchester und auch das Bühnenbild incl. Beleuchtung waren wieder einmal grossartig! vielen Dank für diesen wunderbaren Abend an alle. Bravo-bravissimo und toi-toi-toi für die Premiere!
Juliane Patz schrieb am 15.02.2012:
Herzog Theodor von Gothland - Eindruck
Liebe Theater-Schauspieler und lieber Bühnenregisseur,

ich war am Sonntag nach langen Jahren wieder einmal im Theater, und das war der "Herzog Theodor von Gothland", gleich vier Stunden lang und doch die einzige Wahl, denn am folgenden Tag bin ich von Karlsruhe mit seinem großen Staatstheater wieder abgereist.
Ich saß in der letzten Reihe mit einem jungen Freund, der zum ersten Mal in seinem Leben im Theater war. Er hat sehr lange geklatscht.

Ich möchte von mir schreiben und von dem, was mir am eindringlichsten war. Ich bin Künstlerin so wie Ihr, wenn auch nicht am Theater, und die lange Reise von vier Stunden zu erleben, die Ihr gestern auf der Bühne vor unseren Augen mit höchster Präsenz zurückgelegt habt, macht mich froh, und jede Sekunde Applaus habe ich Euch gegönnt.

Ich suche in meinem Kopf zwanzig (nicht unbedingt chronologische) Stellen heraus, seien sie stellvertretend für meinen Eindruck.

1. "Zigarette?" "Banane?" Überhaupt der Humor des Negers.
2. Der Theodor zieht sich aus, er zieht sich nackt aus, mitten auf der Bühne!
3. Theodors Frau flößt ihrem Vater den Wein ein und geht dann in den Schnee sterben.
4. Der Neger und Gustav haben Sex miteinander, in mir so eine Empörung, und dann zucken sie bei den Peitschenhieben auf Gustav beide zusammen, was ist das?
5. Mal ist er Narr, mal ist er Teufel, der Neger.
6. Theodor verwandelt sich so sehr, am Anfang im Grünen hat er so sehr den Spruch "In der Ruhe liegt die Kraft" hinübergebracht, geradezu naiv, und wie alt und verwittert er am Ende war.
7. Der Diener-Erich oder -Eric ist rührend und authentisch, ein treuer Freund.
8. Theodor zuckt und krümmt sich vor inneren Schmerzen, vor Unruhe.
9. Die dröhnende Musik ertönt, die Leichenteile auf der Bühne werden weiter zerstückelt - ich schloss die Augen und hielt die Ohren zu, das will ich nicht sehen. Mein junger Freund hat mich in die Seite geboxt, weil er wollte, dass ich doch hinsehe. Hab ich aber nicht.
10. Die Stimmen von Theodor und dem Neger, der zugleich auch innere Stimme von Theodor ist, mit einem am Mikrofon so leisen, eindringlichen Charakter im Kontrast zu der sonstigen Form von Lautstärke.
11. Das Klavierspielen und dann Erstochenwerden, zwei mal, und die absurd fröhlichen Melodien.
12. Der König, der eine Königin ist und nie den Mantel trägt, ihn immer nur mit sich herumträgt.
13. Noch mal die unglaubliche List des Negers und sein tiefer Spaß, wenn sie geklappt hat - "nein, die Unsterblichkeit, die gibt es nicht." - "Gut, lasst die 500 Leute töten. - "Och, vielleicht gibt es die Unsterblichkeit ja doch... ach, die 500 Leute sind schon tot?"
14. Am Ende wird ihm Blut eingespritzt, er zuckt und stirbt, ich kenne diese Art zu sterben nicht.
15. Und der/die König/Königin und die anderen kehren aus dem Exil zurück und sehen, wie sie sich gegenseitig erschlagen haben, und sie sagt, dass man nicht mit Spott an Theodor denken wird, und es wirkt doch wie Spott.
16. Die durchdringende Lache des Friedrichs, der minutenlang nicht aufhört, seinen Bruder zu verhöhnen.
17. Die Leichenfrau, die nie mitspielt, aber die erst erdrosselt wird, um alles in Gang zu setzen, und dann von Friedrich verlacht wird, weil sie den Hergang bezeugen soll und doch erdrosselt wurde.
18. Die gegenseitigen Vorurteile und Bemerkungen aller gegen alle - der Finne gegen den Neger, der Neger gegen die Europäer, wieder jemand gegen den treuen Erich/Eric, auch der Bote von Friedrich wird lächerlich gemacht.
19. Wie am Ende der zum Fürst Ernannte auch noch stirbt und es ihm egal ist - ich dachte noch, er wird als eine Art Sieger hervorgehen.
20. Die gruselige Geschichte vom Neger, der den Branntwein samt Glas verschlungen und es als das Herz des Theodor bezeichnet hat.

Nennt es schauspielerische Leistung, nennt es eine gute Geschichte - es war eine gute Vorstellung. Danke.

Juliane Patz
Martin Burger schrieb am 15.02.2012:
Das Neue Stück II
Wouw ! Was war das wieder für eine großartige Szenische Lesung. Richtig unmittelbar und pur kann man unser tolles Schauspiel-Ensemble bei diesen EINMALIGEN Events erleben. Man spürt eine unmittelbare Auseinandersetzung und besondere Spielfreude bei diesem besonderen Moment.
Allein die perfekte Zusammenstellung der Charaktere und die mit geringen Mitteln pointiert gesetzte Bühne spricht vom hohen Einfühlungsvermögen des frischen Regieteams. UND DAS ALLES FÜR NUR EINEN ABEND !!!
Hoffentlich spricht es sich schnell rum, das hier ein kultverdächtiges Format entstanden ist und bald keine Plätze mehr frei bleiben. So können auch sonst schwer für die Bühne umsetzbare Stücke voller Regieanweisungen eine adäquate Darreichungsform finden. Wir "Stammgäste" freuen uns jedenfalls schon auf Das Neue Stück III - essen schlafen trinken rauchen duschen etc, am 27.03.

Noch ein Wort zum Stück II selbst?

Samuel Gallet hat hier ein sehr aktuelles und nachdenkliches Stück politisches Gegenwartstheater geschrieben, in dem die psychologischen Konsequenzen revolutionärem Handelns im Vordergrund stehen. Damit steht er natürlich in einer Reihe mit Kleist, Grabbe und Schiller. Aber das war Euch sicher schon klar.
Dr. Karl-Reinhard Kummer schrieb am 13.02.2012:
Herrmannsschlacht
Sehr geehrter Herr Solberg, sehr geehrter Herr Linders,
vielen Dank für diese eindrückliche und in jeder Hinsicht exzellente Aufführung. Hier stimmte alles:
- Ein engagiertes kooperierendes und überzeugend improvisierendes Ensemble,
- eine in jeder Hinsicht - bewußt - viele Fragen offen lassende Inszenierung mit der gekonnten Kombination echter Kleist-Passagen, eigener Schöpfungen und Zitaten anderer Autoren,
- ein hervorragendes Bühnenbild
- eine hervorragende Licht- und Effekt-Regie
- eine herzhaft frische, engagierte, durch Tagesereignisse den Bezug zu Kleist herstellende, inhaltlich, sprachlich und ästhetisch ansprechende Einführung durch Frau Grübmeyer! Vielen Dank!
Karl-Reinhard Kummer
Desiree Paul schrieb am 13.02.2012:
Dernière: Les Troyens
Herzlichen Dank für diese tolle Produktion. Gestern hat sie auch endlich diese Zuschauermassen angezogen, die sie verdient. Schade, dass jetzt erst mal Schluss ist. Hoffentlich kommen die Trojaner recht bald wieder auf die Bühne. Ich freue mich jedenfalls drauf. Viele Bravi v.a. an die Sänger, die die langen Abend bravourös durchgestanden haben.
Herzlichst Ihre/Eure Désirée Paul
H.Lehberg schrieb am 12.02.2012:
Orpheus steigt herab
Ein großes Kompliment für die großartigen Schauspieler allen voran Benjamin Berger und Joanna Kitzl. Ein wunderbar bewegender Abend im Badischen Staatstheater.
Louisa schrieb am 11.02.2012:
Orpheus steigt herab
war gestern in orpheus steigt herab und ich fand es super. alles war dabei. liebe,tränen,lachen. und benjamin berger ist einfach mega.

xx lou
Moritz von Woellwarth schrieb am 10.02.2012:
Herzog von Gothland
Liebes Staatstheater,
kürzlich war ich seit zehn Jahren mal wieder im richtigen Theater (zwischen Kinder und Beruf war bisher nicht richtig Zeit). Ich glaub das letzte mal war ich in einem Stück von Pina Bausch im Schauspielhaus Hamburg.
Was ich am 20.01. bei euch sehen durfte war sensationell. Ich war eigentlich völlig ahnungslos und unvorbereitet dem Ruf meiner Frau gefolgt.
Das Theater immer noch so experimentell, aggressiv, gewaltig und zeitgenössisch sein kann, hatte ich, der ich selbst immer wieder bei div. Musicals als Musiker mitwirke völlig vergessen.
es war eine Offenbarung.
Alle Schauspieler haben sich an der Rand des möglichen gespielt und wäre Steffi nicht gewesen, wir (und vielleicht auch die Schauspieler) hätten soviel Intensität gar nicht ausgehalten. Gut das sie am Ende nicht auch dem unglaublichen Andre Wagner zum Opfer gefallen ist (dessen Nacktmonolog das beste war, was ich in meiner Theatergeschichte bisher live gesehen hab; es war alles da, Scham, Leidenschaft, Verzweiflung, Zuneigung, Abgrund und Liebe).
Die Umsetzung eines so gewaltigen Stückes war sehr geschickt gelöst, und das ein so kleines Ensemble hier alles machen kann ist nicht zuletzt der Regie, dem Bühnenbild und dem Sound/ Musik zu verdanken.
Ich könnte jetzt noch zwei Seiten euer Stück preisen, aber ich würde mich in Details verfranzen.
Ganz herzlichen Dank für dieses sinnvolle Verwertung unserer Steuergelder und auf bald,
viele Grüße

Moritz von Woellwarth
Dr. Karlfriedrich Ohr schrieb am 10.02.2012:
3. Sonderkonzert und 4. Sinfoniekonzert
Die drei außerordentlichen Karlsruher Konzerte am Anfang dieser Woche haben ihre Besucher zu dankbarem Beifall hingerissen, er galt den beiden Solisten und dem Dirigenten ebenso wie dem Orchester, und sie haben daran erinnert, daß das Erlebnis von Musik vor allem ein emotionales Ereignis ist.
Sascha Waibel schrieb am 09.02.2012:
Jugendkonzert für Erwachsene
Ein bisschen mulmig wars einem ja schon, einfach so in ein "Jugendkonzert" hinein zu spazieren, und das mit über 30. Aber nachdem ich am Montag den Berio/Schubert im regulären Sinfoniekonzert mir angehört hatte, war ich doch etwas ratlos geblieben und beschloss, mir dieses erklärende Jugendkonzert "zu geben".
Es hat sich gelohnt, die neue Reihe der Jugendkonzerte ist für mich absolut überzeugend gestartet. Dem Dirigenten Johannes Willig spürte man in jeder Sekunde an, wie motiviert er war, den nicht nur jugendlichen Zuhörern dieses Werk näher zu bringen: Im schönsten Alemannisch, mit viel jugendgerechter Mimik und Gestik erzählte er, dirgierte er, spielte er am Klavier und brachte sowohl das Publikum wie auch das Orchester zum Lachen. So "nah" sieht man die Dirigenten im Normalfall ja nicht. Der anonym gebliebene Moderator ("Alex") war ebenfalls bestens präpariert und sorgte für Informationen auf hohem Niveau, für Erwachsene genau richtig, ob Jugendliche da sprachlich wirklich folgen konnten?
Alles in allem eine wirklich schöne Sache; dass das Kleine Haus doch recht leer blieb, ist sehr schade, vielleicht lags auch am etwas exotischen Stück? Beim nächsten Jugendkonzert steht Dvoraks 9te auf dem Programm, ich kann nur alle Erwachsenen, die sich für Musik interessieren, ermuntern, diese Jugendkonzerte zu besuchen. Solange man kein Musikstudium hinter sich gebracht hat, wird man dabei etwas lernen.
Absolut sehenswert und hörenswert!
Jan Linders schrieb am 09.02.2012:
DYLAN - THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN`
Sehr geehrte Frau Goyert,

Vielen Dank für Ihren Besuch im STAATSTHEATER und Ihre Mail an uns. Die von Ihnen erwähnten drei kurzen Szenen hat der Autor und Regisseur Heiner Kondschak bewusst vignettenartig angelegt: Es ging ihm und uns um die skizzenhafte Darstellung des Kontextes, in dem Bob Dylan gelebt und seine bittersüßen Songs geschrieben hat. Natürlich ließen sich über das tragische Leben von Marilyn Monroe und John F. Kennedy (wie auch über Martin Luther King und andere Heroen der 60er Jahre) jeweils eigene Abende schreiben, und die Zahl der Stücke über den Vietnamkrieg sind Legion. Aber für meinen Geschmack ist es künstlerisch legitim, an schreckliche Ereignisse mit den Mitteln der Tragikomödie zu erinnern, und das Lachen kann ein Mittel der Bewältigung dieses Schreckens sein. Bitte seien Sie versichert, dass dem gesamten Team jedweder Zynismus fern liegt und sie keinesfalls Gefühle der Zuschauer verletzen wollten.

Falls Sie mich bei einem Ihrer nächsten Besuche im STAATSTHEATER antreffen, sprechen Sie mich gerne an – ich bin erkennbar am Namensschild.

Mit besten Grüßen,

Jan Linders
Schauspieldirektor
Gerda Goyert schrieb am 08.02.2012:
Bob Dylan
Am 5.2.12 besuchten wir die Vorstellung, waren auch unlaublich begeistert von allen Darstellern.
Allerdings waren wir über drei Szenen total entsetzt und konnten nicht nachvollziehen, dass tragische Figuren, bzw. Ereignisse so ins Lächerliche gezogen wurden!Das war einmal der Suizid Marilyn Monroes (ein zutiefst unlücklicher Mensch), der Mord an J.F. Kennedy und die Darstellung des Beginns des Vietnamkrieges (bei dem unzählige unschuldige Menschen sterben mussten)! Einige Besucher fanden das wohl lustig und lachten. Wir haben die Ereignisse noch miterlebt, und waren über diese zynische Darstellung sehr schockiert. Dieses Niveau passte absolut nicht zum Rest des Abends.
Lakidon schrieb am 06.02.2012:
orpheus steigt hoch hinaus
danke für diesen grossartigen theaterabend und den mut unbekannte stücke erfolgreicher autoren zu spielen. danke für die hermannsschlacht und danke für orpheus steigt herab. danke für die neuen schauspieler, die sie an unser theater gebracht haben. wir sind begeistert. vorallem von benjamin berger in dieser wunderbar intensiven rolle.

wir freuen uns auf mehr.
Lutz Wiegel schrieb am 06.02.2012:
DYLAN-THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN
Dank und Anerkennung an Heiner Kondschak und an das Team des Badischen Staatstheaters für die wunderbare Idee und Aufführung
am 5.02.2012. Für viele ist diese Veranstaltung besser als ein Musical oder ein Rock-Konzert vor großen Massen. Weiter so.
L.Wiegel
Gigi schrieb am 06.02.2012:
Orheus steigt herab
Hallo ich war freitag in orpheus steigt herab und ich fand es ganz toll. ich gehe sonst eher selten ins theater. diese aufführung hat mir aber sehr gut gefallen. ich denke das sie mehr solche jungen stücke für junge leute spielen sollten.

Tschau
A. Lichters schrieb am 05.02.2012:
Ein grosses Lob
Wir hatten am Freitag das Glück die Vorstellung von Orpheus steigt herab zu sehen und wir sind total begeistert. Ganz wunderbare darstellerische Leistung der Schauspieler, besonders natürlich Joanna Kitzl und Benjamin Berger. Ein tolles Team, ein toller Abend. Besonders informativ war auch die Einführung vor Beginn, auch dafür nochmal vielen Dank.
Wir kommen wieder.
A. Lichters
Volker Kramer schrieb am 04.02.2012:
Les Troyens am 02. und 03.02.2013
Habe so gut wie jede Aufführung gesehen und werde von Mal zu Mal süchtiger! Diese Produktion strotzt nur so von Vitalität und Originalität, die Sänger sind beinahe ausnahmslos großartig, Chor und Orchester arbeiten unter Hochdruck in gewohnter Präzision und Justin Brown treibt die Massen unermüdlich an. Besonderes Lob an Katherine Tier, die als Dido stimmlich und darstellerisch zu Recht der Mittelpunkt des 2. Teils wurde.
Bitte diese Produktion unbedingt in der nächsten Spielzeit wieder aufnehmen, sie ist ein Meilenstein für die Karlsruher Oper und ich brauche sie einfach wieder...
Vielen Dank von einem Süchtigen...
Ernst Ott schrieb am 02.02.2012:
Letzte Vorstellung "Der kleine Muck"
Vielen Dank an die Schauspielerinnen und Schauspieler, die so lange durchgehalten haben! Das Kinderstück war - wie schon die letzten Jahre - wunderbar. So viele glückliche Kinder! (Ich war auch glücklich, obwohl ich 61 Jahre zähle.)
Anke Seidel schrieb am 31.01.2012:
Orpheus - ganz wunderbar
Ich hatte das Glück am vergangenen Freitag die Inszenierung des Stückes Orpheus steigt herab zu sehen. Ich hatte eigentlich eine Karte für Fiesco, da diese Vorstellung aber leider auffallen musste und der Abend nicht ganz ohne Theater zu Ende gehen sollte, entschied ich mich, wie viele andere auch zu bleiben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich gehe schon lange ins Badische Staatstheater aber einen derart intensiven Abend habe ich lange nicht mehr gesehen. Das Zusammenspiel von Joanna Kitzl und Benjamin Berger war derart emotional und intensiv, dass mir vor Rührung die Tränen kamen. Auch Ute Baggeröhr war wunderbar, wie schon in Amphitryon. Ich bin gespannt ob das Team Kitzl/Berger weiterhin zusammen agieren werden, denn für mich sind diese Monente echter erfahrbarer Emotion auf der Bühne so wunderbar, dass ich mehr davon will. Ein grosses Lob dafür.
Johannes Mohing schrieb am 30.01.2012:
Orpheus steigt herab
War in der Premiere von 'Orpheus steigt herab'. Für mich eine tolle Ensembleleistung. Bin vollkommen begeistert.
Rainer Martus schrieb am 29.01.2012:
Romeo und Julia auf dem Dorfe
Gestern war Premiere. Ein rundum gelungener Abend. Tolle Stimmen, tolle Musik, hervorragende Inszenierung. Romeo und Julia auf dem Dorfe ist aus meiner Sicht keine Oper, bei der man sich zurücklehnen und einen Ohrwurm nach dem anderen hören kann. Man muss sich dieses Werk "erarbeiten". Wer dazu bereit ist wird einen tollen Abend haben. Zwei Tips noch, für alle Interessierten: Schauen Sie bei Youtube vorher mal in die Premieren-Matinee hinein und betrachten Sie im Internet das Bild von Böcklins Toteninsel. Dann wird beispielsweise im letzten Bild die Tiefe der Inszenierung noch deutlicher. Toller Abend - Danke an alle Beteiligten.
Klaus schrieb am 29.01.2012:
Ballett
Innerhalb von 2 Tagen "Schwanensee" und "Nußknacker". Perfektes Timing für einen Vergleich der Inszenierungen ohne deshalb die großartigen Leistungen der Company bewerten zu wollen.
Sieger ist mit vielen Längen Vorsprung die Inszenierung "Nußknacker". Super!
Jan Linders schrieb am 28.01.2012:
ORPHEUS STEIGT HERAB
Sehr geehrter Herr Kölmel,

weil man mich als Schauspieldirektor für befangen erklären könnte, möchte ich Ihrem Gästebucheintrag zwei Verweise auf Rezensionen in der Presse hinzufügen:

Andreas Jüttner schrieb am 28.1. in den Badischen Neuesten Nachrichten unter der Überschrift "Mitreißender Höllentrip durchs große Melodram": "Sebastian Schug, ein bundesweit gefragter Regisseur, nimmt das im Kern 70 Jahre alte Stück ... im Kontext derzeitiger Regiekonventionen überraschend ernst. 'Die Frage ist nicht, was mache ich mit Williams, sondern was macht Williams mit mir?', wird Schug im Programmheft zitiert – und seine Inszenierung lässt spüren, dass er und das Ensemble sich auf diese Frage eingelassen haben. Freilich mit zeitgenössischen Mitteln und Zeichen." Jüttner beschreibt dann im Detail Bühnenbild und Kostüme – ausführliche Zitate aus seiner Rezension finden Sie hier:
http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/presse/1182/

Die Kritikerin der Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, schrieb ebenfalls am 28.1. zu den Schauspielern: "Benjamin Berger ist eine schon optisch geradezu perfekte Besetzung" und stellt fest: "Ohne sich im mindesten geheimnisvoll zu geben, bleibt er ein Rätsel." Zu den weiblichen Hauptrollen bemerkt die Rezensentin: "die italienische 'Lady', die bei Joanna Kitzl ein wunderbarer Fall von Überlebenskampf bei glatter Fassade wird – und Ute Baggeröhr, deren Carol ebenso eindrucksvoll genau das Gegenteil bietet: restlose Entblößung auch im Wortsinn". Insgesamt, so das Fazit, "ein starker Abend, mit dem bewiesen wird, dass man 'Orpheus steigt herab' zu Recht nicht landauf, landab spielt." Auch hier möchte ich für das ausführliche Zitat auf den o.g. Bereich auf dieser Homepage verweisen.

Im Übrigen möchte ich Sie ermuntern, meine Kollegen aus der Dramaturgie und mich persönlich anzusprechen – wir sind erkennbar an den Namensschildern und stehen gern für Gespräche zur Verfügung.

Mit besten Grüßen,

Jan Linders
Schauspieldirektor
Cornelius Kölmel schrieb am 27.01.2012:
Orpheus steigt herab: Jung, wild & sexy! Und was bleibt übrig???
Große Gefühle und schöne lange Beine waren angekündigt. Die schönen Beine, viel nackte Haut und Verzweiflungs-Sex gab es dann zu sehen. Von großen Gefühlen kam leider nicht ganz soviel herüber. Erneut virtuose Schauspieler konnten die langweilige, ermüdende Regie leider nicht retten. Mit dem Holzhammer wurden verzweifelte Looser-Typen vorgeführt, als würde der Zuschauer nicht selbst bemerken, um was es hier geht. Der Regisseur hat dem Zuschauer wenig Fantasie zugetraut. Vieles hätte man auch mit anderen Mitteln ausdrücken können, ohne die Wirkung zu verfehlen.
Orientierungslos ließ mich das karge Bühnenbild die Szenerie verfolgen.
Schick & sexy wars gelegentlich, aber was hats dem Stück gebracht?
Ein langweiliger und ärgerlicher Theaterabend.
Jan Linders schrieb am 27.01.2012:
Schauspielpremieren wieder am Samstag?
Sehr geehrter Herr Horn,
vielen Dank für Ihren Eintrag und Ihr besonderes Interesse an unseren Premieren.

Wie Sie richtig feststellen, haben wir in der Tat die Disposition geändert und nach gründlicher Abwägung der Vor- und Nachteile einige - nicht alle - Schauspiel-Premieren auf den Donnerstag verlegt. Andere, etwa die Premiere von IMMER NOCH STURM, fanden am Sonntag statt, wieder andere wie BOB DYLAN am Samstag.

Premieren am Donnerstag erlauben es dem STAATSTHEATER, mehr vom Publikum besonders nachgefragte normale Samstags-Vorstellungen anzubieten. Außerdem haben Technik und Disposition größere Möglichkeiten, den Gastregisseuren Termine anzubieten, denn Parallelpremieren mit dem GROSSEN HAUS wie an diesem Samstag der Opernpremiere von ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE sind naturgemäß nicht möglich. Für die lokalen Kritiker hat der Donnerstag den Vorteil, dass ihr Bericht am vielgelesenen Samstag erscheinen kann; eine überregionale Berichterstattung wird durch den Donnerstagstermin überhaupt erst ermöglicht, denn die Freitags- und Samstagstermine und damit der Raum für die Berichterstattung am Montag ist üblicherweise den Premieren in den ganz großen Städten vorbehalten.

Aufführungsdauern von über drei Stunden sind bei uns auch weiterhin die Ausnahme. Ein früherer Beginn als 20 Uhr ist an Werktagen nicht möglich. Wir würden uns weiterhin über Premierenbesuche Ihrerseits freuen.

Mit besten Grüßen,

Jan Linders
Schauspieldirektor
Lutz Horn schrieb am 27.01.2012:
Schauspielpremieren wieder am Samstag?
Ist es möglich, die Schauspielpremieren wie in früheren Spielzeiten wieder auf den Samstag zu legen? Der neue Termin am Donnerstag hat für meine Frau und mich als Inhaber eines Schauspielpremieren-Abonnements zwei wesentliche Nachteile.

1. Die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr, nicht um 19:30 Uhr wie am Samstag. Bei Aufführungen von drei oder mehr Stunden wird es da schon ziemlich spät.

2. Trotz des Beginns um 20 Uhr führt unser Weg an Donnerstagen direkt vom Arbeitsplatz (Stuttgart) nach Karlsruhe. Das bedeutet in der Regel einen sehr langen Tag, was der Aufnahmefähigkeit für das Gebotene mindert.

Welche Gründe gibt es für den Premierentermin am Donnerstag? Was sind Ihre bisherigen Erfahrungen?
Cornelius Kölmel schrieb am 26.01.2012:
Gala-würdiger SCHWANENSEE am 25.01.2012
Wer gestern nicht dabei sein konnte, hat wirklich etwas versäumt. Magischer kann klassisches Ballett kaum sein. Und viele, viele kamen. Fast alle Stehplätze waren weg.
Die ohnehin schon tolle Inszenierung & Choreographie von Christoph
er Wheeldon wurde gestern Abend mal wieder durch den Gastauftritt von Anais Chalendard geadelt, die teuflisch sicher alles "abbrannte", was als Odette/Odile nur geht! Ebenso sicher und sensibel, wie immer, Flavio Salamanka als ihr Partner, dessen Lifts Mrs. Chalendard scheinbar in den Himmel hoben!
Die gesamte Company zeigte sich erneut auf sehr hohem Niveau und scheint immer besser zu werden.
Da scheint noch Einiges Großes auf das erneut enthusiastische Ballettpublikum zuzukommen!
Bis ganz bald! Euer Fan!
Ingeborg Ringwald schrieb am 24.01.2012:
Du musst Dein Leben ändern
Am Donnerstag, 19. Januar, habe ich die Aufführung von " Du musst Dein Leben ändern " in der VHS KA gesehen. Ich bin ganz begeistert und möchte ein grosses Kompliment sagen. Die Fülle von Impulsen, die grossartige Leistung der Schauspieler, die gelungene Umsetzung einer so komplexen Vorlage, die kurzweilige Darbietung der vielen philosophischen Gedanken und Zitate - das war schon Extraklasse! Danke!!! Auch die Texte der eingeschobenen Popsongs fand ich in ihrer Auswahl gelungen und und deren Vortrag berührend und aufrüttelnd.
Rainer Martus schrieb am 17.01.2012:
Unsere Helden
Mit "Unsere Helden" startete gestern ein neues Format, bei dem Ensemblemitglieder vorgestellt werden. Das Konzept ist prima aufgegangen. Christina Niessen (Moderation) hat den Abend nicht zu einer Podiumsdiskussion werden lassen. Es kam das Gefühl eines amüsanten Gesprächs im "eigenen Wohnzimmer" auf. Das lag auch daran, dass nicht einfach Lebensläufe vorgestellt wurden und auf vorbereitete Fragen, vorbereitete Antworten gegeben wurden. Da sah man spontan singende Schauspieler (Matthias Lamp) und tanzende Opernsänger (Rebecca Raffell, Andrew Finden). Kurz gesagt: Der Abend war witzig, spritzig, informativ. Ich kann jedem, der sich etwas mehr für die Personen im Ensemble interessiert, diese Reihe nur empfehlen.
Ach ja Frau Niessen, Sie suchen doch noch nach einem "Trailer" für den Abend: Wie wäre es denn mit "Willkommen" aus Cabaret :-))
Nina Steinhilber schrieb am 16.01.2012:
ORPHEUS STEIGT HERAB
Sehr geehrter Herr Luris,

herzlichen Dank für Ihr Interesse. Wir freuen uns, mit ORPHEUS STEIGT HERAB in der Inszenierung von Sebastian Schug schon bald ein selten gespieltes Werk des großen Meisters des amerikanischen Südstaaten-Melodrams zeigen zu können. Bei der verzweifelt-berührenden Liebesgeschichte zwischen der Frau eines tyrannischen Ladenbesitzers und einem jungen Musiker handelt es sich übrigens um die spätere Version von Tennessee Williams' frühem Drama SCHLACHT DER ENGEL. Mehr zur Premiere finden Sie im Internet, wenn Sie auf der Startseite bei "Programm" auf "Schauspiel" klicken und dann auf den Stücktitel. Zur Stückseite von ORPHEUS STEIGT HERAB gelangen Sie auch, wenn Sie unter "Spielplan" z. B. in der Übersicht "Januar" einfach den Stücktitel anklicken. Hier gibt es neben einem Text zum Stück auch nähere Informationen zu Regisseur, Team und Besetzung. Für Sie als Tennessee Williams-Fan sicher von besonderem Interesse: Bei unserer Matinée SONNTAG VOR DER PREMIERE am 22. Januar um 11 Uhr im STUDIO präsentieren Schauspieler des Ensembles u. a. Originalaussagen des Autors zu seiner Biografie, seiner persönlichen Geschichte mit dem Stück und den Kernthemen seiner Werke. Außerdem wird Regisseur Sebastian Schug einen Einblick in seine Auseinandersetzung mit dem Stoff geben. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und freue mich auf Ihren Besuch bei der Matinée und/oder einer unserer Vorstellungen ab dem 26. Januar im KLEINEN HAUS.

Mit freundlichen Grüßen,

Nina Steinhilber
Schauspieldramaturgin
Stefan Luris schrieb am 16.01.2012:
Orpheus steigt herab
Hallo. ich habe in dem theatermagazin gelesen, dass es bald die premiere von orpheus steigt herab geben wird. da ich ein sehr großer tennessee williams fan bin freue ich mich sehr auf diese inszenierung und bin gespannt wie sie mit diesem, meiner meinung nach schwerem stoff umgehen. jedoch finde ich keinerlei ankündigung zu dieser premiere auf ihrer homepage. woran liegt das? wird es auch eine matinee zur inszenierung geben? wenn ja, wann? danke
freundlichst Luris
Jenny Flügge schrieb am 15.01.2012:
Verrücktes Blut
Sehr geehrter Herr Montenegro,

ja, wir freuen uns eine Abendvorstellung am 23.4. und eine Vormittagsvorstellung am 24.4. von VERRÜCKTES BLUT in der Inzenierung von Nurkan Erpulat aus dem Ballhaus Naunynstraße zeigen zu können. Die Vorstellungen werden im Rahmen der Reihe „Gastspiel Freie Szene“ im Kleinen Haus gezeigt. In einer durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützten Gastspiel-Tournee ist das STAATSTHEATER KARLSRUHE das einzige Theater Baden-Württembergs, in dem die Erfolgsproduktion zu sehen sein wird.

Mit freundlichen Grüßen

Jenny Flügge
Künstlerische Produktionsleitung
Hector schrieb am 14.01.2012:
Verrücktes Blut
Stimmt es dass ein Gastspiel aus dem Ballhaus Naunystrasse (Verrücktes Blut?) nach Karlsruhe kommt?
Rainer Martus schrieb am 14.01.2012:
Immer noch Sturm
Ich war heute in der szenischen Probe der Theaterfreunde von "Immer noch Sturm". Das neue Stück von Handke kann man nur empfehlen. Es gab komische, nachdenkliche und berührende Phasen im ersten Teil, den wir gesehen haben. Ich bin schon richtig gespannt auf den zweiten Teil und die endgültige Umsetzung. Anschauen lohnt sich !!!
Michael schrieb am 13.01.2012:
Neustart
Ich darf Ihnen gratulieren zum meiner Meinung nach sehr gelungenen Neustart. Habe bisher verschiedene (Brel-Abend, Dylan, Hermannschlacht, Zigeunerboxer, u.a.) Inszenierungen angesehen. Einfach spannendes Theater das man zur Zeit sehen kann.Eine Bitte, vergessen Sie nicht auch die ältere Generationen mitzunehmen !
Ansonsten bin ich weiter neugierig auf die nächsten Monate.
Jan Linders schrieb am 12.01.2012:
DYLAN
Sehr geehrter Herr Kray,
vielen Dank für Ihren Besuch und auch Ihre kritische Stellungnahme, über die wir ja schon ausführlich telefonieren konnten und zu deren schriftlicher Beantwortung ich jetzt endlich komme:
Heiner Kondschak hat sich für seine Inszenierung an einem Zitat von Woody Guthrie, dem großen Vorbild von Bob Dylan orientiert, der Dylan wirklich den Satz mit auf den Weg gegeben haben soll: "Life is a carnival." Und Bob Dylan ist in seinen poetischen-spielerischen Songs, seinem Leben in ständig wechselnden Masken, in manchen seiner an den Vaudeville-Revuen seiner Kindheit orientierten Shows diesem Leitsatz gefolgt, wie mir scheint. Heiner Kondschak hat sich als Autor dafür entschieden, die Biografie Dylans in drei Strängen auf die Bühne zu bringen: in seinen Songs, die Szenen aus seinem privaten und professionellen Leben zugeordnet sind, und das ganze eingebettet in den Kontext der US-amerikanischen Geschichte der 60er Jahre bis heute, um die politische Dimension des großen Singers und Songwriters darzustellen. Kondschak hat dafür das Mittel des Kabaretts gewählt, also von kurzen Sketchen, die bekannte Bilder wachrufen. Der Humor der Darstellung und Ernst des Ereignisses widersprechen sich für meinen Geschmack nicht. Der Schauspieler Jens Koch trägt die Rede "I have a dream" des Martin Luther King mit großer Konzentration und Ernst vor. Sein Tod wird in der Tat wie die Ermordung John F. Kennedys und der Tod einiger Persönlichkeiten nur kurz zitiert.
Durch den Abend führt ein Conferencier, der die Verbindung der großen Bühne mit Band und dem großen Auditorium herstellt; der Schauspieler Hagen von der Lieth hat sein Studium übrigens an der renommierten Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig absolviert und gastiert zur Zeit auch an der Dresdner Semperoper - insofern kann ich Ihren Verweis auf die Amateurliga nicht teilen.
Zur Zeit bereiten wir ein gänzlich anders konzeptioniertes Schauspiel mit Musik vor, dessen Besuch ich Ihnen herzlich empfehlen möchte: Der französische Regisseur Laurent Chétouane probt mit Tänzern, Sängern, Schauspielern und der Badischen Staatskapelle eine Hommage an Wolfgang Rihm mit Texten von Sophokles in der Übersetzung von Peter Handke und Hölderlin. Ab 22.3. können Sie das Projekt unter dem Titel AUF KOLONOS im Kleinen Haus sehen.

Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
hannes kray schrieb am 11.01.2012:
Dylan
Auch ich war bei der Premiere, und wenn ich die begeisterten Kritiken anderer Besucher lese, habe ich das Gefühl im falschen Stück gewesen zu sein. Zugegeben, die Band war hervorragend und der Dylan-Darsteller machte seine Sache wirklich gut. Aber die Inszenierung?! Habe ich jemals eine derart primitive, dämliche Darstellung der 60ger erlebt? Ich glaube nicht. "Das Leben ist Fasching" unter diesem Motto wird alles durch den Kakao gezogen, was in diesen Jahren passiert ist. Der Vietnamkrieg, eine witzige Gaudi, Martin Luther King's Rede "I have a dream", eine Gaudi, sein Tod, eine Gaudi, das ist ja zum Kaputtlachen! Zu allem Überfluss noch dieser sogenannte Conferencier, ein Schauspieler, dem ständig die Stimme weg rutscht, der also noch nicht einmal die Grundlagen der Schauspielkunst beherrscht. Billiger, primitiver geht es nicht mehr. Wenn es das erklärte Ziel der neuen Intendanz ist, neue Publikumsschichten anzusprechen und dies errreichen will, indem man möglichst auf RTL-Comedy Niveau geht, bitteschön, aber ohne mich. Ich gehe seit vielen Jahren mit Begeisterung ins badische Staatstheater und habe dort viele hervorragende Inszenierungen erlebt. Was ich jetzt erlebe, ist der Abstieg in die Amateurliga. Einfach nur traurig!
Anton Huber schrieb am 09.01.2012:
Dylan- The Times They Are A-Changing
Ich hatte das große Glück die Premiere dieses großartigen Stücks sehen zu dürfen!
Nicht nur auf Grund des "extravagantem" Bühnenbilds, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre die im Großen Haus entsteht bekommt das Stück einen echten Showcharakter.
Sehenswert, nicht nur für Dylan- Zeitzeugen, sondern gerade auch für junge Menschen, die die Geschichte eines echten "Helden" miterleben wollen.
Besonders erwähnenswert ist neben der schauspielerischen Leistung, die Band die es schafft über den gesamten Abend hinweg ein Highlight nach dem anderen zusetzen.
Das Stück „DYLAN- THE TIMES THEY ARE A-CHANGING” ist ein weiterer Schritt des Badischen Staatstheaters hin zur Zusammenführung von Jung und Alt im „Generationentreff Theater“ – genau so wie es sein sollte.
Prädikat: Besonders sehenswert!
B. G. schrieb am 08.01.2012:
DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING
Seit Jahren habe ich mal wieder eine Aufführung am Staatstheater besucht und war mehr, wie so viele andere Zuschauer, als begeistert. Das große Haus hat gebebt vor Begeisterung! Neben den tollen schauspielerischen Leistungen sollte unbedingt auch die hervorragende Leistung der einzelnen Musiker,im Zusammenspiel als Band, hervorgehoben werden - die Inszenierung mit dieser Besetzung - unschlagbar! Ich werde mir "DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING" sicher noch mindestens ein weiteres Mal anschauen!
Gleichzeitig stellt sich die Frage - ist das Staatstheater auf dem Weg zu neuen Ufern? Wenn ja - fantastisch und bitte mehr davon!
Sonja Rothweiler schrieb am 08.01.2012:
Bob Dylan vom 6.1.12
Da wir in ertser Linie Kondschak-Fans sind, wußten wir, dass dies eine tolle Aufführung wird. Wir waren sehr begeistert.
Theresa Trauth hätte uns auch gut gefallen.
Antje schrieb am 08.01.2012:
7.1. Der Mann der die Welt aß
Der Mann, der die Welt aß
Wer glaubt, er müsste während oder nach diesem Stück eine Depression erleiden, fehlt weit! Dieses Stück und seine intensiv spielenden Darsteller schafft es, die gesamte zwischenmenschliche Dramatik der Neuzeit in tragikkomischer Sprachakrobatik kurzweilig und bis zuletzt fesselnd zu sezieren. Der Zuschauer findet sich in allen Rollen wieder. Die 45min Anfahrt haben sich voll und ganz gelohnt! Tolles Stück, super gespielt und klasse inszeniert. Nur zu empfehlen! Dieses Stück entbehrt der monoton-innenzentrierten Dialoge vieler moderner Stücke! Zum Glück! Dies lässt den Schauspielern Raum für Autentizität und dem Zuschauer Distanz zur Nähe! So muss Theater sein!
Daniela schrieb am 07.01.2012:
CASH - TRIBUTE TO THE MAN IN BLACK
Die Jungs waren genial! Sie kommen im Frühjahr 2012 wieder nach Ka und sind nur zu empfehlen!

Das intime STUDIO-Charakter hat zu diesem Abend gut gepasst und der Atmosphäre beigetragen. Die Idee die Songs vom Johnny Cash mit Texten aus seiner Autobiografie zu "vervollständigen" ist sehr gelungen. Die Lieder werden nicht nur sehr gut gesungen, sondern haben ein neues Arrangement bekommen.
Alles zusammen führte zu einem sehr schönen Abend, bei dem sich sogar mein Mann nicht beschwert hat, dass man "im Theater soooo lange klatschen muss" ;)
Cornelius Berkmann schrieb am 07.01.2012:
DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING
Wir waren in der Voraufführung am 6.1. und unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Ein perfektes Zusammenspiel aus Songs und Zeitgeschichte, ein perfektes Zusammenspiel der Akteure, die in ihrer Verwandlung den Zuschauer in die jeweilige Zeit und Situation einfach voll Begeisterung mitnahmen. Der sich immer mehr steigerne Applaus war dann einfach zwangsläufig :-) Wir werden uns das ganze bestimmt nochmal "antun".
Ines Meisel schrieb am 11.12.2011:
Hermannsschlacht (zur Intention)
Was wohl war die Intention von Kleist? Er nennt eine mögliche in seinem Brief (vom 1. Januar 1809) an Karl Freiherrn von Stein zum Altenstein. Also unmittelbar nachdem er die Hermannsschlacht verfaßt hatte. „So will ich lauter Werke schreiben, die in die Mitte der Zeit hineinfallen“. Es könnte fast die Überschrift zur Solberg Inszenierung sein: in die Mitte der Zeit hineinfallen, in Vergangenheit und Gegenwart. In der Karlsruher Inszenierung wird das Publikum Augenzeuge jener Mitte der Zeit, genauer der Mitte verschiedener Zeiten. „Abgeholt“ auf diese Reise wird es in Sehgewohnheiten der Gegenwart. Schlachten aus Geschichte und Gegenwart werden zu berührenden bis komischen Szenen-Bildern. Sie verbinden sich zu eine Zeit-Spirale, in der uns Kleists Worte immer tiefer in den Kern einer jeden Schlacht tragen. Um diesen schließlich offen zu legen - den Menschen selbst. Ein fühlender und denkender Mensch, der vor sich selbst und den ihm Vertrauenden sein Handeln in einer Extremsituation zu verantworten hat. Grill’s Präsenz in seinem berührenden Spiel als Hermann ist wunderbar mit dem großartigen Spiel seiner Kollegen Gröschel, Bauer, Besta, Fischer und Halle zusammengewachsen. Unbedingt ansehen!
Torsten Halwas schrieb am 09.12.2011:
Hermannsschlacht
Die aktuelle Inszenierung der Hermannsschlacht löst sich meiner Ansicht nach inhaltlich zu weit von der Intention des Stücks.
Anzuerkennen ist sicherlich das Bedürfnis, die Aussage des Stücks, in Form der Rechtfertigung eines Freiheitskampfes mit allen Mitteln - bis zur Selbstaufopferung der Protagonisten, durch die Verwendung zwischenzeitlicher historischer und gesellschaftlicher Ereignisse zu aktualisieren; vor allem, um das Stück auf diesem Weg auch einem jüngeren Publikum zugänglich zu machen.
Ob dies allerdings die mehr oder weniger zufällige Verknüpfung der eigentlichen Handlung mit historischen Ereignissen, die zum Teil auch schon vor der Entstehung des Stücks liegen und Kleist damit bekannt sein mussten und ausgespart blieben, rechtfertigen kann, erscheint fraglich. Vor allem deshalb, weil die eher klischeehaft in Bezug genommenen Ereignisse (Reformation, Nationalsozialismus, Terrorismus) keine erkennbare inhaltliche Bindung zur Aussage des Stücks, mit Ausnahme menschenverachtender Gewaltanwendung haben. Die Hermannsschlacht erfordert vielleicht doch eine tiefergehendere Auseinandersetzung mit der vom Verfasser intendierten Gewaltrechtfertigung im Sinne einer aus heutiger Sicht eher kritisch zu betrachtenden nationalen Freiheit.

Die Inszenierung ist aber in jedem Fall geeignet, den Diskurs über das Stück lebendig zu halten. Ein großes Lob gilt den engagierten Schauspielern, nicht zuletzt für ihre enorme physische Bühnenpräsenz.
Rainer Martus schrieb am 04.12.2011:
Operngala-Rigoletto
Die erste Operngala dieser Spielzeit war ein Erfolg. Sicher kann man über das Bühnenbild geteilter Meinung sein, was hier im Gästebuch ja bereits mehrfach angesprochen wurde. Jedenfalls führte die Inszenierung dazu, dass man sich gut auf die handelnden Personen und den Gesang konzentrieren konnte.

Die Gäste, allen voran Olga Peretyatko als Gilda, lieferten alle eine hervorragende Leistung ab. In der Pause teilte Herr Schaback dem Publikum mit, dass Roberto Frontali (Rigoletto) krankheitsbedingt leider nicht weitersingen könne und der zufällig im Publikum sitzende Karlsruher Rigoletto Seung-Gi Jung einspringen und den Abend retten würde.

Die Aufgabe in eine laufende Aufführung einzuspringen und das noch im direkten Vergleich zu einem hochkarätigen Gastsänger ist nicht einfach. Machen wir es kurz: Aufgabe mit Bravur bestanden! Seung- Gi Jung überzeugte uns gesanglich. Man sagt Verdi ja ein besonderes Vater-Tochter-Verhältnis nach. Diese Beziehung und die Rigoletto fast in den Wahnsinn führende Handlung stellte Seung-Gi Jung hervorragend dar. Er war also keine „Notlösung“, sondern ein vollwertiger Ersatz. Vielen Dank Herr Jung !!!

Ich wünsche Herrn Frontali gute Besserung und hoffe, ihn ein anderes Mal in Karlsruhe auf der Bühne erleben zu können.
Petra Mohr schrieb am 03.12.2011:
Nußknacker und anderes
Liebes Team vom Staatstheater, seit einigen Jahren besuchen wir mit einer kleinen Gruppe die verschiedensten Vorstellungen. Diese Spielzeit: La Traviata, Big Money und gestern zum zweiten Mal bereits den Nußknacker. Von allen drei Vorstellungen sind wir begeister. Der Nußknacker war für uns eine Vorstellung in Perfektion!!! Einen ganz besonderen Eindruck machen auf uns immer die bis ins letze Detail abgestimmten Kostüme und die Lichtechnik - bravo!
Vor-weihnachtliche Grüße an alle.
Klaus schrieb am 30.11.2011:
WA "TOSCA"
Mit dramatischem Verve kam die Musik.
Kostüme und Bühnenbild gefielen und boten endlich wieder einmal keinen Grund zur Ärgernis.
Bravi !!!!
Kerstin Grübmeyer schrieb am 29.11.2011:
Re: Fiesco: langweilig
Lieber Herr Horn,

die Idee des "Spiels" ist in unserer "Fiesco"-Inszenierung tatsächlich nicht über ein realistisch-psychologisches Figurenspiel oder ein tatsächliches Maskenspiel, sondern eher im Sinne eines Gesellschafts-Spiels durchgeführt - und dem Stück von Schiller an vielen Stellen tatsächlich inhaltlich schon eingeschrieben. Dass die Inszenierung auch anders wahrgenommen wurde, können Sie u. a. in unserem Pressespiegel nachlesen. Ute Bauermeister im Badischen Tagblatt schreibt beispielsweise: "Hier gilt es, ein fabelhaft perfides Stück zu entdecken, das von Regisseur Felix Rothenhäusler großartig inszeniert wurde. Er meistert die Balance aus politischer Moral, Kolportage, Spiel und Ernst. Er lässt alle Figuren so beiläufig, fast verträumt, aber dennoch voll im Leben agieren, dass man dem komplexen Gefüge aus verschachtelten Verschwörungen über zwei Stunden gebannt folgt." Ich bedauere es sehr, dass Sie ein anderes Erlebnis in der Aufführung hatten.

Beste Grüße
Kerstin Grübmeyer
Schauspieldramaturgin
Lutz Horn schrieb am 28.11.2011:
Fiesco: langweilig
Am vergangenen Donnerstag hatte ich Gelegenheit, die Premier von "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" zu sehen. Selten habe ich mich so sehr gelangweilt.

In der Einführung und im Programmheft war davon die Rede, ein Gedanke der Inszenierung sein, alles ist Spiel, alle spielen Rollen, tragen Masken. Davon war in der Inszenierung nichts zu sehen. Wie sollen Schauspieler Figuren spielen, die Rollen spielen, wenn sie noch nicht einmal Figuren spielen? Es reicht nicht aus, bewegungslos an der Rampe zu stehen oder sich ohne erkennbaren Grund neben der Bühne auf der Bühne aufzuhalten, wenn man ein solches Konzept umsetzen will. Es reicht nicht aus, ab und zu ebenfalls ohne erkennbaren Grund Kostüme zu wechseln, wenn man Spiel, Rollen und Masken darstellen möchte. Ich erwarte von der Regie zumindest rudimentäre Figurenführung und von den Schauspielern mehr als nur Typen.

Geärgert habe ich mich über die Musik. Das Dieas Irae-Thema von Verdi, die Ode an die Freude, dräuende Klänge bei der Verabredung zum Mord: War das wirklich ernst gemeint? Geht es nicht noch platter? Und muss wirklich Sophia Löffler, die einen Ton weder trifft noch halten kann (oder soll?) den Beethoven singen?

Diese Aufführung hatte keinen einzigen emotionalen Moment, kein Bild, das anrührt, keine Subtilität. Sie war zwar nur zwei Stunden lang aber unglaublich langweilig.
Axel Schlicksupp schrieb am 27.11.2011:
Re: Stimmungsvolle Beleuchtung bei Sinfoniekonzert
Alexander Skrjabin träumte von einem Gesamtkunstwerk, das neben Tönen auch weitere Sinneseindrücke wie Licht, Farben und Gerüche miteinbeziehen sollte. Die große Besetzung des im Sinfoniekonzert aufgeführten Werks Promethée hat Skrjabin deswegen noch durch ein Farbenklavier erweitert. Dieses Tasteninstrument sollte statt Tönen optische Eindrücke in unterschiedlichen hellen Farbtönen erzeugen, die zugehörigen Noten sind in der Partitur in einer "Luce"-Stimme notiert.
Beim 3. Sinfoniekonzert wurde versucht, diese Licht- und Farbeffekte getreu der Vorgaben des Autors umzusetzen - wenn natürlich auch nicht bekannt ist, wie Skrjabin sich die Umsetzung genau vorgestellt hatte: Er selbst konnte eine Aufführung mit Farbenklavier Zeit seines Lebens nicht erleben.

Mit freundlichen Grüßen
Axel Schlicksupp
Orchesterdirektor
kkri schrieb am 27.11.2011:
Zusatz zu meinem vorigen Beitrag
Zusatz: schwarze Farbe angedeuteten Tränen / Unheil.
Die 5 Stunden vergingen wie im Flug, auch durch angenehme Aufenthalte im Foyer.
kkri schrieb am 27.11.2011:
Stimmungsvolle Beleuchtung bei Sinfoniekonzert
An vielen Stellen sind Veränderungen im Bad. Staatstheater zu erkennen. so war heute auch beim Sinfoniekonzert die Beleuchtung während des ersten und zweiten Beitrag völlig anders als gewohnt.
So hatten die Musiker sehr schöne Leuchten auf ihren Notenpulten, der Zuschauerraum war abgedunkelt. Dies ergab eine sehr schöne Atmosphäre, die bei der nicht so sehr vertrauten Musik (Dutilleux, Mystére) die Konzentration verstärkte.
Beim 2. Beitrag (Skrjabin, Promethée) kam noch ein Farbspiel dazu. Hier störten mich aber die raschen Farbwechsel. Sanfte, gleitende Übergänge; schon auch zur Musik passend, könnten mir besser gefallen.

Bemerken möchte ich noch, dass mir der spannende Abend mit dem Stück: Du mußt dein Leben ändern, sehr gefallen hat, auch wegen der tollen Leistung der 4 Akteure.
Die Aufführung: Die Trojaner, war für mich ein Höhepunkt in meinen bisherigen Opererlebnissen. Eine großartige Inszenierung, die mit wenigen Mitteln, aber durchgängig erkennbar, z.B. durch die Einbeziehung des Zuschauerraumes durch die Aufstellung des hervorragend singenden Opernchores. Aber auch im Detail, z.B. die durch schwarze
Dr. Joachim W. Schroeder schrieb am 21.11.2011:
Schauspiel Herzog Theodor von Gothland
Sehr geehrter Herr Schauspieldirektor J. Linders,

vielen Dank für das anregende Gespräch in der Pause. Ich kann Ihnen mitteilen, daß auf Ihre Empfehlung hin auch die Damen den zweiten Teil bis 23.30 Uhr genossen haben - und zwar ohne die "Diffusionsplätze" in Anspruch nehmen zu müssen.

Die schauspielerische Leistung des gesamten Ensembles möchte ich loben, besonders erwähnen will ich André Wagner als Herzog von Gothland und Timo Tank als "Neger Berdoa".

André Wagner hat es meisterlich verstanden, zuerst die Naivität und dann im weiteren Verlauf die Zerrissenheit und die latente Verrücktheit der Figur heraus zu arbeiten. Der Idealist, der alle Werte verliert.

Timo Tank brillierte als überzeugender Bösewicht und Verführer, der trotzdem am Ende für eine höhere Ordnung und das Festhalten an eigenen Werten plädiert.

Die Schlachtszenen mit Kettensägen erinnern in Choreografie, Bühnenbild und Musik sehr stark an die Performances der Gruppe "Ramstein". Das ist sicher zur Abstrahierung gewollt.

Nochmal vielen Dank und mein Kompliment für die Inszenierung.

Joachim W. Schroeder
Christine Johner schrieb am 17.11.2011:
Vorstellungsausfall Hänsel und Gretel am 17.11.11
Sehr geehrte Frau Hugelmann-Zilly,

wir haben vollstes Verständnis für Ihre Verärgerung und möchten uns ganz herzlich für diese kurzfristige Änderung in unserem Spielplan entschuldigen.
Bei der Planung zu einer Premiere, und gerade zu einer Uraufführung, versuchen wir natürlich immer alle Eventualitäten zu berücksichtigen, aber künstlerische Prozesse sind leider nicht immer bis in jedes Detail vorhersehbar. So kann es zu einer nötigen Dispositionsänderung -wie in diesem Fall- kommen.

Wir können Ihnen aber schon jetzt eine wirklich beeindruckende Tanzproduktion im GROSSEN HAUS versprechen und freuen uns, wenn Sie eine Vorstellung von SIEGFRIED besuchen, um sich selbst eine Meinung zu bilden.

Herzliche Grüße
Christine Johner
Leitung Kommunikation & Marketing
Iris Hugelmann-Zilly schrieb am 17.11.2011:
VVorstellungsausfall Hänsel und Gretel am 17.11.2011
Es zeugt von keiner guten Planung, eine Vorstellung wegen anderer
(wichtigerer!) Proben ausfallen zu lassen,
und dies gerade einmal zwei Tage vor der Vorstellung per e-mail mitzuteilen.
Das macht keinen professionellen Eindruck.
Wir sind sehr enttäuscht als gute ABONNENTEN, zumal wir nun die Oper Hänsel und Gretel nicht mehr sehen können, da wir am 4.DEZ. anderes vorhaben!
Vielleicht in Zukunft die Lage der Abonennten besser berücksichtigen!
Trotzdem
mit freundlichem Gruß
I. Hugelmann-Zilly
Sibylle Grünenwald schrieb am 15.11.2011:
Theatergespräch über Gott und die Welt am 07.11.2011 anlässlich der Oper "Les Troyens" I und II von Hector Berlioz
Theater-Gespräch über Gott und die Welt am 07.11.2011
anlässlich der Oper "Les Troyens" I und II von Hector Berlioz

Die persönliche Begrüßung von Generalintendant Peter Spuler, seine gelungene Moderation durch den Abend und die offene und ehrliche Gesprächsrunde, machten dieses Ereignis zu etwas Besonderem.
Katharine Tier, die eingangs mit ihrer klaren und emotional geladenen Stimme den ganzen Raum füllte und die Trauer, Sehnsucht und Verzweiflung der Dido in die Herzen der teilnehmenden Zuschauer sang, wurde am Flügel brillant begleitet von Casting-Direktor John Parr. Katharine Tier konnte sich gut in Dido einfühlen und ließ alle an ihren persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema teilhaben.
Chefdramaturg Peter Feuchtner und Pfarrer Wolfgang Vögele bereicherten den Gesprächskreis mit informativen und besinnlichen Antworten. Hier wurde einem wieder bewusst, dass - wie Bernd Feuchtner erwähnte - die Oper und die Musik ein Tor zu den innersten Gefühlen eines jeden Menschen sind.
Eindrucksvoll und in außerordentlicher Erinnerung bleibt die Doppel-Oper "Les Troyens" von Hector Berlioz mit dieser genialen Inszenierung, die einen mit Gefühlen der Liebe, Leidenschaft, Berufung, Verzweiflung, Tod und Gott in Berührung bringt.

Herzlichen Dank an alle, die hier mitgewirkt haben.

Sibylle Grünenwald
Cornelius Kölmel schrieb am 13.11.2011:
Siegfried Ballett
Das war ja mal eine tolle Einführung am Sonntag morgen im Kleinen Haus. Höchst informativ wurde man vom Produktionsteam auf die nächste Ballettpremiere eingestimmt. Wird sicher ein spannender Abend. Die knapp zwei Stunden vergingen wie im Flug!
Und jetzt: Hingehen!!!
Markus Frickinger schrieb am 13.11.2011:
Rigoletto
Die Sänger waren sehr gut, auf das Bühnenbild kann man verzichten. Fazit: Erst dann Karten kaufen, wenn Bilder von der Produktion im Internet verfügbar sind.
Klaus schrieb am 11.11.2011:
Rigoletto
Musikalisch diese Produktion auf CD zu erleben, wäre ein echter Brüller;
denn damit wäre das riesengroße Ärgernis der szenischen Realisierung umgangen.
Frdl. Grüße
P.Zöller schrieb am 08.11.2011:
Rigoletto
Ich war am 6.11.in der Premiere von Rigoletto und muß sagen,daß mein Eindruck von der Vorstellung äußerst
zwiespältig war.Zunächst ein großes
Lob für die musikalische Darbietung.
Orchester,Sänger, allen voran Venter als Rigoletto,Schlingensiepen,Shin,
Gorny usw.fand ich ausgezeichnet.
Dann die Inszenierung.
Das Bühnenbild, falls man das so bezeichnen kann, hatte den Charme
eines Großraumbüros nach Geschäft-
schluß.Vielleicht waren ja gerade irgendwo Lamellenvorhänge im Sonderangebot.Von Kostümen keine Spur.Man
hatte optisch den Eindruck in eine Probe der Oper geraten zu sein.
Und hier mußten die Sänger
ihre Geschichte über die Rampe bringen.Dies alles und ein
paar Mätzchen und fade Scherze als
zeitgemäße Inszenierung zu verkaufen erscheint mir schon als ziemlich dreist.Wie man am Schluß
hörte war ich mit der Meinung nicht
alleine.Einige Zuschauer sind auch schon in der Pause gegangen!Mir taten eigentlich die
Sänger leid,die sich wieder einmal
dem Diktat einer Regietheater Inszenierung zu unterwerfen hatten.
Der Text und die Musik des Stückes
sagen doch eigentlich schon alles.
Diese Art der Darstellung trägt sicher nicht zum besseren Verständnis des Geschehens bei,ganz
im Gegenteil. Der Begriff Werktreue sollte sich nicht nur auf das musikalische beschränken.Ich werde den Eindruck nicht los,daß manche selbstherrliche Regisseure das Publikum für blöde halten und glauben es mit ihrer -Sichtweise-,die mit dem eigentlichen
Stück oft nicht mehr viel zu tun hat, beglücken zu müßen.Dabei kommt
es dann wie hier zu einer solchen
Diskrepanz zwischen Text und Musik
und optischer Darstellung die dem
Werk sicher nicht guttut.
Kein Wunder,daß viele Leute sich solch eine Inszenierung einmal ansehen und dann wegbleiben.
Ich beschäftige mich schon seit
über 40 Jahre intensiv mit Theater,
Schauspiel und vor allem Oper.Ich
habe auch schon viele Rigoletto
Inszenierungen,auch moderne,gesehen,aber keine kam der
Botschaft oder Atmosphäre des Werks
so wenig nah wie diese.
Vielleicht geht es ja manchen Regisseuren darum, um jeden Preis
-anders-sein zu wollen.Auch auf Kosten des Werks und der Zuschauer.
Und die Theater machen das Spiel mit.
Trotzdem
Freundliche Grüße
Cornelius Kölmel schrieb am 06.11.2011:
Der Mann, der die Welt aß!!!
Sensationelle Aufführung, die recht harmlos beginnt und sich ständig steigert, bis es kaum noch auszuhalten ist. Ganz wichtige Themen von heute werden hier bearbeitet, über alle Schmerzgrenzen hinaus. Unbedingt empfehlenswert, auch wenns weh tut!
Jan Linders schrieb am 05.11.2011:
Re: Recycling von Produktionen aus Heidelberg
Sehr geehrter Herr Horn,

ich bin verwundert, dass für Sie Recycling etwas Negatives zu sein scheint. Dass künstlerisch erfolgreiche und beliebte Produktion mit einem neuen Team von Theater zu Theater umziehen und das Programm der Neuproduktionen ergänzen, ist guter Brauch, bietet er dem neuen Publikum doch die Chance, gleich zu Beginn einer Intendanz das Ensemble in einer großen Vielfalt von Rollen kennenzulernen. Als aktuellstes Beispiel möchte ich Ihnen die Uraufführungsinszenierung DER MANN DER DIE WELT ASS ans Herz legen, die Regisseur Dominique Schnizer mit dem Schauspieler Ronald Funke - die BNN berichtete - in den letzten Tagen ins neue STUDIO im STAATSTHEATER übertragen hat und die gestern Abend auf überwältigende Zustimmung des Publikums stiess.

Natürlich werden alle Übernahmen von den Regieteams für die neuen Spielstätten überarbeitet und neu eingerichtet. Für DYLAN und AMPHITRYON wird es zum Beispiel neben Umbesetzungen ein neues Bühnenbild und neue Kostüme geben; am HAMLET aus Heidelberg wird der Regisseur Simon Solberg auch intensiv arbeiten, aber diese fulminante Arbeit mit Paul Grill in der Titelrolle darf bei einer Spielzeit mit dem Motto VON HELDEN nicht fehlen.

Als Premierenabonnent bitte ich Sie, mich anzusprechen, ich würde mich freuen, weiter ins Gespräch zu kommen.

Herzlich Ihr
Jan Linders
Schauspieldirektor

PS: Am 17.11. feiert der JACQUES BREL-Abend unseres Schauspielers Natanael Lienhard Karlsruher Premiere im STUDIO - noch eine Übernahme aus Heidelberg, auf die ich mich sehr freue.
Jan Linders schrieb am 05.11.2011:
Elfriede Jelinek am Badischen Staatstheater
Sehr geehrter Herr Horn,

wir teilen Ihr Interesse am Werk Elfriede Jelineks und lesen regelmäßig ihre neuen Stücke. Just für dieses Wochenende liegt zum Beispiel KEIN LICHT auf meinem Schreibtisch (abgedruckt übrigens in der November-Ausgabe der Zeitschrift Theater Heute). Falls Sie sich noch intensiver an der Diskussion unseres Spielplans beteiligen wollen, empfehle ich Ihnen die Teilnahme an unserer Gruppe Spielplan, die sich regelmäßig mit der Schauspieldramaturgie trifft und deren Empfehlungen in den nächsten Spielplan einfliessen sollen. Anmeldungen per E-Mail unter: schauspieldramaturgie@staatstheater.karlsruhe.de.

Bis bald im Staatstheater, spätestens bei IMMER NOCH STURM,
Ihr
Jan Linders
- Schauspieldirektor -
Rainer Martus schrieb am 05.11.2011:
Der Mann der die Welt aß
Gestern Abend war Premiere von "Der Mann der die Welt aß". Grandiose Schauspielerische Leistung !!!
Demenz ist ja ein Thema, mit dem viele im Alltag auf die eine oder andere Weise zu tun haben. Ich fand dieses Thema in dem Stück sehr realistisch umgesetzt. Währen die "Schrullige" Art des Vaters beim Publikum zu Beginn noch den ein oder anderen Lacher produziert, wird schnell klar, dass mit zunehmender Krankheit auch die Probleme im Umfeld zunehmen. Die Vater-Sohn-Beziehung (Ronald Funke und Daniel Stock) entwickelt sich in dem Stück entsprechend. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, man wird das Stück nachdenklich und beeindruckt verlassen.
Auch der Spielort "Studio" ist etwas besonderes. Wenn man durch die Gänge ins "Studio" geht hat man das Gefühl in die "Innereien" des Theaters vorzudringen um dann in einen Theatersaal zu kommen, der familiär anmutet. Das Bühnenbild auf wesentliche Elemente beschränkt, gibt dem Betrachter Raum sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Geradlinig und Klar.
Als Fazit kann ich nur jedem empfehlen sich dieses Stück anzusehen. Es überzeugt auf ganzer Linie: Schauspielerisch, Inhaltlich und vom Spielort!
Lutz Horn schrieb am 04.11.2011:
Jelinekt?
Ich finde es sehr bedauerlich, dass das neue Team Elfriede Jelinek keine Beachtung schenkt. Die Inszenierung ihrer Stücke war über Jahre hinweg ein künstlerisches Markenzeichen des Karlsruher Schauspiels.

Immerhin wird im Januar IMMER NOCH STURM von Peter Handke aufgeführt, das versöhnt ein wenig.
Lutz Horn schrieb am 04.11.2011:
Recycling von Produktionen aus Heidelberg
Im Schauspiel stehen 2012 zwei Produktionen auf dem Programm, die wohl als Recycling verstanden werden müssen: DYLAN – THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’ und HAMLET. Beide Produktionen wurden schon vor Jahren in Heidelberg aufgeführt.

Ist das neue Team nicht in der Lage, einen ganzen Spielplan mit Neuproduktionen zu füllen? Wie wäre es mit Wiederaufnahmen aus Karlsruher Produktion? Warum muss ausgerechnet eine dann zwei Jahre alte Produktion wie HAMLET aus dem Jahr 2010 auch in Karlsruhe aufgeführt werden?

Besonders irritiert bin ich von diesem Umstand als Käufer eines Premieren-Abonnements für das Schauspiel. In diesem Abonnement erwarte ich echte Premieren, keine Übernahmen.
Jan Linders schrieb am 01.11.2011:
THE PEACE SYNDROME
Hallo und vielen Dank für Ihren Eintrag.

Wir freuen uns sehr, dass Ihnen die Aufführung gefallen hat; vielleicht können wir sie in dieser Spielzeit noch einmal in Karlsruhe zeigen, bitte verfolgen Sie unsere Ankündigungen im Internet oder tragen sich am besten auf der Website gleich für den Newsletter ein.

Zu Ihrer Frage: THE PEACE SYNDROME entstand aus einer Kooperation des Heidelberger Theaters mit dem Teatron Beit Lessin in Tel Aviv. In Israel gibt es einige arabische Schauspieler / christlich oder muslimisch, wir wollten aber nicht den falschen Eindruck erwecken, zur Zeit könnten Palästinenser aus der Westbank oder dem Gaza Streifen mit Israelis Theater spielen. Israelis dürfen, das verbietet ihrer Regierung, nicht in die Städte der Westbank oder nach Gaza, und Palästinenser aus den besetzten Gebieten nehmen aus Prinzip nicht an Kulturprojekten mit Israelis teil, um nicht eine falsche Normalität der Beziehungen vorzuspiegeln. "Normalization" heißt diese Haltung. Insofern haben wir uns dafür entschieden, das Projekt mit zwei israelischen Schauspielern (Amir hat einen arabisch-christlichen Vater und eine jüdische Mutter) und zwei deutschen zu erarbeiten. Parallel dazu haben wir letzte Woche das Freedom Theatre aus Jenin eingeladen mit 7 jungen Schauspielern aus Palästina. Weil wir das Projekt nicht in Palästina spielen können, gibt es auch keine arabischen Übertitel. Wir werden aber am 4.12. in West-Jerusalem auftreten. Ich hoffe, diese kurze Antwort gibt Ihnen einen Einblick in die auch kulturpolitisch komplexe Situation.

Mit besten Grüßen
und bis bald im Staatstheater,
Ihr

Jan Linders
Dramaturg des Projekts / Schauspieldirektor
Tobias schrieb am 31.10.2011:
THE PEACE SYNDROME
Herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich sehr gelungenen Inszenierung.
Es war erfrischend, mit unzähligen Eindrücken in so kurzer Zeit konfrontiert zu werden, die Situation mal aus einer neuen Perspektive beleuchtet zu sehen und mit so vielen offenen Fragen im Kopf nach Hause zu gehen.
Ich würde mir wünschen, daß dieses Stück noch viele andere Male aufgeführt werden kann - sei es in Palästina oder Deutschland, vor Juden oder internationalen Volontären...

Eine letzte Anmerkung zum Schluß: warum stehen keine Muslime/Palästinenser auf der Bühne, warum kein Programm/keine Übertitel auf Arabisch?! Das hat mir gefehlt, um ein rundes Bild zu erhalten - bzw. ein Hinweis darauf, warum auf diese Komponente verzichtet werden.

In jedem Fall: herzlichen Glückwunsch zu dieser äußerst geglückten Leistung.
Hans Hermann Jansen schrieb am 31.10.2011:
Gothland bei den Helden
"Kommt tempus, kommt Grabbe!" so notierte der junge Grabbe im April 1823 an Gustorf. Mit der Aufführung des "Herzog Theodor von Gothland" realisiert ein bestechendes Schauspielteam in Karlsruhe dieses Fatum Grabbes. Trotz einiger epischen Längen im zweiten Teil überzeugt mich die moderne Umsetzung im hier und jetzt unter den Helden. Vielen Dank
Carmen Jansen schrieb am 31.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Die Detmolder Grabbe-Gesellschaft hat sich (mal wieder) auf den Weg, diesmal nach Karlsruhe, begeben, um ein weiteres Grabbe-Drama, diesmal das „unspielbare“ Schauspiel Herzog Theodor von Gothland zu erleben. Vier Stunden Spielzeit mit nur einer Pause wurden „angedroht“ – mal sehen, ob sie durchzuhalten sind.
Für uns Zuschauer war das Durchhalten keine Herausforderung, dafür war das Gezeigte viel zu spannend, trotz aller gezeigter Brutalität auch unterhaltsam. Vor allem aber die Akteure auf der Bühne haben überzeugt, begeistert, sie haben Großartiges geleistet, beste Schauspielkunst! Ohne die Leistung der Kollegen schmälern zu wollen, muss vor allem der Gothland-Protagonist André Wagner hervorgehoben werden, der in der Darstellung der verschiedenen Gefühlszustände einen unglaublichen Facettenreichtum zeigte.
Besonderes Lob gebührt auch den Verantwortlichen, die den Mut hatten, sich eines relativ unbekannten Stückes anzunehmen, sich damit auseinander- und ihre Ideen umzusetzen – und es „spielbar“ zu machen, womit der Beweis erbracht ist, dass es kaum etwas gibt, was die Kunst und der Wille, sich mit ihr zu beschäftigen, nicht schafft.
Herzlichen Dank für einen erlebnisreichen und aufregenden Abend, dessen Besuch sich wirklich gelohnt hat, und Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!
Peter Overbeck schrieb am 27.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Mit gemischten Gefühlen begab ich mich am vergangenen Samstag in die Premiere des "Herzog Theodor von Gothland" des Detmolders Christian Dietrich Grabbe. Die Tragödie war mir bis dato noch nicht bekannt; nach der Lektüre u.a. des Artikels im „Kindler“ waren meine Erwartungen an das Stück nicht allzu hoch: überdimensioniert, rohe Gewalt, Morde bis Völkermorde, Shakespeare-Reminiszenzen.
Doch es kam anders: Auch nunmehr vier Tage nach der Premiere schwirren mir Bilder und Textzeilen der Inszenierung durch den Kopf. Ein großartiges Schauspielensemble, allen voran André Wagner als Herzog von Gothland mit seiner emotionalen Zerrissenheit (und fast die gesamten vier Stunden auf der Bühne) und Timo Tank als seinen Gegenspieler, ein schwarzer(!), haßerfüllter Feldherr der Finnen. Die Story ist erschütternd und Regisseur Martin Nimz verzichtet nicht darauf, die Brutalität der Handlung auf der Bühne anzudeuten, insbesondere gegen Ende; zugleich bricht er sie aber auch wieder dadurch, dass er die verschiedenen Ebenen des Textes von Slapstick bis Splatter nebeneinander stellt und die Handlung als „Rollenspiel“ inszeniert.
Der „Schinken“ ist aktueller denn je – unwillkürlich kommen einem die Ereignisse in Nordafrika in den Sinn. Eine Empfehlung für Besucher mit Sitzfleisch und Offenheit für Neues.
mona ulrich schrieb am 25.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Auch ich war am Samstag an der Premiere von "Herzog Theodor von Gothland" und bereue die weite Reise, die ich dafür in Kauf genommen habe keineswegs. Noch immer, Tage danach, bin ich begeistert darüber, was ich gesehen habe, und welch wunderbare Sprache mich in ihren Bann gezogen hat. Poesie und Wahrheit, Zeitlosigkeit und Aktualität liegen in den Sätzen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Ich bin begeistert, dass Martin Nimz es schafft, mit wunderbaren Schauspielern einen 4-stündigen Theaterabend so aufregend und interessant zu inszenieren, keine Minute war ich abwesend, hing an den Lippen und Gesten der Spieler. Von mir aus hätte dieser Abend auch acht Stunden dauern können, mir wäre nicht langweilig geworden.
Starke Bilder, starke Regieeinfälle auf einer sehr kargen Bühne, die meiner Fantasie freie Räume offen hielt, starke Schauspieler (nicht einer, der nicht seiner Figur gerecht geworden wäre)
Ich habe lange nicht mehr einen Zuschauerraum so begeistert verlassen.
Herzlichen Glückwunsch für diese grossartige Leistung!
Mona Ulrich
Manuel Lindemann schrieb am 25.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Am Samstag war ich in der Premiere von „Herzog Theodor von Gothland“. Ich habe einen wirklich großartigen Abend erlebt, denn Regisseur Martin Nimz brachte Grabbes düstere Weltschau in einer starken Inszenierung auf die Bühne. Die martialischen Schlachtszenen erinnerten an „Titus Andronicus“ oder an Schlingensiefs „Kettensägenmassaker“, und waren bewusst so grotesk überzogen, dass man als Zuschauer wortwörtlich seinen Heidenspaß daran haben konnte. Die größte Leistung des Regisseurs bestand meiner Meinung nach aber darin, dass er zwischen dem Gemetzel immer wieder Grabbes gewaltiger Sprachkraft freien Lauf ließ. Weil die Schauspieler auf einer kargen Bühne standen und meist direkt vor den Zuschauern spielten, rückte die Sprache in den Fokus, die mich mit ihrer Wucht, bestehend aus einem derben schwarzen Humor und nihilistischer Zeitlosigkeit, umgehauen hat. Umwerfend spielte der Hauptdarsteller André Wagner, dem im ständigen Wechsel zwischen tiefer Erschütterung, bitterem Zynismus und zerstörerischer Boshaftigkeit alles abverlangt wurde. Schön, dass das Theater sich getraut hat, dieses leider viel zu selten gezeigte Werk auf die Bühne zu bringen.
Eheleute Hans-Joachim u. Angelika Kriesel schrieb am 25.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Mein Mann u. ich besuchten die Premiere zu Herzog Theodor von Gothland.Wir überstanden die 4-std.Aufführung und müssen leider die sehr lauten und schrillen Stimmen sowie die übertrieben blutrünstige Darstellung kritisieren. So etwas hat es in Karlsruhe noch nicht gegeben!Schade!!Die schauspielerischen Leistungen von Timo Tank u. Andre Wagner waren wie immer hervorragend.
hannes kray schrieb am 24.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Ich besuchte letzten Samstag die premiere im Schauspielhaus und tat etwas, was ich seit vielen jahren in Karlsruhe nicht mehr gemacht hatte: ich verließ die Aufführung zur Pause. ich verließ sie mit dem Eindruck, die schelchteste Inszenierung seit jahren gesehen zu haben. Ein aus allen möglichen Shakespeare-Stücken zusammenbebastelter text, vielleicht typisch für den jungen grabbe, der unbedingt berühmt werden wollte und sich wohl dachte mit der Kopie alter meister würde ihm das gelingen. Nur, dieses Stück ist vielleicht ähnlich blutrünstig wie Shakespeares', kann ihnen ansonsten aber mitnichten das Wasser reichen. Zu hergeholt und unlogisch der handlungsablauf, zu unscharf die Figuren. Vor der Vorstellung gab es eine Einführung mit dem neuen Intendanten und der zuständigen Dramaturgin. Wie blind waren die beiden eigentlich als sie das Stück lasen?

Nun, auch aus einem schlechten Stück kann man eine gute Inszenierung machen, beispiele gibt es genug. Diese Inszenierung aber gefällt sich in zahllosen, sinnlosen Mäzchen, wie der auf der Bühne agierenden Soufleuse, dem Inspizienten in ähnlicher Rolle, dem Reichen von Bonbons und und und. Dazu ein an lautstärke kaum zu überbietender Soundmatsch, der allenfalls nervtötend wirkte. Nicht zu vergessen die eigentliche regie: hat man jemals karlsruher Schauspieler während eines Stückes so oft brüllen hören und wenn sie nicht brüllten, war 30 % des textes nicht zu verstehen, weil genuschelt wurde, dass sich die balken biegen. Sprachregie fand einfach gar nicht statt.Zu den leistungen der Schauspieler selbst ist zu sagen, wenn man nicht wüsste, zu welchen leistungen eine Frau Gossenbacher oder ein herr Viering imstande sind, man würde echt ins Zweifeln kommen. Und von den neuen war ich mitunter wirklich erschrocken ob der mangelhaften Technik.

Man bedenke: auch der Ksc spielte mal eine führende Rolle im deutschen Fußball. Wo das team jetzt steht, wissen alle, die sich für Fußball interessieren. Man kann nur hoffen, dass dem badischen Staatstheater ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.

Mit freundlichen Grüßen

Hannes kray
Klaus schrieb am 17.10.2011:
Les Troyens

Diesem Beitrag habe ich nichts hinzuzufügen, außer nochmals zu erwähnen: die Krone gebührt der Badischen Staatskapelle unter Justin Brown mit dem Diamanten der in jeder Hinsicht glanzvollen Cassandra der Diva Christina Niessen geschmückt; gefolgt von den beeindruckenden Chören. http://opernnetz.de/seiten/rezensionen/kar_tro_bri_111015.htm

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